mini|Nanyo Shrine Enshrinement Festival in Palau, 20. November 1940. Nanyo Shrine ( Nan’yō-jinja) war ein Shinto-Schrein auf der Insel Koror in Palau. Er war der Ichi-no-miya (höchstrangige Schrein) der Regierung des Südseemandats, eines vom Völkerbund verwalteten Mandatsgebiets unter japanischer Verwaltung. Er wurde 1940 gegründet und der Verehrung von Amaterasu-Ōmikami gewidmet.Mark R. Peattie: Nanʻyō: the rise and fall of the Japanese in Micronesia, 1885–1945. (Google Books) 1988: S. 226.

Geschichte Der Prozess, der zur Errichtung des Schreins führte, begann Mitte der 1930er Jahre, als die regionale Planungsbehörde (Nan’yō Takushoku) mit der Japanisierung Mikronesiens beauftragt wurde.Guichard-Anguis, Sylvie & al.: Japanese Tourism and Travel Culture. (Google Books) 2009: S. 181. Der Hauptbefürworter des Schreins war Domoto Teiichi, der seit 1936 Privatsekretär des Gouverneurs des Südsee-Mandats war.

Die Einweihungszeremonien dauerten drei Tage, vom 1. bis 3. November 1940 (Showa 15, 1.–3. Tag des 11. Monats). Der Schrein wurde in Koror errichtet, da dies die japanische Kolonialhauptstadt war. Von Anfang an wurde der Nan’yō-Schrein offiziell als einer der Kanpei-taisha (官幣大社) eingestuft, was bedeutet, dass er zu den staatlich geförderten Schreinen erster Ordnung gehörte.Mark R. Peattie: Nanʻyō: the rise and fall of the Japanese in Micronesia, 1885–1945. (Google Books) 1988: S. 225–229. Der Schrein wurde von der japanischen Regierung als „Schritt vorwärts im heiligen Vorhaben des Aufbaus einer Neuen Ostasiatischen Ordnung“ erbaut.„a step forward in the sacred task of constructing a New East Asian Order.“ Mark R. Peattie, Nanʻyō: the rise and fall of the Japanese in Micronesia, 1885–1945. (Google Books) 1988: S. 229.

Als die Alliierten Ende 1944 Palau bedrohten, wurden die Kami und die heiligen Symbole des Schreins per U-Boot nach Japan evakuiert. Der Schrein blieb von den amerikanischen Bombenangriffen unversehrt, doch Japans Niederlage im Zweiten Weltkrieg beendete seine Verwaltung. Der Schrein wurde abgebaut, um die Materialien für den Wiederaufbau von Koror zu verwenden. Lediglich die Steinstufen zur oberen Plattform und die Steinlaternen sind erhalten geblieben.Mark R. Peattie, Nanʻyō: the rise and fall of the Japanese in Micronesia, 1885–1945. (Google Books) 1988: S. 339 n61.

Im Jahr 1983 wurden Pläne für einen Wiederaufbau des Schreins an seinem früheren Standort entwickelt, und eine Miniaturreplik des ursprünglichen Schreins wurde 1993 mit der Finanzierung privater Sponsoren aus Japan fertiggestellt.南洋神社, Asahi Shimbun, asahi-net.or.jp 21. September 2009.

Weblinks

Einzelnachweise

Literatur Guichard-Anguis, Sylvie and Okpyo Moon: Japanese Tourism and Travel Culture. London: Taylor & Francis 2009. ISBN 978-0-415-47001-8 Mark Peattie: Nan’yō: the Rise and Fall of the Japanese in Micronesia, 1885–1945. Honolulu: University of Hawaii Press 1988. ISBN 978-0-8248-1087-0; OCLC 16578691

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