Die Saison 2025/26 der Regionalliga West war die achtzehnte Spielzeit dieser Fußball-Regionalliga als vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball und gleichzeitig die vierzehnte Spielzeit seit der Spielklassenneueinteilung in fünf Regionalligen. Sie wurde am eröffnet und endete am . Meister wurde der SC Fortuna Köln.
Teilnehmer
Für die Spielzeit 2025/26 hatten sich folgende Mannschaften sportlich qualifiziert: der Absteiger aus der 3. Liga 2024/25: 22px Borussia Dortmund II die verbliebenen Mannschaften aus der Regionalliga West 2024/25: 22px FC Gütersloh 22px Sportfreunde Lotte 22px|Rot-Weiß Oberhausen Rot-Weiß Oberhausen 22px|SV Rödinghausen SV Rödinghausen 22px|SC Fortuna Köln SC Fortuna Köln 22px|Borussia Mönchengladbach II Borussia Mönchengladbach II 22px|1. FC Köln II 1. FC Köln II 22px SC Paderborn 07 II 22px 1. FC Bocholt 22px|Fortuna Düsseldorf II Fortuna Düsseldorf II 22px|SC Wiedenbrück SC Wiedenbrück 22px|Wuppertaler SV Wuppertaler SV 22px|FC Schalke 04 II FC Schalke 04 II der Meister der Mittelrheinliga 2024/25: 22px|Bonner SC Bonner SC der Meister der Oberliga Niederrhein 2024/25: 22px|SSVg Velbert SSVg Velbert der Meister und der Vizemeister der Oberliga Westfalen 2024/25: 22px|Sportfreunde Siegen Sportfreunde Siegen 22px VfL Bochum II
Auf- und Abstiegsregelung Aufstieg in die 3. Liga Der Meister qualifizierte sich für die 3. Liga 2026/27.
Abstieg aus der Regionalliga West Durch den Nichtabstieg der NRW-Drittligisten reduzierte sich die Zahl der Absteiger um eine Mannschaft von vier auf drei. Da die erste Mannschaft von Fortuna Düsseldorf aus der 2. Bundesliga in die 3. Liga abstieg, galt die zweite Mannschaft als Absteiger. Die Anzahl der sonstigen Absteiger reduzierte sich entsprechend auf die zwei schlechtplatzierten Mannschaften.
Veränderungen gegenüber der Saison 2024/25 In dieser Saison galten erstmals verschäfte Bedingungen für Abmeldungen vom Spielbetrieb vor Abschluss des letzten Spieltages. Die Folge wäre ein Punktabzug von 15 Punkten in der Folgesaison gewesen. Darüber hinaus durften ab dieser Saison keine Spieler mehr eingesetzt werden, deren Spielberechtigung erst nach der zweiten Wechselperiode (Wintertransferfenster) erteilt wurde.
Anders als in der Vorsaison konnte sich keine westfälische Mannschaft über die Platzierung in der Liga für die erste DFB-Pokalhauptrunde qualifizieren.
Saisonverlauf Vor der Saison Der ehemalige Zweitligist Sportfreunde Siegen kehrte nach acht Spielzeiten in der Oberliga zurück in die Regionalliga. Zuletzt spielten die Sportfreunde 2017 in der Regionalliga.
Die SSVg Velbert bestritt nach nur einem Jahr in der Oberliga seine fünfte Spielzeit in der Regionalliga West.
Mit dem Bonner SC war ein weiterer Ex-Zweitligist zurück in der Regionalliga. Zuletzt spielten die Bonner 2022 in der Regionalliga. Bonn war bisher die einwohnerreichste deutsche Stadt ohne Fußballteam in den obersten vier Ligaebenen.
