Die Kameliendame (franz.: La Dame aux camélias, italienisch: La storia vera della signora dalle camelie) ist ein französisch-italienisches Filmdrama aus dem Jahr 1981 unter der Regie von Mauro Bolognini mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle. Er erzählt die tatsächliche Geschichte von Alphonsine Plessis, die eine berühmte Kurtisane in Paris wurde und als Inspiration für den Roman La Dame aux camélias von Alexandre Dumas, fils diente, der wiederum zur Vorlage für zahlreiche Theaterstücke, Opern, Ballette und Filme wurde.

Uraufführung am 11. März 1981, Parishttps://www.filmportal.de/film/die-kameliendame_0c8f97571ae1478b94b1a9aef98952cb. Erstaufführung im bundesrepublikanischen Kino fand am 26. Juni 1981 statthttps://www.wunschliste.de/spielfilm/die-kameliendame-1980, im Kino der DDR am 23. Dezember 1982, sowie am 24. Juli 1983 DFF 1 und im ZDF am 7./8. August 1983.https://www.filmdienst.de/film/details/16262/die-kameliendame-1980

Handlung Alphonsine, die ohne Mutter in absoluter Armut aufwächst, geht allein nach Paris und findet dort Arbeit als Näherin. Abends arbeiten die meisten der Mädchen, mit denen sie zusammenarbeitet, als Prostituierte, aber eines ist Garderobiere in der Oper und nimmt sie mit, um ihr zu helfen. Der Anblick der gehobenen Gesellschaft weckt in ihr den Wunsch, sich zu vergnügen. Als Analphabetin, deren einziger Vorteil ihr Körper ist, wird sie bald die Geliebte eines jungen Adligen. Von ihm geht sie zu einem wohlhabenden alten Aristokraten und brennt dann mit dem Grafen de Perregaux nach England durch, der sie dort heiratet. Obwohl er sie zur Gräfin macht und sie auf den Geschmack des Opiums bringt, stellt er fest, dass die Ehe nichts für ihn ist, und lässt ihr die Freiheit, ihr eigenes Leben zu führen. Da es ihr nie an Verehrern mangelt, wird sie zu einer der berühmtesten Kurtisanen von Paris, die sogar Franz Liszt anzieht. Zu den vielen, die von ihrem Ruhm und ihrem Charme beeindruckt sind, gehört auch der junge Schriftsteller Alexandre Dumas, Sohn des berühmten Schriftstellers Alexandre Dumas, Vater. Er überredet sie, eine Zeit lang bei ihm auf dem Land zu bleiben, in der Hoffnung, dass dies ihre Tuberkulose lindert und ihre wilden Ausgaben eindämmt. Aber sie will so leben, wie sie gelebt hat, und kehrt in ihre Pariser Welt zurück. 1847 stirbt sie im Alter von 23 Jahren und hinterlässt große Schulden. Alexandre macht aus ihrer Geschichte einen Roman, der zu einem Welterfolg wird.https://www.moviepilot.de/movies/die-kameliendame--2

Rezeption Filmdienst.de urteilt, der Kostümfilm über das Leben und Schicksal der Kameliendame sei opulent und dekadent gestaltet. Streckenweise drohe er in der Schwülstigkeit des Fin de Siècle zu ersticken. Die sozial- und gesellschaftskritischen Akzente verlören sich immer wieder in Melodramatik, Plüsch und Kitsch. Hervorragend sind dagegen die Darsteller.https://www.filmdienst.de/film/details/16262/die-kameliendame-1980

Der Spiegel schrieb 1981, überlange Kinofilme wie diese Kameliendame-Verfilmung von Mauro Bolognini seien letztlich nur geraffte Fassungen noch längerer TV-Serien. Das belichtete Zelluloid werde damit gleich doppelt verwertet. Im Kino dauere die Inszenierung mit Isabelle Huppert, Bruno Ganz und Gian Maria Volonté zwei Stunden, als Fernseh-Dreiteiler ziehe sich die Schwindsuchts-Schnulze noch eine Stunde länger hin. Der Film sei eine pompöse Plattitüde.https://www.spiegel.de/kultur/unsterbliche-kameliendame-a-a37019a5-0002-0001-0000-000014343568

Weblinks

Die Kameliendame 1981 (deutscher Trailer)

Einzelnachweise

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