Die Schlange im brennenden Wald ist ein Märchen. Es steht in Johann Wilhelm Wolfs Deutsche Hausmärchen an Stelle 26.

Inhalt Zwei Buben zünden aus Versehen den Wald an. Ein Schlängchen flieht am Waldrand auf einen Baum und ruft nach einem Bauern. Der hilft dem Tier mit einer Stange herunter und legt es zur Kühlung in die Erde. Zum Dank holt es ihm sieben Eidechsen aus dem Magen, die ihn dort quälten. Er soll der Schlange den Kopf abhauen, da ist die verwünschte Prinzessin erlöst und er wird belohnt.

Herkunft Der Titel Die Schlange im brennenden Wald ist bei Wolf nicht mit einem Sternchen (*) versehen, was laut seiner Vorrede anzeigt, dass er selbst den Text ausarbeitete.Johann Wilhelm Wolf: Deutsche Hausmärchen. Contumax, Berlin 2017, ISBN 978-3-7437-2179-1, S. 8. Erlösung durch Enthaupten ist in seinen Märchen häufig. Die Geschichte zeigt ein selbstverständliches Verhältnis der Landbevölkerung zu Schlangen, vielleicht eine Schlingnatter oder eine Ringelnatter, und ihnen nachgesagte Heilkunde. Vgl. Wolfs Die erlöste Schlange oder Grimms Märchen von der Unke.

Literatur Johann Wilhelm Wolf: Deutsche Hausmärchen. Contumax, Berlin 2017, ISBN 978-3-7437-2179-1, S. 165–166.

Weblinks

Gutenberg-DE: Wolfs Die Schlange im brennenden Wald Die Schlange im brennenden Wald gelesen (4:02) (LibriVox)

Einzelnachweise

Kategorie:Wolfs Märchen Kategorie:Märchen Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Schlange in der Kultur