Zurück in der Regionalliga West war auch die 2. Mannschaft des VfL Bochum. Die Bochumer spielten zuletzt 2015 in der vierten Liga. Der VfL meldete von 2015 bis 2024 aber keine zweite Mannschaft für den Spielbetrieb. Nach der Neuanmeldung wurden die Bochumer in die Oberliga eingruppiert, wo ihnen gleich im ersten Jahr der Aufstieg gelang. Der in der Oberligasaison meist genutzte Leichtathletik-Platz am Ruhrstadion erfüllte nicht die Bedingungen für die Regionalliga. Die Mannschaft teilte sich daher für ihre Heimspiele das Ruhrstadion mit der ersten Mannschaft.
Drittliga-Absteiger Borussia Dortmund II war 2021 Meister der Regionalliga West. Nach vier Spielzeiten in der 3. Liga trat der BVB II nun wieder in die Regionalliga an. Dortmund war eines der sieben U23-Teams in der Liga. Nie zuvor seit Start der Regionalliga West in ihrer heutigen Form war der Anteil der Zweitvertretungen so groß.
In einer Umfrage rund drei Wochen vor Saisonstart nannten die meisten Trainer der Regionalliga West den 1. FC Bocholt und Borussia Dortmund II als die größten Favoriten. Keine anderen Teams wurden von mehr als der Hälfte der befragen Trainer zu den Favoriten gezählt. Immerhin mindestens ein Drittel der befragten Trainer zählten aber auch Gütersloh, Oberhausen, Lotte und Fortuna Köln zum Favoritenkreis. Bei einer weiteren Befragung der Übungsleiter eine Woche vor dem Saisonstart wurden erneut Bocholt und Dortmund als Topfavoriten genannt. Lotte und Gütersloh wurden von der Hälfte der Trainer zum Favoritenkreis gezählt. Fortuna Köln und Oberhausen vervollständigen mit je acht Nennungen den auffällig breiten Kreis der Titelanwärter.
Nach Schätzungen der Vereinsmarktwerte des Portals transfermarkt.de besaß Borussia Dortmund II zum Saisonstart den mit Abstand wertvollsten Kader. Bocholts Kader war laut dieser Schätzung der viertteuerste Kader insgesamt und der teuerste Kader der elf ersten Mannschaften der Liga. Fast ebenso hoch wurden aber auch die Marktwerte von Fortuna Köln, Lotte und Rödinghausen geschätzt.
Hinrunde Das Eröffnungsspiel am bestritten die beiden ehemaligen Erstligisten Wuppertaler SV und Fortuna Köln. Die 4449 Besucher im Wuppertaler Stadion am Zoo sahen eine 0:2-Niederlage der Gastgeber.
Herbstmeister wurde Fortuna Köln mit 34 Punkten. Die Kölner verloren zwar nur ein Spiel, mussten sich aber auch siebenmal mit einem Remis zufriedengeben. Mit nur einem Punkt weniger folgten auf den Plätzen zwei und drei punktgleich Schalke 04 II und Rot-Weiß Oberhausen. Der Tabellenvierzehnte der Vorsaison aus Gelsenkirchen war mit fünf Spieltagen als Tabellenführer eine der Überraschungen der Hinrunde. Das obere Tabellendrittel komplettierten der FC Gütersloh (32 Punkte), Borussia Dortmund II und Borussia Mönchengladbach II (je 29 Punkte). Dortmund konnte seiner Rolle als Favorit in der Hinrunde nie gerecht werden. Die meiste Zeit kam die Borussia nämlich nicht über eine Platzierung im Tabellenmittelfeld hinaus; erst spät gelang durch vier Siege aus sechs Spielen der Anschluss an die Spitzengruppe. Allerdings waren alle Mannschaften im oberen Tabellendrittel nur durch höchstens fünf Punkte voneinander getrennt. Ein Grund dafür war auch, dass keine Mannschaft einen Schnitt von über zwei Punkten pro Spiel erzielen konnte, alle Favoriten regelmäßig „patzten“ und so die Tabellenführer häufiger als in den Jahren zuvor wechselten.
