Leichtathletik-Länderkämpfemit bundesdeutscher Beteiligung 1979 zentriert|100px 1. Länderkampf 1979, Geher (Männer): – – – – 19./20. Mai 1979 1. 2. 2. 4. 5. 73 P47 P47 P41 P31 P 2. Länderkampf 1979, Geher (Frauen): – 2. Juni 1979 1. 2. 16 P6 P 3. Länderkampf 1979, Geher (Männer): – 2./3. Juni 1979 1. 2. 23 P21 P 4. Länderkampf 1979, Marathonlauf (Männer): – – – – 9. Juni 1979 1. 2. 3. 4. 5. Pzf: 56Pzf: 78Pzf: 106Pzf: 108Pzf: 135 5. Länderkampf 1979, Männer: – – – 23./24. Juni 1979 1. 2. 3. 4. 232 P206 P154 P108 P 6. Länderkampf 1979, Frauen: – – – 23./24. Juni 1979 1. 2. 3. 4. 147 P140 P135 P63 P 7. Länderkampf 1979, Geher (Frauen): – – – – 22. Juli 1979 1. 2. 3. 4. 5. 43 P27 P25 P19 P7 P 8. Länderkampf 1979, Straßenlauf (Männer): – – 4. August 1979 1. 2. 3. 8:10:28 h8:13:35 h8:15:52 h 9. Länderkampf 1979, Männer: – 25. August 1979 1. 2. 245,5 P164,5 P Chronik ← Länderkämpfe 1978 Länderkämpfe 1980 →

Im Jahr 1979 wurden neun Leichtathletikländerkämpfe mit bundesdeutscher Beteiligung in neun Veranstaltungen ausgetragen. Das waren erheblich weniger als in den Jahren zuvor. Die größte Anzahl von 27 Begegnungen hatte es 1974 gegeben. In der laufenden Saison 1979 wurden wie schon in den beiden Jahren zuvor keine Veranstaltungen durchgeführt, in denen drei Nationen antraten, die nicht gemeinsam wie in einem Dreiländerkampf, sondern getrennt in Länderkämpfen mit je zwei Nationen gewertet wurden. So war die Zahl der Länderkämpfe in diesem Jahr wie immer bis einschließlich 1972 und wieder ab 1977 identisch mit der Zahl der Veranstaltungen.

Nicht berücksichtigt sind Veranstaltungen wie der sogenannte „Lugano-Cup“, ein Weltcup der Geher unter dem Dach des Weltleichtathletikverbands (früher: IAAF)World Athletics Race-Walking Team Championship, Past Editions, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 26. März 2025, der ab 1965 unter Regie des Europäischen Leichtathletikverbands durchgeführte Leichtathletik-EuropacupEUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (MEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 26. März 2025EUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (WOMEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 26. März 2025 sowie ähnliche Events. Hier handelt es sich um Veranstaltungen, die als eigene Wettbewerbe ähnlich wie auch der Leichtathletik-Continentalcup (ab 1979)IAAF WORLD CUP IN ATHLETICS, gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 26. März 2025 und der Geher-Europacup (ab 1996) außerhalb der üblichen Länderkämpfe durchgeführt wurden.

Aufgeführt sind hier die Länderkämpfe bundesdeutscher Leichtathleten. Die Sportler der DDR führten nach der deutschen Teilung im Jahr 1949 eigene Veranstaltungen durch.

Drei der Vergleiche in dieser Saison bestanden aus dem allgemeinen leichtathletischen Programm. In den anderen sechs Begegnungen standen die Wettbewerbsbereiche Gehen, Straßenlauf und Marathonlauf auf dem Programm. Die Frauen bestritten drei, die Männer sechs Vergleiche.

Von den Frauenbegegnungen fanden zwei im Gehen und eine als Veranstaltung allgemeiner leichtathletischer Disziplinen statt.

Zwei der Männerbegegnungen wurden von den Gehern bestritten sowie je einer von den Straßen- und Marathonläufern. Die beiden weiteren Aufeinandertreffen der Männer waren Wettkämpfe mit den allgemeinen leichtathletischen Disziplinen.

