Charles Lee Brown (* 15. Januar 1946 in Talladega, Alabama; † 8. Januar 2004 in Cleveland, Ohio) war ein US-amerikanischer Schauspieler.
Leben Brown wurde in Talladega im US-Bundesstaat Alabama geboren und wuchs in Cleveland auf. Er war der Sohn von Elnora Stone und Mack O. Brown und hatte drei Geschwister: Mack junior, Ramon und Shirley. Er war der Onkel der Schauspielerin Yvette Nicole Brown.
Nachdem er während des Vietnamkriegs bei den United States Marines gedient hatte, studierte Brown Theaterwissenschaften an der Howard University in Washington, D.C. Zu dieser Zeit war er Ensemble-Mitglied der D.C. Black Repertory Company.
Brown, der zuletzt wieder in Cleveland lebte, war vom 12. Juni 2003 bis zum 8. Januar 2004 – seinem Tod – mit Renee Lescook verheiratet. Er starb im Alter von 57 Jahren an den Folgen von Prostatakrebs und fand auf dem Lake View Cemetery von Cleveland seine letzte Ruhe. Er wurde von seiner Frau, seiner Stieftochter Dominique, Enkeln und Neffen überlebt.
Karriere In New York City trat Brown Mitte der 1970er-Jahre der Negro Ensemble Company bei, deren Ensemblemitglied er für 15 Jahre blieb. Er war in Broadway- als auch in Off-Broadway-Produktionen zu sehen. Er spielte unter anderem den Südstaaten-Farmer Cephus Miles in Samm-Art Williams’ Bühnenstück Home und den Militärermittler Captain Richard Davenport – im Louisiana des Jahres 1944 – in Charles Fullers A Soldier’s Story. Home kam 1980 an den Broadway und brachte Brown eine Nominierung für den Tony Award als „Bester Darsteller in einem Theaterstück“ ein. Im Jahr 2001 erhielt er seine zweite Nominierung als „Bester Hauptdarsteller in einem Theaterstück“ für seine Rolle des Spielers und Betrügers Elmore in August Wilsons King Hedley II. Für diese Rolle wurde er ebenfalls 2001 mit dem Drama Desk Award ausgezeichnet.
Zu seinen weiteren Bühnenauftritten gehören Rollen in Neil Simons Rumors, John Guares’ A Few Stout Individuals, Jessica Blanks und Erik Jensens The Exonerated, Don Evans’ Showdown, Leslie Lees First Breeze of Summer, Richard Wesleys The Mighty Gents, Steve Carters Nevis Mountain Dew und August Wilsons Fences (1987), in dem er den älteren Sohn einer von James Earl Jones gespielten Figur darstellte. Im Jahr 1979 spielte er auch am Royal Opera House in London.
Vor der Kamera hatte er sein Debüt in einer Nebenrolle der Fernsehserie Route 66. Er war in Filmen wie Die Glücksritter von John Landis und Staatsanwälte küßt man nicht zu sehen. Im Fernsehen hatte er Auftritte in der in New York City gedrehten Fernsehserie Kojak – Einsatz in Manhattan, in Die Bill Cosby Show, Law & Order, Law & Order: Special Victims Unit und Der Equalizer, neben anderen. In der 1983 gedrehten Miniserie Kennedy stellte er den Bürgerrechtsführer Martin Luther King dar.
Im deutschen Sprachraum wurde Brown unter anderem von Michael Brennicke, Kurt Goldstein, Roland Hemmo, Charles Muhamed Huber, Peter Kirchberger, Peter Lakenmacher, Horst Lampe, Norbert Langer, Lutz Riedel, Ulf Jürgen Söhmisch, Claus Wilcke und Thomas Wolff synchronisiert.
Auszeichnungen 1980: Nominiert für den Tony Award in der Kategorie „Best Actor In A Play“ für Home. 1980: Nominiert für den Drama Desk Award in der Kategorie „Outstanding Actor In A Play“ für Home. 2001: Tony Award in der Kategorie „Best Featured Actor“ für King Hedley II am Broadway.
Filmografie (Auswahl)
Theater (Auswahl)
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1946 Kategorie:Gestorben 2004 Kategorie:Mann