Neben den Schalkern war Aufsteiger Sportfreunde Siegen eine der Überraschungen der Hinrunde. Die Siegener standen fünfmal auf Rang 1 und fielen erst spät ins Mittelfeld zurück. Die Hinrunde beendeten die Siegerländer auf dem siebten Platz und sieben Punkte hinter der Kölner Fortuna. Enttäuschend verlief die Hinrunde für den 1. FC Bocholt. Den „Schwatten“ gelang keine längere Siegesserie und sie beendeten die Hinrunde auf dem zehnten Tabellenplatz.
Aufsteiger Velbert war seit dem sechsten Spieltag durchgehend Tabellenletzter und holte in der Hinrunde nur acht Punkte. Erst im 15. Spiel gelang Velbert der erste (und in der Hinrunde einzige) Sieg. Auf einem direkten Abstiegsplatz landeten daneben Mitaufsteiger Bochum II und Wiedenbrück (beide 13 Punkte). Der Wuppertaler SV beendete die Hinrunde mit 17 Punkten auf dem möglichen Abstiegsrang 15.
Der letzte Spieltag der Hinrunde wurde am abgeschlossen. Das letzte Spiel der Hinrunde zwischen Wiedenbrück und Rödinghausen wurde am nachgeholt.
Rückrunde Die Rückrunde startete am .
Nach dem 18. Spieltag ruhte der Spielbetrieb für eine Winterpause vom bis zum . Bereits am wurde das ausgefallene Spiel des 18. Spieltages zwischen Velbert und Lotte nachgeholt. Fortuna Köln überwinterte als Tabellenerster.
Die Fortuna blieb die gesamte Rückrunde Spitzenreiter, sicherte sich am 33. Spieltag die Meisterschaft und kehrte nach sieben Jahren in der Regionalliga wieder in die 3. Liga zurück. Die Kölner waren in der Rückrunde die einzige Mannschaft, die einen Schnitt von mindestens zwei Punkten pro Spiel erreichen konnte. Das Team verlor zwar am 28. Spieltag gegen Borussia Dortmund II erstmals seit dem 3. Spieltag wieder, konnte aber wichtige Duelle, etwa gegen Oberhausen (3:1), Mönchengladbach II (2:1) oder Gütersloh (3:0), gewinnen.
Zwar war dem SV Rödinghausen seit dem 33. Spieltag der 15. Platz durch das deutlich beste Torverhältnis der vier Abstiegskandidaten nur noch theoretisch zu nehmen, aber endgültig fielen alle Entscheidungen über den Abstieg erst am letzten Wochenende. Da diese Saison kein NRW-Drittligist abstieg, reichte der 15. Tabellenplatz zum Klassenerhalt. Am letzten Spieltag sicherte sich der SC Wiedenbrück in einem Fernduell mit Velbert und Wuppertal den 16. Platz, der – wie sich nur einen Tag nach dem 34. Regionalligaspieltag herausstellte – durch den Abstieg von Fortuna Düsseldorf aus der 2. Bundesliga zur Rettung reichte. Absteiger in die Oberliga Niederrhein waren daher der Aufsteiger SSVg Velbert, der Wuppertaler SV und Fortuna Düsseldorf II. Die Wuppertaler spielten seit ihrem Aufstieg 2015/16 zehn Jahre in der Viertklassigkeit. Fortuna Düsseldorf II war seit der Saison 2009/10 ununterbrochen Regionalligist.
Der letzte Spieltag fand am statt.
Statistik TabellenführerTabellenletzter
Abschlusstabelle
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Zum Saisonende /: (A) Absteiger aus der 3. Liga 2024/25 (N) Aufsteiger aus den Oberligen 2024/25 Zum Saisonende /: Aufstieg in die 3. Liga 2026/27 Abstieg in die Oberligen 2026/27
Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte, die Gastmannschaft in der oberen Zeile aufgelistet.