Saisonhöhepunkt Internationaler Höhepunkt für die europäische Leichtathletik waren in dieser Saison der Europacup am 4./5. August in Turin sowie der zum zweiten Mal ausgetragene Weltcup vom 24. bis 26. August in Montreal. Weder das Frauenteam noch die Männermannschaft der Bundesrepublik konnten sich diesmal für den Weltcup qualifizieren. Zwei Jahre zuvor war das den bundesdeutschen Männer als zweitplatziertem Team beim Europacup noch gelungen. Die bundesdeutschen Frauen belegten Rang drei, die Männer mussten sich diesmal hinter der DDR, der Sowjetunion Polen und Großbritannien mit Platz fünf begnügen. Auch in der Frauenwertung lagen in Turin die DDR und die UdSSR vorn. In den Teams Europa für den Weltcup wurden aus der Bundesrepublik sechs Männer und zwei Frauen nominiert. Europa belegte in der Endabrechnung des Weltcups die Ränge drei (Frauen) und zwei (Männer).

Jahresbilanz In der Saison 1979 gab es für die bundesdeutschen Männer in ihren sechs Länderkämpfen vier Niederlagen: Geher-Länderkampf gegen Spanien, Mexiko, Schweden und Ungarn am 19./20. Mai im spanischen Valencia (Platz zwei hinter Mexiko) Geher-Länderkampf gegen Frankreich am 2./3. Juni im französischen Le Grand-Quevilly Marathonlauf-Länderkampf gegen Frankreich, Italien und Spanien am 9. Juni im belgischen Brüssel (Platz drei hinter Italien und Frankreich) Straßenlauf-Länderkampf gegen die Schweiz und die Niederlande am 4. August im Schweizer Ort Basel (Platz zwei hinter den Niederlanden) Die beiden weiteren Männerbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athleten für sich. Die Siege resultierten aus Länderkämpfen mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm.

Die Frauen mussten in ihren drei Länderkämpfen zwei Niederlagen hinnehmen. Leichtathletik-Länderkampf gegen Großbritannien, Polen und die Schweiz am 23./24. Juni in Bremen (Platz zwei hinter Großbritannien) Geher-Länderkampf gegen Frankreich, Dänemark, Schweden und die Schweiz am 22. Juli im französischen Fécamp (Platz zwei hinter Schweden) Die weitere Frauenbegegnung entschieden die bundesdeutschen Athletinnen für sich. Der Sieg resultierte aus einem Länderkampf der Geherinnen.

Zur Gesamtbilanz finden sich detaillierte Angaben im Abschnitt „Statistik“ unten.

Bedeutung der Länderkämpfe in der Leichtathletik Der Stellenwert von Länderkämpfen war in den letzten Jahren erheblich gesunken. Die Konkurrenz anderer Veranstaltungen war groß und sollte weiter wachsen. In den vergangenen Jahren waren neue Wettkampfformen hinzugekommen wie der oben schon genannte Europacup und der Weltcup (später Continentalcup). Außerdem gab es Europa- und Weltcupveranstaltungen für Teildisziplinen der Leichtathletik wie dem Gehen (Lugano-Cup) und dem Mehrkampf, die mehr Aufmerksamkeit auf sich zogen als die früher hoch im Kurs stehenden Länderkämpfe. Die Bedeutung einzelner Sportfeste, die für die Sportler im Hinblick auf Prämien für den Antritt, für Siege und für Rekorde immer lukrativer wurden, nahm sukzessive zu. Hier sind unter anderem Events wie Weltklasse Zürich, ISTAF Berlin, ASV-Sportfest Köln oder Sportfeste in Stockholm, Oslo, Monaco, … zu nennen, die später als IAAF Super Grand Prix, IAAF Golden League und Diamond League noch erheblich bedeutsamer wurden.

So wurden in den 1950er, 1960er und beginnenden 1970er Jahren Länderkämpfe noch teilweise als Live-Sendung im Fernsehen übertragen, was danach nicht mehr der Fall war, weil die Aufmerksamkeit in der Leichtathletik auf andere oben genannte Bereiche überging. Die Gewichtung sollte sich in den kommenden Jahren noch viel mehr auf Veranstaltungen verschieben, in denen der Fokus stärker auf die Einzelsportler und Staffeln gerichtet war. Länderkämpfe und Ländervergleiche auch in Form von Europacup und Weltcup spielten dabei abgesehen von der Beachtung durch ein Fachpublikum eine in den kommenden Jahren zunehmend untergeordnete Rolle. Neben bestimmten klassischen Sportfesten mit hohen Prämien ragten dabei vor allem die Wettbewerbe bei Olympischen Spielen, Europameisterschaften und ab 1983 bei Weltmeisterschaften heraus.

