Die Baskenland-Rundfahrt 2025 war die 64. Austragung des spanischen Etappenrennens. Das Radrennen fand vom 7. bis zum 12. April im Rahmen von sechs Etappen statt und ist Teil der UCI WorldTour 2025.

Der Gesamtsieg ging an den Portugiesen João Almeida (UAE Team Emirates-XRG), der sich mit einem Vorsprung von einer Minute und 52 Sekunden vor Enric Mas (Movistar Team) durchsetzte. Gesamtdritter wurde Maximilian Schachmann (Soudal Quick-Step) mit einem Rückstand von einer Minute und 59 Sekunden. In der Nachwuchswertung setzte sich der 21-jährige Mexikaner Isaac Del Toro (UAE Team Emirates-XRG) durch. Neben der Gesamtwertung sicherte sich João Almeida auch die Punktewertung, während der Franzose Bruno Armirail (Decathlon AG2R La Mondiale Team) die Bergwertung gewann. Die Mannschaftswertung ging an die Soudal Quick-Step Mannschaft.

Streckenführung Insgesamt mussten die Fahrer auf den sechs Etappen 868,2 Kilometer zurücklegen. Es standen ein Einzelzeitfahren und fünf hüglige Etappen auf dem Programm, die keine Bergankunft beinhalteten. Die Rundfahrt begann mit einem flachen Zeitfahren in der baskischen Hauptstadt Vitoria-Gasteiz, ehe das Rennen tags drauf mit einem großteils flachen Abschnitt in Pamplona, der Hauptstadt von Navarra, fortgesetzt wurde. Am dritten Etappentag kehrte die Rundfahrt ins Baskenland zurück und es folgten drei hüglige Abschnitte, die teils steile Schlussanstiege aufwiesen. Als Zielorte dienten Beasain, Markina-Xemein und Gernika. Die abschließende sechste Etappe startete und endete in Eibar und beinhaltete sieben Bergwertungen, wobei die letzte rund 20 Kilometer vor dem Ziel passiert wurde. Der höchste Punkt der Rundfahrt war der Puerto de Santa Ageda einer Höhe von 701 Metern, nachdem die Alto de la Olvia (791 m) aus dem Programm genommen wurde. Etappe Datum Strecke Typ km1Mo, 7. April 2025Vitoria-Gasteiz – Vitoria-GasteizEinzelzeitfahren16,52Di, 8. April 2025Pamplona – LodosaMittelgebirgsetappe186,63Mi, 9. April 2025Zarautz – BeasainMittelgebirgsetappe156,34Do, 10. April 2025Beasain – Markina-XemeinMittelgebirgsetappe169,65Fr, 11. April 2025Orduña – GernikaMittelgebirgsetappe172,46Sa, 12. April 2025Eibar – EibarMittelgebirgsetappe153,6Gesamtdistanz:855

Reglement Im Rahmen der 64. Auflage wurden Trikots für die Gesamtwertung (gelb), Punktewertung (grün), Bergwertung (weiß mit roten Punkten) und Nachwuchswertung (blau) vergeben. Zusätzlich gab es eine Teamwertung und eine Auszeichnung des aktivsten Fahrers.

Für die Teamwertung wurden die Zeiten der drei besten Fahrer pro Etappe zusammengezählt. Während der Etappen gab es die Möglichkeit, Zeitbonifikationen zu gewinnen, um sich in der Gesamtwertung zu verbessern. Die Vergabe der Sekunden sowie der Punkte für die Punkte- und Bergwertung der letztjährigen Austragung wird in der folgenden Tabelle erklärt: 1.2.3.4.5.6.7.8.9.10.11.12.13.14.15.PlatzPunktewertungZielankunft252016141210987654321PunkteZwischensprint1064Bergwertung1. Kategorie10864212. Kategorie64213. Kategorie321BonussekunundenZielankunft1064SekundenZwischensprint321

Teilnehmende Mannschaften und Fahrer Neben den 18 UCI WorldTeams gingen auch 6 UCI ProTeams bei der Rundfahrt an den Start. Für jedes Team waren sieben Fahrer startberechtigt.

Als Favoriten galten: João Almeida, Brandon McNulty, Marc Soler, Isaac Del Toro (alle UAE Team Emirates-XRG), Enric Mas (Movistar Team), Sepp Kuss, Wilco Kelderman, Ben Tulett (alle Team Visma-Lease a Bike), Mattias Skjelmose Jensen (Lidl-Trek), Florian Lipowitz, Daniel Felipe Martínez, Alexander Wlassow, Maxim Van Gils, Finn Fisher-Black (alle Red Bull-Bora-hansgrohe), Santiago Buitrago, Pello Bilbao (beide Bahrain Victorious), Oscar Onley (Team Picnic PostNL), Eddie Dunbar (Team Jayco AlUla), Ilan Van Wilder, Maximilian Schachmann (beide Soudal Quick-Step), Romain Grégoire (Groupama-FDJ), Ben Healy (EF Education-EasyPost), Clément Champoussin (XDS Astana Team) und Ion Izagirre (Cofidis).