/22px|Borussia Dortmund II22px|FC Gütersloh22px|Sportfreunde Lotte22px|Rot-Weiß Oberhausen22px|SV Rödinghausen22px|SC Fortuna Köln22px|Borussia Mönchengladbach II22px|1. FC Köln II22px|SC Paderborn 07 II22px|1. FC Bocholt22px|Fortuna Düsseldorf II22px|SC Wiedenbrück22px|Wuppertaler SV22px|FC Schalke 04 II22px|Bonner SC22px|SSVg Velbert22px|Sportfreunde Siegen22px|VfL Bochum II Borussia Dortmund II 2:1 1:1 1:2 3:2 1:0 1:2 1:0 1:0 1:2 4:1 2:2 2:2 4:1 1:1 5:0 2:2 4:1 FC Gütersloh 1:1 3:0 0:0 2:0 1:1 2:1 2:1 1:1 6:3 1:3 1:0 0:0 1:3 2:1 0:1 3:2 6:0 Sportfreunde Lotte 3:5 2:2 0:1 3:0 2:2 0:1 2:1 1:1 1:1 1:0 0:0 1:2 2:5 1:0 2:2 2:1 2:2 Rot-Weiß Oberhausen 2:1 0:2 1:1 2:2 1:3 1:0 1:2 1:0 3:2 2:0 2:1 2:2 2:2 3:1 0:0 3:1 1:0 SV Rödinghausen 2:4 0:1 1:2 1:1 0:4 0:3 2:3 2:1 3:1 3:0 0:1 0:0 3:3 1:0 1:1 3:4 0:2 SC Fortuna Köln 2:2 3:0 4:0 5:1 1:1 2:1 3:2 0:0 1:1 3:2 2:0 0:0 4:1 3:0 5:0 2:1 0:0 Borussia Mönchengladbach II 2:1 2:4 3:1 0:6 1:1 3:2 0:2 2:0 3:0 1:1 1:1 2:1 2:4 1:2 0:1 3:3 4:1 1. FC Köln II 3:5 0:0 1:1 1:2 2:1 3:0 2:1 1:0 3:2 0:2 3:0 3:2 1:5 0:1 4:1 2:4 1:3 SC Paderborn 07 II 3:0 0:2 3:1 3:0 2:0 2:1 1:1 5:0 0:0 1:2 4:0 6:1 1:1 1:3 3:2 0:2 0:2 1. FC Bocholt 1:1 0:0 4:1 2:2 0:4 2:3 0:2 3:0 0:0 0:3 4:0 1:3 2:3 1:2 2:1 0:2 3:1 Fortuna Düsseldorf II 0:2 0:2 2:3 1:0 3:1 0:2 1:3 3:3 0:2 2:2 3:0 2:2 0:0 2:0 2:1 0:0 0:2 SC Wiedenbrück 2:0 1:1 1:2 1:2 2:2 1:3 0:2 2:2 3:1 0:2 5:2 4:0 2:1 2:2 1:0 2:3 0:0 Wuppertaler SV 2:2 1:1 0:0 2:3 0:5 0:2 0:3 1:0 1:3 0:2 2:4 3:1 0:1 0:1 0:1 1:1 2:2 FC Schalke 04 II 4:0 3:0 3:0 0:2 3:2 0:0 1:2 2:3 1:1 1:0 3:1 5:0 5:1 2:3 1:3 0:2 3:2 Bonner SC 0:1 2:3 1:2 1:1 1:0 0:3 0:4 1:0 1:1 1:1 1:0 2:1 1:1 0:1 0:1 1:1 2:2 SSVg Velbert 1:2 0:3 0:3 0:4 2:3 0:2 1:2 3:3 1:3 1:2 1:2 2:1 0:3 1:3 0:0 2:2 2:3 Sportfreunde Siegen 0:1 5:0 0:0 0:1 3:0 2:2 2:2 2:1 2:1 0:1 3:1 3:1 2:0 2:2 1:2 3:1 1:1 VfL Bochum II 1:2 1:1 1:2 2:5 2:0 0:1 1:1 0:1 2:2 3:2 2:2 3:1 4:1 1:4 1:4 2:2 0:0 Stand: Endstand
Tabellenverlauf Folgende Tabelle zeigt die Platzierungen der Klubs nach Abschluss jedes Spieltags. Verlegte Partien werden entsprechend der ursprünglichen Terminierung dargestellt.