Paul Müller (* 11. April 1896; † unbekannt) war ein deutscher Politiker (NSDAP).
Leben Müller war von Beruf Lehrer. Von 1919 bis 1921 war er Mitglied der DVP. Zum 29. Mai 1925 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 6.682)Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/29721363 und wurde Ortsgruppenleiter in Saalfeld (Saale). Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten wurde er 1934 zum Leiter der Mädchenschule in Saalfeld ernannt und im gleichen Jahr als Erster Bürgermeister von Saalfeld eingesetzt. Als zum 15. November 1937 die Kreise Jena und Stadtroda der NSDAP zusammengelegt wurden, wurde er neuer Kreisleiter des Kreises Jena-Stadtroda.Mitteldeutsche Nationalzeitung vom 28. Oktober 1937, S. 8. Diese Funktion, in der er u. a. an der „Arisierung“ der Viehwirtschaft in Jena beteiligt war, übte er bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges aus. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt.
1938 wurde Müller auch Mitglied der SA.
Literatur Susanne Heim: Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945. Bd. 2 Deutsches Reich 1938 – August 1939. 2011, S. 293.
Einzelnachweise
Kategorie:Kreisleiter (NSDAP) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:DVP-Mitglied Kategorie:SA-Mitglied Kategorie:Bürgermeister (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1896 Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann