Kaindorf ist eine Ortschaft in der Gemeinde Weitensfeld im Gurktal im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).

Lage mini|Harder, Kaindorf Nr. 8 Kaindorf liegt am Talboden des Gurktals zwischen Altenmarkt und Weitensfeld, teils in der Katastralgemeinde Linder, teils in der Katastralgemeinde Altenmarkt.

Die Ortschaft besteht überwiegend aus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts errichteten Einfamilienhaussiedlungen. An Vulgonamen aus der ursprünglichen Streusiedlung werden die Meritscher Hube (Neritscher, Nr. 1), Brucker Hube (Nr. 3), Glanzer Hube (Nr. 5), Strutz Hube (Nr. 7), Harder Gut (Nr. 8) und Flottbauerhube (Flotthube, Nr. 17) geführt.

Geschichte Gut Pruk (Vorläufer der Brucker Hube) wurde 1404 erwähnt.Österreichische Urbare, Band 3, Teil 1. 1951. S. 196.

Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam Kaindorf an die Gemeinde Weitensfeld.

Am 27. Juli 1934 kam es in Kaindorf zu einer 20-minütigen Schießerei zwischen aus dem oberen Gurktal in Richtung Weitensfeld vorrückenden nationalsozialistischen Putschisten und einer Heimwehreinheit. In diesem verlustreichsten Einzelgefecht des Juliputsches fielen sieben Aufständische und zwei Heimwehrmänner.Kurt Bauer: Elementar-Ereignis: die österreichischen Nationalsozialisten und der Juliputsch 1934. Czernin 2003. S. 277f.

Bei der Kärntner Gemeindestrukturreform von 1973 kam Kaindorf an die damals neu errichtete Gemeinde Weitensfeld-Flattnitz, bei deren Auflösung 1991 wieder zur Gemeinde Weitensfeld im Gurktal.

Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1846: 6 Häuser, 40 EinwohnerEugen Huhn: Topographisch-statistisch-historisches Lexikon von Deutschland, eine vollständige deutsche Landes-, Volks- und Staatskunde. Dritter Band. Bibliographisches Institut, 1846. S. 494. 1869: 8 Häuser, 86 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 69. 1880: 10 Häuser, 118 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 55. 1890: 9 Häuser, 112 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 56. 1900: 10 Häuser, 127 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 74. 1910: 12 Häuser, 148 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 38. 1923: 11 Häuser, 114 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 16. 1934: 98 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 16. 1961: 18 Häuser, 111 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 255. 2001: 54 Gebäude (davon 52 mit Hauptwohnsitz) mit 65 Wohnungen und 65 Haushalten; 205 Einwohner und 10 Nebenwohnsitzfälle; 8 Arbeitsstätten, 16 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 126. 2011: 55 Gebäude, 166 Einwohner, 69 Haushalte, 14 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 48. 2021: 56 Gebäude, 150 Einwohner, 61 Haushalte, 27 Arbeitsstätten

Persönlichkeiten Valentin Frisur († 1861), Bürgermeister von Weitensfeld Rudolf Mattersdorfer (1856–1943), Landtagsabgeordneter in Kärnten

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Weitensfeld im Gurktal) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan