Die Schmalspurbahnen des Kodeis 18 waren Feldbahnen des deutschen Kommandeurs der Eisenbahnpioniere 18 im Gebiet zwischen Saint-Quentin und Laon an der Westfront des Ersten Weltkriegs.Leistungskarte der Schmalspurbahnen vor der französischen Frontgrenze im Ersten Weltkrieg von Saint-Quentin bis Laon. Geheim, Nr. 87, 1917.

Geschichte Erster Weltkrieg Die Voll-, Klein- und Feldbahnen, Umschlagstellen und Stationierungen sowie die Front- und Armeegrenzen sind auf einer vom Kodeis 18 erstellten 89 × 83 cm großen Karte im Maßstab 1:80.000 eingezeichnet, die im Staatsarchiv Wertheim archiviert wird.

Die Leistungsfähigkeit der Feldbahnstrecken und Bahnhöfe wurde in Tonnen pro Tag angegeben. Auf der leistungsfähigsten Strecke (westlich von Bohain-en-Vermandois) konnten bis zu 3800 t Güter pro Tag transportiert werden, und im größten Umschlagbahnhof (westlich von Mont-d'Origny) konnten bis zu 1400 t Güter pro Tag von Normalspurgüterwagen auf Feldbahnwagen umgeladen werden. Bei gleichzeitiger Inanspruchnahme aller Betriebsmittel und Strecken verminderte sich die Leistungsfähigkeit der einzelnen Strecken unter Umständen bis zu 50 %.

Nachkriegszeit Als in der Nachkriegszeit nach 1918 für den Wiederaufbau viel Stahl benötigt wurde, wurden die Feldbahngleise abgebaut und die über die Feldbahnen angelieferten Munitionsvorräte kontrolliert zur Explosion gebracht. Private Unternehmer übernahmen im Auftrag der öffentlichen Hand die Zerstörung der Munitionsarsenale und die Verwertung des Altmetalls gegen eine Gebühr pro verkaufter Tonne Metall. Clere & Schwander und mindestens zehn weitere Unternehmen waren an diesem Auftrag beteiligt. Das war aber riskant und verursachte für den Staat hohe Kosten.

In der Umgebung von Vaudoncourt konnten die Trichter und andere Spuren, die die industrielle Munitionsentschärfung in der Landschaft hinterlassen hat und die noch auf Luftbildern aus dem Jahr 1987 zu sehen sind, nicht ignoriert werden, bevor die Flurbereinigung diese Flächen wieder in landwirtschaftlich genutzte Flächen verwandelt hat. In Ermangelung angemessener regulatorischer Instrumente sind die Aktivitäten der Nachkriegszeit nicht ausreichend aufgelistet und in Verwaltungsdokumenten nur unzureichend beschrieben. Die meisten dieser Unternehmen haben ihre Tätigkeit während der Finanzkrise der späten 1920er Jahre eingestellt und die Bewohner der Gegend haben sich an die Spuren gewöhnt, bis sie sie im Laufe der Zeit aus dem Gedächtnis verschwunden sind.Isabelle Masson-Loodts: Les séquelles environnementales.

Historische Fotos Die wichtigsten Brücken, Gebäude und Bahnanlagen der Feldbahnen wurden im Mai 1917 durch die Bayerische Reserve-Eisenbahn-Bau-Kompanie 3 fotografisch dokumentiert:

Foto Beschreibung 150px Umlade-Bahnhof Vadencourt: Ansicht der Baggergrube/Kiesgrube 14. Mai 1917 150px Laderampe im Umladebahnhof Fontaine-Notre-Dame (Feldbahn Fieulaine – Fontaine – Saint-Quentin) Mai 1917 Origny: Lokomotivschuppen West, Feld(bahn)anfangsbahnhof (Feldbahn Origny-Sainte-Benoite – Le Haucourt) 27. Juni 1917 Origny: Wasserstation West (Feldbahn Origny-Sainte-Benoite – Le Haucourt) 25. April 1917 Umladebahnhof Origny (Feldbahn Origny-Sainte-Benoite – Le Haucourt) 21. April 1917 Im Park Homblières27. Juni 1917

Weblinks Kodeis 18 (persönlich) Berichte, Meldungen, Pläne, Pausen usw.). Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Eisenbahntruppen (WK) 582 (07.03 Reserveeisenbahnbaukompanie 3).

Einzelnachweise

Kategorie:Feldbahn in Frankreich