Die Präfekturparlamentswahl in Tokio 2025 (Reiwa 7-nen/2025-nen Tōkyō togikai giin senkyo, jap. ) zum Präfekturparlament von Tokio, Japans bevölkerungsreichster Präfektur, fand am 22. Juni 2025 statt. Die gesetzliche Wahlkampfperiode begann am 13. Juni 2025. Mandatsende des 2021 gewählten Parlaments war der 22. Juli. Zur Wahl standen die unverändert 127 Präfekturparlamentsabgeordneten durch nicht übertragbare Einzelstimmgebung in 42 Wahlkreisen, deren Grenzen weitgehend denen der kreisfreien Städte, Bezirke, Städte und Dörfer in Tokio entsprechen. Am gleichen Tag wurde auch die Bürgermeisterwahl in Kokubunji durchgeführt.

Ausgangslage Angesichts der Bedeutung Tokios und kurz vor der nationalen Senatswahl 2025 war die Wahl auch ein wichtiger Stimmungstest für die Nationalpolitik und im Vergleich zu anderen Präfekturparlamentswahlen überdurchschnittlich parteipolitisch aufgeladen. Die nationale Regierungskoalition aus LDP und Kōmeitō, die mit dem zweiten Kabinett Ishiba seit der Repräsentantenhauswahl 2024 ohne eigenständige Gesetzgebungsmehrheit regierte, kämpfte unter anderem nach einem neuen Skandal um Geschenkgutscheine für LDP-Abgeordnete im März 2025 mit schwachen Zustimmungswerten. Tokios Gouverneurin Yuriko Koike wurde bei der Gouverneurswahl 2024 mit rund 43 % der Stimmen, aber deutlichem Vorsprung auf ihre Herausforderer für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Die neue Regionalpartei Saisei no michi (, „Weg der Erneuerung“) des bei der Gouverneurswahl zweitplatzierten Kandidaten Shinji Ishimaru wollte mit bis zu 60 Kandidaten antreten. (Letztlich waren es 42.) Im scheidenden Parlament waren (Stand: Januar 2025) die LDP mit 30 Sitzen und Koikes Präfekturpartei Tomin First no Kai mit 27 Sitzen fast gleich stark.

Ergebnis

Die Wahlbeteiligung stieg auf 47,6 %.

Die Tomin First eroberte den Status als stärkste Kraft zurück. Die LDP verlor neun Sitze und verzeichnete mit 21 Sitzen das schlechteste Ergebnis jemals (vorher 23 Sitze bei der Wahl 2017). Auch ihr nationaler Koalitionspartner Kōmeitō verzeichnete Verluste, blieb aber knapp vor der Konstitutionell-Demokratischen Partei dritte Kraft. Die KPJ verzeichnete Verluste gegenüber ihren zuletzt sehr guten Ergebnissen, die mit der Tomin First kooperierende DVP gewann aus dem Stand neun Sitze. Die Sanseitō zog mit drei Abgeordneten neu ins Präfekturparlament ein. Saisei no Michi erhielt zwar insgesamt 7,7 % der Stimmen, blieb aber in allen Wahlkreisen ohne Sitz.

Partei Sitzevor der Wahl Kandidaten Stimmen Anteil Sitze Änderung (Frauen) Tomin First no Kai (Tomin) 26 37 1.043.563,997 19,74 % 31 (12) +5 Liberaldemokratische Partei (LDP) 30 42 830.886,846 15,72 % 21 (1) −9 Kōmeitō (Kōmei) 23 22 530.217 10,03 % 19 (6) −4 Konstitutionell-Demokratische Partei (KDP) 12 20 476.580,049 9,02 % 17 (4) +5 Kommunistische Partei Japans (KPJ) 19 24 489.084 9,25 % 14 (13) −5 Demokratische Volkspartei (DVP) 0 18 367.334 6,95 % 9 (2) +9 Sanseitō (Sansei) 0 4 117.389 2,22 % 3 (1) +3 Tōkyō Seikatsusha Network (Net) 1 3 64.667 1,22 % 1 (1) 0 Nippon Ishin no Kai (Ishin) 1 6 80.545 1,52 % 0 (0) −1 Reiwa Shinsengumi (ReiShin) 0 3 46.743 0,88 % 0 (0) 0 Sozialdemokratische Partei (SDP) 0 1 6.983 0,13 % 0 (0) 0 Sonstige (hauptsächlich Saisei no Michi) 0 60 470.790,951 8,91 % 0 (0) 0 Unabhängige 11 55 761.360,153 14,40 % 12 (8) +1 Summe (gültige Stimmen) 123 295 5.286.143,996 100,00 % 127 (48) +4 (Vakanzen) Wahlbeteiligung von 11.285.686 Wahlberechtigten 5.370.831 47,59 %

Zur Erklärung der Nachkommastellen, siehe Wahlen in Japan#Stimmabgabe.

Weblinks Präfekturverwaltung Tokio: Wahlaufsichtskommission, (japanisch) Wahlspecials großer Nachrichtenmedien: NHK, Yomiuri, Asahi, Nikkei

Einzelnachweise

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