mini|Blick ins hintere Große Walsertal, links die Blasenka mini|Die Blasenka von der Lutz aus gesehen Die BlasenkaDieter Seibert: Bregenzerwald- und Lechquellengebirge. Alpenvereinsführer. München: Bergverlag Rother, 1. Auflage, 2008 - ISBN 978-3-76331095-1, S. 143, Nr. 582. (auch: Blasengga oder Blasenke)Walther Flaig: Lechquellengebirge. Alpenvereinsführer. München: Bergverlag Ruddolf Rother, 1. Auflage, 1977 - ISBN 3-7633-1230-7, S. 231, Nr. 473. ist ein hoher Berg oder ein hoch gelegener AussichtspunktGeoportal Land Vorarlberg - Landkarten - Kartenausschnitt mit Aussichtspunkt "Kreuz 2004 Blasenka", aufgerufen am 9. Februar 2026 an der Bergschulter unterhalb des Berggipfels im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Die Blasenka als Bergschulter und Aussichtspunkt ist deutlich bekannter als der Hauptgipfel, der auch als HochlichtGeoportal Land Vorarlberg - Sport und Freizeit - Wandern - Kartenausschnitt mit "Blasenka 2004" und "Hochlicht 2109", aufgerufen am 9. Februar 2026 bezeichnet wird. Die Schulter ist vom gesamten Tal aus gut zu sehen und wegen der guten Aussicht ein beliebtes Wanderziel.

Unklare Namensgebung und -zuordnung Gemäß der allgemeinen digitalen Landkarte des Geoportals Land Vorarlberg wird ein Aussichtspunkt auf einer Höhe von , an dem ein Kreuz errichtet ist, mit Blasenka bezeichnet. Der Gipfel mit einer Höhe von trägt in dieser Karte keinen Namen. In der Wanderkarte desselben Portals wird der hohe Gipfel als Hochlicht bezeichnet. Der Aussichtspunkt wird dort mit Blasenka bezeichnet und ist ebenfalls als Gipfel markiert. Gemäß dem im Portal bereitgestellten digitalen Geländemodell lässt sich im Bereich des Aussichtspunkts jedoch keine auch nur geringfügige Gipfelerhebung nachvollziehen.Geoportal Land Vorarlberg - Basemap - Kartenausschnitt mit "Blasenka 2004 m" , aufgerufen und Höheninformation ausgewertet mittels Höhenlinien und Funktion "Abfragen - Koordinaten/Höhe" am 9. Februar 2026 In der Flurnamenkarte des Portals ist der Bereich der Bergschulter direkt oberhalb des Aussichtspunkts mit Blasenka und ein weiter oberhalb gelegener Bereich mit Mutta bezeichnet. Dem Gipfel ist dort der Name Sunnachopf zugeordnet.Geoportal Land Vorarlberg - Namengut - Flurnamen - Kartenausschnitt mit "Blasenka", "Mutta" und "Sunnachopf", aufgerufen am 9. Februar 2026

Der Alpenvereinsführer von 2008 benennt dagegen den hohen Berg als Blasenka und verweist darauf, dass "auf der Karte [...] das untere 2004 m hohe und mit einem Kreuz geschmückte Ende des Grates als Blasenka bezeichnet" wird. Bereits der Alpenvereinsführer von 1977 benennt den hohen Berg als Blasenka oder Blasengga, auch Blasenke, und weist darauf hin, dass in der Österreichen Karte und der Wanderkarte von Vorarlberg nicht der Gipfel, "sondern nur der 99 m trigonom. Punkt 2010 als "Blasenke" kotiert" sei. Nur die Schweizer Landkarte bringe die "richtige Gipfelkote 2109". Zusätzlich wird angemerkt: "Der Berg sei schon 1640 auf der Bucelin-Karte (Stump 1964) richtig als "Blassenga" eingetragen."

Morphologie und Geologie Der in aktuellen digitalen Karten im Geoportal Land Vorarlberg als Blasenka bezeichnete Aussichtspunkt ist kein Gipfel, sondern das letzte Stück am südwestlichen Ende des weniger steilen Bereichs der Schulter, ehe diese deutlich steiler abfällt. Dort ist ein Kreuz aufgestellt. Dieser Punkt mag aus dem Tal wie ein Gipfel wirken. Am nordöstlichen, oberen Ende der Schulter liegt als Berggipfel das hohe Hochlicht beziehungsweise der Sunnachopf. In manchen Quellen wird auch der gesamte Berg als Blasenka bezeichnet.

Geologisch gehört das Gebiet zu den Nördlichen Kalkalpen, das Gestein ist Dolomit.

Lage

Politische Lage Die Blasenka und der größte Teil des Berges liegen im Gemeindegebiet von Fontanella. Der untere Südhang und der untere Südosthang liegen im Gemeindegebiet von Sonntag.

Lage nach Region, Tälern und Gewässern Die Blasenka gehört zur Region und Talschaft Großes Walsertal. Nordwestlich liegt der Seebergbach mit dem Seewaldtobel. Südwestlich liegt der Seewaldsee. Im Süden liegt die Lutz und die hinterste Ortschaft des Großen Walsertals, Buchboden.

Lage nach Gebirge Die Blasenka liegt in der Zitterklapfengruppe des Lechquellengebirges. Der Hauptkamm der Zitterklapfengruppe verläuft von der Blasenka über das Hochlicht, die Hochschere (2013 m) zum Zitterklapfen (2403 m) und weiter nach Osten. Ein Nebenkamm führt vom Hochlicht nach Nordwesten zum Zafernhorn.

Naturschutz Die Blasenka liegt im UNESCO-Biosphärenpark Großes Walsertal. Die Südosthälfte gehört zum Großraumbiotop Blasenka-Südhang in Fontanella mit 86 ha Größe. Hier gibt es Kalkrasen, Latschen, Felsen, Schuttfluren und verschiedene Waldtypen. Der Südhang ist besonders artenreich, es gibt unter anderem viele Orchideen.

Nördlich vom Seewaldtobel und vom Hochlicht ist eine Wildruhezone vom 1. November bis zum 30. April.

Wandern Von Fontanella aus geht man etwa drei Stunden auf die Blasenka über die Sägebrücke, Zafernmaisäß, Bärenalpe. Von der Ortschaft Seewald über die Bärenalpe sind es zweieinhalb Stunden. Der Weg auf die Blasenka ist an einigen wenigen Stellen mit einem Drahtseil gesichert. Die Besonderheit der Blasenka ist die Aussicht auf das Große Walsertal und die umliegenden Berge. Zu sehen sind bei guter Sicht unter anderem der Zitterklapfen, die Braunarlspitze, der Feuerstein (Lechquellengebirge), der Misthaufen, die Rote Wand, die Zimba, die Schesaplana, das Türtschhorn, das Glatthorn, das Portlahorn, das Zafernhorn, die Damülser Mittagspitze, die Klippern, die Kanisfluh und die Winterstaude.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Lechquellengebirge Kategorie:Fontanella