Die Utopienale ist eine seit 2022 jährlich stattfindende Zukunftskonferenz, die von der Old School – Institute for Contemporary Art in ihrem Stammhaus in Havelberg, Sachsen-Anhalt, mit Partnern, wie der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt (LKJ Sachsen-Anhalt), der Freiwilligen-Agentur Altmark oder der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, ausgerichtet wird.
Mitwirkende und Themen Gründungsmitglieder der Konferenz sind u. a. Azby Brown, Wolf Guenter Thiel und Mieste Hotopp-Riecke. Die Zukunftskonferenz umfasst jeweils ein Set von Workshops zum Thema „Zukunft gestalten“, mehrere Kolloquien und ein zentrales Symposium. Die Konferenzteilnehmenden, zu denen bisher Wissenschaftler, Philosophen, Aktivisten, Sozialarbeiter und Künstler gehörten, werden von Azby Brown, Wolf Guenter Thiel und Gastkuratoren eingeladen. Alle Veranstaltungen, die im Rahmen der Utopienale stattfinden, sind offen für das interessierte Publikum.
Die Gründungsmitglieder verstehen Utopie im Sinne der britischen Soziologin Ruth Levitas als Methode zur Entwicklung alternativer Zukunftsvorstellungen und zur Beförderung von deren Umsetzung. Die Utopienale setzt auf die Kunst als wesentliches Vehikel zur Beförderung dieser utopischen Praxis und dient dem disziplinenübergreifenden Austausch zwischen Kunst, Wissenschaft, Philosophie und Transformationsstudien.
Die Utopienale ist seit Beginn Bestandteil der „Interkulturellen Woche“ und der „Langen Woche der Nachhaltigkeit“ des Landkreises Stendal in Sachsen-Anhalt.
Utopienale I Die Konferenz fand erstmals vom 30. September bis zum 2. Oktober 2022 in Havelberg statt und widmete sich in Anlehnung an Ruth Levitas dem Thema der Utopie als Methode. Die Teilnehmenden kamen aus Deutschland, Österreich, Dänemark, Japan, den Niederlanden, Kirgisistan, Syrien und Baschkortostan.
Utopienale II Für die zweite Ausgabe der Konferenzreihe, die vom 8. bis zum 10. September 2023 stattfand, waren Gäste aus Deutschland, Brasilien, Georgien, Japan, Südafrika, der Ukraine, dem Iran, den USA und Kanada eingeladen.
Utopienale III Unter dem Motto „Carrying Civilization into the Future“ fand vom 20. August bis zum 10. September 2024 die dritte Auflage der Konferenzreihe statt. Als Ausgangspunkt diente die Publikation „Der gute Vorfahr. Langfristiges Denken in einer kurzlebigen Welt“ von Roman Krznaric. Die Teilnehmenden kamen aus Österreich, Belgien, den Niederlanden, Deutschland, Aserbaidschan, Georgien, Japan, den USA und Brasilien. Die Utopienale III ist in der Ausgabe 1/2025 von fair. Magazin für Kunst und Architektur mit dem Titel Utopien versus Dystopien ausführlich dokumentiert.
Literatur fair. Magazin für Kunst und Architektur. Nr. 1/2025: Utopien versus Dystopien.
Weblinks Utopienale – Webpräsenz Das war die Utopienale 2024 – Videodokumentation von Gerald Kofler, Wien/Havelberg 2024. Publikumstag der Utopienale in der Kleinen Markthalle. Artikel auf der Webseite der Freiwilligen-Agentur Altmark e. V. vom 16. August 2024. Sichtungen der Zukunft auf der zweiten Utopienale. Artikel auf der Webseite Die Deutsche Wirtschaft vom 28. August 2023. Sichtungen der Zukunft auf der zweiten Utopienale. Artikel auf der Webseite Innovator des Jahres vom 29. August 2023. Utopienale 2023 – Webseite der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt Eintrag über die Old School ICA, Havelberg, auf der Webseite Kreativorte im Grünen – Sachsen-Anhalt. Yulian Ide: Utopisch oder oldschool – Wie wollen wir morgen leben? In: Volksstimme. 28. September 2022.
Einzelnachweise
Kategorie:Erstveranstaltung 2022 Kategorie:Kulturelle Veranstaltung Kategorie:Interkultureller Dialog Kategorie:Veranstaltung im Landkreis Stendal Kategorie:Kultur (Havelberg)