Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 2025 begannen am 19. April 2025 und endeten am 17. Juni 2025 mit dem 4:2-Erfolg der Florida Panthers gegen die Edmonton Oilers. Die Panthers gewannen damit ihren zweiten Stanley Cup der Franchise-Geschichte, nachdem sie bereits im Vorjahr im Finale – ebenfalls gegen die Oilers – mit 4:3 erfolgreich gewesen waren. Es kam somit zu einer Wiederauflage des Vorjahresfinals, was zuletzt in den Jahren 2008 und 2009 geschehen war. Die Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler erhielt Sam Bennett von den Panthers, während die Oilers in Person von Leon Draisaitl den Topscorer der Playoffs stellten (punktgleich mit Connor McDavid).

Modus Nachdem sich aus jeder Division die drei punktbesten Teams sowie die zwei Wildcard-Teams der jeweiligen Conference qualifiziert haben, starteten die im K.-o.-System ausgetragenen Playoffs. Die Divisionssieger trafen dabei in der ersten Runde auf die Wildcard-Teams der jeweiligen Conference, wobei der Divisionssieger mit den meisten Punkten auf das schlechtere der beiden Wildcard-Teams traf. Die übrigen Paarungen des Conference-Viertelfinals wurden divisionsintern unter den zweit- und drittplatzierten Teams ausgetragen.

Jede Conference spielte in der Folge im Conference-Viertelfinale, Conference-Halbfinale und im Conference-Finale ihren Sieger aus, der dann im Finale um den Stanley Cup antrat. Alle Serien jeder Runde wurden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team vier Siege zum Erreichen der nächsten Runde benötigte. Das höher gesetzte Team hatte dabei in den ersten beiden Spiele Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselte das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hatte die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil. Der Sieger der Eastern Conference wurde mit der Prince of Wales Trophy ausgezeichnet und der Sieger der Western Conference erhielt die Clarence S. Campbell Bowl.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden blieben, folgte die Overtime, die im Gegensatz zur regulären Saison mit fünf Feldspielern gespielt wurde. Zudem endete sie durch das erste Tor (Sudden Death) und nicht, wie in der regulären Saison üblich, mit einem Shootout.

Qualifizierte Teams Eastern Conference Atlantic Division A1: Toronto Maple Leafs A2: Tampa Bay Lightning A3: Florida Panthers

Metropolitan Division M1: Washington Capitals M2: Carolina Hurricanes M3: New Jersey Devils

Wild Cards EWC1: Ottawa Senators EWC2: Canadiens de Montréal Western Conference Central Division C1: Winnipeg Jets C2: Dallas Stars C3: Colorado Avalanche

Pacific Division P1: Vegas Golden Knights P2: Los Angeles Kings P3: Edmonton Oilers

Wild Cards WWC1: Minnesota Wild WWC2: St. Louis Blues

Playoff-Baum

Conference-Viertelfinale Eastern Conference (A1) Toronto Maple Leafs – (EWC1) Ottawa Senators Zwischen den Toronto Maple Leafs und den Ottawa Senators kam es in der ersten Runde mit dem „Battle of Ontario“ zum Aufeinandertreffen zweier Lokalrivalen, die sich zuletzt im Jahre 2004 in den Playoffs gegenübergestanden hatten. Toronto entschied dieses insgesamt fünfte Playoff-Duell als Gewinner der Atlantic Division und Favorit mit 4:2 für sich. Offensiv überzeugten dabei vor allem William Nylander (9 Scorerpunkte) und Mitchell Marner (8) auf Seiten der Maple Leafs sowie Brady Tkachuk (7) für die Senators. Im Tor parierte Anthony Stolarz für Toronto 90,1 % der Schüsse auf sein Tor und übertraf damit Ottawas Linus Ullmark (88,0 % Fangquote), dem dafür jedoch ein Shutout gelang.

(A2) Tampa Bay Lightning – (A3) Florida Panthers Zum vierten Mal in den letzten fünf Jahren trafen in den Playoffs die Tampa Bay Lightning auf die Florida Panthers, was mit einem 4:1-Erfolg der Panthers den gleichen Ausgang wie im Vorjahr nahm. Insgesamt war dies das sechste, als „Battle of Florida“ stilisierte Aufeinandertreffen der beiden Lokalrivalen in den Playoffs, wobei die Panthers als amtierender Stanley-Cup-Sieger in diese Serie gingen. Beste Scorer wurden Sam Reinhart für die Panthers und Jake Guentzel für die Lightning mit jeweils sechs Punkten. Im Duell der russischen Torhüter übertraf Sergei Bobrowski (90,1 %) sein Gegenüber Andrei Wassilewski (87,2 %) in puncto Fangquote.

