Edmund Freeman Penney (* 26. Juli 1926 in Los Angeles, Kalifornien; † 11. September 2008 ebenda) war ein US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Autor.
Leben Edmund F. Penney wurde 1926 als Sohn des Künstlers Frederick Doyle Penney (1900–1988) und der Malerin und Kunsthistorikerin Janice Lovoos (1903–2007; gebürtige Beck) geboren.Susan M. Trosky (Hrsg.): Contemporary Authors: A Bio-Bibliographical Guide to Current Writers in Fiction, General Nonfiction, Poetry, Journalism, Drama, Motion Pictures, Television, and Other Fields. Vol. 132, Gale Research, 1991, ISBN 0-8103-1964-0, S. 325. Im Zweiten Weltkrieg diente er ab 1944 als Signalman im Quartermaster Corp. und war im Pazifik im Einsatz. Nach seiner Entlassung 1946 besuchte er wieder das College. Mit einer Rede über den Politiker Patrick Henry gewann er 1947 den Hearst National Oratorical College Contest.Radio Life. Ausgabe vom 21. September 1947, S. 39.Congressional Record: Proceedings and Debates of the 80th Congress, First Session. Band 93, Teil 11, 2. April bis 12. Juni 1947, S. A2399. Von 1947 bis 1950 studierte Penney an der University of Southern California und 1949 an der Columbia University.
Penney war bereits als Jugendlicher schauspielerisch tätig. Ab Ende der 1940er Jahre erhielt er auch Rollen in Filmproduktionen, wobei er zu Beginn seiner Karriere mehrheitlich in ungenannten Kleinstrollen besetzt wurde. So trat er unter anderem in Filmen wie Romanze mit Hindernissen, Keinen Groschen für die Ewigkeit und Unter falscher Flagge auf.
Von 1954 bis 1959 unterrichtete er am Los Angeles Conservatory of Music and the Arts. 1956 war Penney an der Entstehung von Cecil B. DeMilles Monumentalfilm Die zehn Gebote als zusätzlicher Autor beteiligt, erhielt aber keinen Credit als Drehbuchautor.The Ten Commandments. In: cecilbdemille.com, abgerufen am 23. März 2025. In einer ungenannten Sprechrolle synchronisierte er im Film den Hohepriester.
Nach einer kurzen Tätigkeit als Vice President of Production bei Filmways 1959 wirkte er von 1961 bis 1966 als Creative Director beim Produktionsunternehmen St. Ives Productions. 1966 gründete er sein eigenes Produktionsunternehmen Edmund Penney Productions.Broadcasting. The Businessweekly of Radio and Television. Ausgabe vom 3. Oktober 1966, S. 72. Von 1968 bis 1974 war Penney als Vice President für Mentor Productions tätig. Ab Ende der 1960er Jahre drehte Penney erste Dokumentarfilme wie den um 1969 mit Bill Cartwright und Sven Walnum gefilmten Angel’s Flight über die gleichnamige Standseilbahn in Los Angeles.Angel’s Flight. In: stock.periscopefilm.com, abgerufen am 23. März 2025. Der von Penney gemeinsam mit Herbert Kline gedrehte Dokumentarfilm Walls of Fire über die Geschichte des mexikanischen Muralismo wurde bei den Golden Globe Awards 1973 mit dem Preis für den Besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.Walls of Fire. In: goldenglobes.com, abgerufen am 23. März 2025. Bei der Oscarverleihung 1974 waren Penny und Gertrude Ross Marks als Produzenten des Films zudem für den Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert.Edmund F. Penney. In: awardsdatabase.oscars.org, abgerufen am 23. März 2025.
Sein gemeinsam mit Sam Peckinpah und John Crawford geschriebenes Drehbuch über einen Goldsucher, der eine Wasserstelle in der Wüste findet, wurde 1970 von Peckinpah unter dem Titel The Ballad of Cable Hogue verfilmt. Mit seiner Mutter Janice Lovoos schrieb Penney eine Biografie über den Künstler Millard Sheets. Zudem erarbeitete er zwei umfangreiche Nachschlagewerke zu Fachbegriffen aus der Medien- und Filmbranche.
Ab der zweiten Hälfte der 1970er Jahre war Penney wieder verstärkt schauspielerisch tätig. Parallel arbeitete für das Produktionsunternehmen Omstar Productions. In den 1980er Jahren trat er unter anderem in Gastrollen in Prime-Time-Soaps wie Dallas, Unter der Sonne Kaliforniens, Falcon Crest und Der Denver-Clan auf. Anfang der 1990er Jahre zog er sich von der Schauspielerei zurück.
Penney war Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, der Writers Guild of AmericaEdmund F. Penney. In: wga.org, abgerufen am 23. März 2025., der Directors Guild of America, der American Federation of Television and Radio Artists und der Screen Actors Guild.
Aus seiner 1952 geschlossenen Ehe mit Evangeli Archer, die 1967 geschieden wurde, ging eine Tochter hervor. In zweiter Ehe war Penney ab 1967 mit der Schauspielerin und Casting-Direktorin Mercedes De Rosario Alberti (1940–2009) verheiratet. Edmund Penney starb am 11. September 2008 im Alter von 82 Jahren in seiner Geburtsstadt Los Angeles.
Filmografie Schauspieler
Regisseur 1969: Angel’s Flight (Dokumentarfilm) 1971: Walls of Fire (Dokumentarfilm, Co-Regie und Produzent) 1972: Ruth St. Denis: The Dancing Prophet (Dokumentarfilm) 1982: The Sky is Falling (Dokumentarfilm) 1998: Alice Asmar, Artist (Dokumentarfilm) 1998: Song of the Basque (Dokumentarfilm)
Drehbuchautor 1970: Abgerechnet wird zum Schluss (The Ballad of Cable Hogue) 1972: Ruth St. Denis: The Dancing Prophet (Dokumentarfilm) 1998: Alice Asmar, Artist (Dokumentarfilm)
Schriften mit Janice Lovoos: Millard Sheets: One-Man Renaissance. Northland Press, Flagstaff, Arizona, 1984, ISBN 978-0-873-58335-0. A Dictionary of Media Terms. Putnam, New York, 1984, ISBN 0-399-12958-8, Digitalisat. The Facts On File Dictionary of Film and Broadcast Terms. Facts On File, Inc., New York, N.Y., 1991, ISBN 0-8160-1923-1, Digitalisat.
Weblinks
Einzelnachweise
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