Verschiedene Formen von Länderkämpfen Es gab weiterhin sechs verschiedene Arten von Länderkämpfen: Vergleiche mit einer Mischung von Disziplinen aus dem allgemeinen leichtathletischen ProgrammJede Nation war in der Regel mit zwei Athleten je Disziplin vertreten. Bei den Männern waren hier zwanzig Wettbewerbe zum Standard geworden. Aus dem olympischen Wettbewerbskatalog fehlten dabei in der Regel nur der Marathonlauf, die beiden Gehwettbewerbe und der Zehnkampf. Der Länderkampfdisziplinkatalog bei den Frauen hatte bis 1968 standardmäßig aus elf Disziplinen bestanden und war mit den damals bei Olympischen Spielen angebotenen Frauenwettbewerben identisch. Von 1969 an gab es hier Veränderungen: (1) Mit dem 1500-Meter-Lauf sowie der 4-mal-400-Meter-Staffel wurden zwei neue Wettbewerbe, die bei den Europameisterschaften 1969 in das Programm aufgenommen worden waren, mit in den Katalog der Frauenländerkämpfe integriert. Damit erhöhte sich die Zahl der Disziplinen auf dreizehn. (2) Der 80-Meter-Hürdenlauf war ab 1969 überall durch den 100-Meter-Hürdenlauf ersetzt worden. Das war auch bei den Länderkämpfen der Fall. Neu hinzu kam nun manchmal auch ein Rennen über 3000 Meter, eine Strecke, die erst 1984 olympisch wurde und dann in Angleichung an das Männerprogramm 1996 durch den 5000-Meter-Lauf abgelöst wurde. In seltenen Fällen gab es in Länderkämpfen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Abweichungen vom Standard in Form von Hinzunahme oder Weglassen einzelner Disziplinen. Vergleiche im Mehrkampf – bei den Frauen im Fünfkampf, bei den Männern im ZehnkampfDie Zahl der Vertreter je Land war dabei nicht standardisiert. In der Regel wurden von den gestarteten Teilnehmern nicht alle gewertet. Bei vier Vertretern je Disziplin beispielsweise wurden meist die drei Besten gewertet. Einen Mehrkampf-Vergleich trugen die bundesdeutschen Leichtathleten in diesem Jahr nicht aus. Vergleiche der GeherDiese Begegnungen wurden bei den Männern in Form von Straßengehen ausgetragen. Es kamen zwei Disziplinen zur Austragung, ein Wettkampf über 20 Kilometer und ein Wettkampf über eine längere Distanz, die manchmal über 35 und manchmal über 50 Kilometer führte.Im letzten Jahr kam das Gehen auch für die Frauen ins Programm. Ausgetragen wurde dabei ein Wettbewerb über 5000 Meter, 1976 auf der Straße, 1979 auf der Bahn. Das Gehen für Frauen stand erst ganz am Anfang seiner Entwicklung, diese Sportart musste sich im Frauenbereich noch durchsetzen. Bei Olympischen Spielen gab es 1992 in Barcelona zum ersten Mal einen Geher-Frauenwettbewerb, bei Europameisterschaften war das 1986 in Stuttgart zum ersten Mal der Fall.Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land und Wettbewerb wurde verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche im StraßenlaufAusgetragen wurde ein Rennen über dreißig Kilometer. Auch hier wurde bezüglich der Teilnehmerzahl je Land verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche im Marathonlauf.Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land wurde hier ebenfalls verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche mit den alleinigen Disziplinen SprungWurf/Stoß.Diese Art von Länderkämpfen war seit 1975 nicht mehr zur Austragung gekommen.

Austragungsform und Wertungsmodus In der Vergangenheit wurden Länderkämpfe mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm in der Regel mit zwei Vertretern pro Land und Disziplin durchgeführt. In einigen Vergleichen wurden wie schon in den Jahren zuvor drei Teilnehmer je Land und Wettbewerb eingesetzt. Die Regeln zur Punktevergabe wurden dabei durchgängig so angewendet, dass der Letztplatzierte einen Punkt erhielt, die weiteren Athleten in den Platzierungen jeweils aufwärts bis hin zu Rang zwei einen Punkt mehr. Der Erstplatzierte bekam zwei Punkte mehr gutgeschrieben als der Athlet auf Platz zwei. Für Länderkämpfe mit zwei Vertretern je Land und Disziplin bedeutete das: Platz 1: 5 P, Pl. 2: 3 P, Pl. 3: 2 P, Pl. 4: 1 P. Bei drei Vertretern je Land und Disziplin ergab sich folgende Punktevergabe: Platz 1: 7 P, Pl. 2: 5 P, Pl. 3: 4 P, Pl. 4: 3 P, Pl. 5: 2 P, Pl. 6: 1 P. Für die Staffeln gab es durchgängig fünf zu zwei Punkte.