(M1) Washington Capitals – (EWC2) Canadiens de Montréal Zum erst zweiten Mal nach 2010 trafen in der Postseason erneut die Washington Capitals auf die Canadiens de Montréal, wobei sich die „Caps“ als Conference-Sieger und Favorit mit 4:1 durchsetzten. Auf Seiten Washingtons überzeugten dabei vor allem Dylan Strome mit neun Scorerpunkten und Alexander Owetschkin mit vier Treffern, während Rookie-Verteidiger Lane Hutson mit fünf Punkten bester Scorer der Canadiens wurde. Im Tor wiederum übertraf Logan Thompson für die Capitals mit einer Fangquote von 92,3 % das Tandem der Canadiens um Sam Montembeault (90,8) und Jakub Dobeš (88,1 %) deutlich.

(M2) Carolina Hurricanes – (M3) New Jersey Devils Im Duell der Metropolitan Division setzten sich die Carolina Hurricanes deutlich mit 4:1 gegen die New Jersey Devils durch. Beide Teams trafen dabei zum sechsten Mal in den Playoffs aufeinander, wobei die Hurricanes nun zum fünften Mal erfolgreich waren. Bester Scorer der Serie, die in zwei Spielen die doppelte Overtime benötigte, wurde Carolinas Kapitän Sebastian Aho mit acht Punkten. Auf Seiten der Devils traf Nico Hischier vier Mal, während kein Akteur auf mehr als vier Scorerpunkte kam. Die Torhüter beider Seiten zeigten überdurchschnittliche Leistungen, wobei Frederik Andersen (93,6 % Fangquote) der Hurricanes sein Gegenüber Jacob Markström (91,1 %) übertraf, allerdings ab Mitte des vierten Spiel verletzungsbedingt durch Pjotr Kotschetkow (90,0 %) ersetzt werden musste.

Western Conference (C1) Winnipeg Jets – (WWC2) St. Louis Blues Die Winnipeg Jets, das mit der Presidents’ Trophy geehrte punktbeste Team der regulären Saison, trafen in der ersten Runde auf die St. Louis Blues, wobei die Mannschaften sich zum zweiten Mal nach 2019 in den Playoffs gegenüberstanden. Die Jets setzten sich dabei knapp mit 4:3 durch, wobei es im siebten Spiel die doppelte Overtime benötigte. Außerdem gelang ihnen dabei in Person von Cole Perfetti der Ausgleich erst mit drei Sekunden verbleibender Spielzeit, was einen NHL-Rekord für ein Spiel 7 darstellte, den zuvor Matt Cooke (2004) innehatte. Bester Scorer der Serie wurde Kyle Connor von den Jets mit 12 Punkten, der auch die gesamte erste Runde (gemeinsam mit Mikko Rantanen, Dallas) anführte. Ihm folgte Cam Fowler von den Blues mit 10 Punkten. Insgesamt erzielten die Blues mit 27:21 Treffern sogar deutlich mehr Tore als die Jets, was unter anderem an Winnipegs Torhüter Connor Hellebuyck lag, der nicht annähernd an seine herausragenden Leistungen der Hauptrunde anknüpfen konnte. Er parierte nur 83 % der Schüsse auf sein Tor und wurde in drei Partien durch Eric Comrie ersetzt. Auf Seiten der Blues beendete Jordan Binnington die Serie mit einer Fangquote von 90,1 %. Auffällig war zudem, dass alle sieben Partien durch das Heimteam gewonnen wurden.

(C2) Dallas Stars – (C3) Colorado Avalanche In der Central Division trafen die Dallas Stars und auf die Colorado Avalanche, was zum siebten Mal in der Playoff-Historie sowie zum zweiten Mal in Folge geschah. Wie im Vorjahr setzten sich die Stars dabei durch, wobei sie über die volle Distanz von sieben Partien zu einem 4:3-Erfolg gehen mussten. Besondere mediale Aufmerksamkeit erfuhr dabei Mikko Rantanen der Stars, der die Serie und die gesamte erste Runde (gemeinsam mit Kyle Connor, Winnipeg) mit 12 Punkten anführte. Zum einen, weil er bis Mitte der Saison viele Jahre für die Avalanche aktiv gewesen war, und zum anderen, weil ihm als erster Spieler der NHL-Historie ein Hattrick im letzten Spieldrittel eines entscheidenden siebten Spiels gelang. Bester Scorer der Avalanche wurde derweil Nathan MacKinnon mit elf Punkten. Im Tor übertraf Jake Oettinger für die Stars (Fangquote 91,1 %) sein Gegenüber Mackenzie Blackwood (89,2 %) deutlich.

(P1) Vegas Golden Knights – (WWC1) Minnesota Wild Zum zweiten Mal nach 2021 spielten in den Playoffs die Vegas Golden Knights gegen die Minnesota Wild, wobei sich Vegas mit 4:2 durchsetzte. Bester Scorer der Serie wurde Kirill Kaprisow von den Wild mit neun Scorerpunkten, gefolgt von Matthew Boldy mit sieben, ebenfalls auf Seiten Minnesotas. Die Golden Knights überzeugten derweil eher mit der Breite des Kaders, so erzielten alle außer ein Feldspieler mindestens einen Scorerpunkt, wobei Tomáš Hertl (5) das Team anführte. Rein statistisch war Minnesota auch auf der Torhüterposition überlegen, so parierte Filip Gustavsson 91,3 % der Schüsse auf sein Tor, gegenüber der Fangquote von 88,0 % bei Adin Hill. Gustafsson wurde im fünften Spiel kurzzeitig verletzungsbedingt durch Marc-André Fleury ersetzt, der mit dem Ende dieser Serie seine aktive Karriere ebenfalls für beendet erklärte.

(P2) Los Angeles Kings – (P3) Edmonton Oilers In der Pacific Division standen sich die Los Angeles Kings und die Edmonton Oilers gegenüber, zum elften Mal in der Playoff-Geschichte und dabei zum bereits vierten Mal in Folge. Ebenso wie in den drei Begegnungen zuvor, insgesamt sogar zum sechsten Mal in Folge, gewannen dabei die Oilers, letztlich mit 4:2, obwohl die Kings bereits mit 2:0 in der Serie geführt hatten. Wie in den letzten Jahren üblich überzeugten dabei auf Seiten der Oilers vor allem Connor McDavid (11 Scorerpunkte) und Leon Draisaitl (10), während dies für die Kings vor allem Adrian Kempe (10) und Anže Kopitar (9) waren. Edmonton setzte im Tor nach den zwei Niederlagen zu Beginn nicht mehr auf Stuart Skinner (81,0 % Fangquote), wobei sich Calvin Pickard (89,3 %) danach mit Darcy Kuemper (88,9 %) auf Seiten der Kings auf Augenhöhe begegnete.

Conference-Halbfinale Eastern Conference (A1) Toronto Maple Leafs – (A3) Florida Panthers Zum zweiten Mal nach 2023, damals ebenfalls im Conference-Halbfinale, trafen die Toronto Maple Leafs in den Playoffs auf die Florida Panthers. Die Panthers setzten sich dabei mit 4:3 durch, womit die Maple Leafs zum siebten Mal in Folge ein entscheidendes siebtes Spiel einer Serie verloren. In der Offensive überzeugte für Florida vor allem Neuzugang Brad Marchand mit acht Scorerpunkten, der in den Vorjahren noch mit den Boston Bruins regelmäßig gegen Toronto gewonnen hatte. Zudem verzeichnete Eetu Luostarinen sieben Punkte, während bei Toronto William Nylander und Max Pacioretty (je 6) als beste Scorer in Erscheinung traten. Die Panthers setzten im Tor wie gewohnt auf Sergei Bobrowski, der 90,2 % der Schüsse auf sein Tor parierte und einen Shutout verzeichnete. Dem gegenüber kam Joseph Woll für die Maple Leafs nur auf eine Fangquote von 88,6 %, bei ebenfalls einem Spiel ohne Gegentor.

(M1) Washington Capitals – (M2) Carolina Hurricanes Zum zweiten Mal nach 2019 standen sich in den Playoffs die Washington Capitals und Carolina Hurricanes gegenüber, wobei sich Carolina deutlich mit 4:1 durchsetzte. Auf Seiten der Hurricanes überzeugte Seth Jarvis mit fünf Scorerpunkten sowie Andrei Swetschnikow mit drei Treffern. Auf Seiten der Capitals kam, in einer insgesamt defensiv geführten Serie, kein Akteur über zwei Scorerpunkte. Zugleich zeigten beide Torhüter starke Leistungen, wobei Frederik Andersen für die Hurricanes mit 93,7 % gehaltener Schüsse und einem Shutout sein Gegenüber Logan Thompson (91,2 %) deutlich übertraf.

Western Conference (C1) Winnipeg Jets – (C2) Dallas Stars