Hinzu kamen endschnelle Fahrer wie Caleb Ewan (Ineos Grenadiers), Thibau Nys (Lidl-Trek), Julian Alaphilippe, Marc Hirschi (beide Tudor Pro Cycling Team), Ethan Hayter (Soudal Quick-Step), Axel Laurance (Ineos Grenadiers), Axel Zingle (Team Visma-Lease a Bike) und Alex Aranburu (Cofidis), die als potentielle Etappensieger galten. UCI WorldTeamsUCI ProTeamsADCIGDDFPBBHARKGFCTVLCJRTBVLTKUADEKPCOFMOVXATEUSDATRBHTENEFESOQTUDGFCJAY

Rennverlauf und Ergebnisse Das Zeitfahren der 1. Etappe gewann der Deutsche Maximilian Schachmann (Soudal Quick-Step), der sich mit einem Vorsprung von 54 Hundertstel vor João Almeida (UAE Team Emirates-XRG) durchsetzte. Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) wurde mit einem Rückstand von einer Sekunde Dritter. Die meisten Gesamtklassement-Fahrer verloren weniger als eine Minute, wobei Julian Alaphilippe (Tudor) und Enric Mas (Movistar) etwas mehr Zeit einbüßten. Zu den Verlierern des Tages zählte Sepp Kuss (Visma-Lease a Bike), der fast eineinhalb Minuten auf den Tagessieger verlor.

Die 2. Etappe endete in einem Massensprint, den der Australier Caleb Ewan (Ineos Grenadiers) vor Luca Van Boven (Intermarché-Wanty) und Bastien Tronchon (Decathlon AG2R La Mondiale) gewann. In der Gesamtwertung brachte der großteils flache Abschnitt keine nennenswerten Veränderungen.

Auf der hügligen 3. Etappe kam es zu den ersten größeren Zeitabständen, wobei sich der Anstieg von Mandubia (541 m) etwa zur Hälfte des Rennens unter dem Tempo-Diktat des UAE Team Emirates-XRG als äußerst selektiv erwies. Rund 55 Kilometer vor dem Ziel setzte sich Marc Soler (UAE Team Emirates-XRG) gemeinsam mit Clément Berthet (Decathlon AG2R La Mondiale) und Rudy Molard (Groupama-FDJ) vom stark reduzierten Hauptfeld ab, in dem sich zu diesem Zeitpunkt nur noch rund 30 Fahrer befanden. Das Trio fuhr einen Vorsprung von einer Minute heraus, ehe sich Clément Berthet am vorletzten Anstieg als Solist absetzte. Der Franzose wurde erst auf dem letzten Anstieg gestellt, ehe João Almeida kurz vor der abschließenden Abfahrt antrat und sich gemeinsam mit Alex Aranburu (Cofidis) von den restlichen Fahrern absetzte. Rund zwei Kilometer vor dem Ziel versteuerte sich João Almeida in einem Kreisverkehr, wodurch Alex Aranburu mit einem Vorsprung von wenigen Metern als Solist an der Spitze verblieb. Der spanische Meister gewann die Etappe im Anschluss mit einem Vorsprung von drei Sekunden, wobei er kurzzeitig disqualifiziert wurde, da er einen weiteren Kreisverkehr irregulär durchfahren hatte. Später wurde ihm der Sieg jedoch wieder zugesprochen. Hinter Alex Aranburu folgte eine neun Fahrer umfassende Gruppe, in der sich Romain Grégoire (Groupama-FDJ) im Sprint um die weiteren Bonussekunden vor dem Gesamtführenden Maximilian Schachmann durchsetzte. Weiters wurden João Almeida, Enric Mas, Mattias Skjelmose Jensen (Lidl-Trek), Wilco Kelderman (Visma-Lease a Bike), Florian Lipowitz, Steff Cras (TotalEnergies) und Ilan Van Wilder (Soudal Quick-Step) wurden mit derselben Zeit gewertet. Zu das Verlieren des Tages zählten Julian Alaphilippe (Tudor), Oscar Onley (Picnic PostNL), Santiago Buitrago (Bahrain Victorious) die 49 Sekunden auf den Etappensieger einbüßten. Weitere Fahrer wie Isaac Del Toro, Brandon McNulty, Marc Soler (beide UAE Team Emirates-XRG), Alexander Wlassow, Finn Fisher-Black, Maxim Van Gils (beide Red Bull-Bora-hansgrohe), Sepp Kuss, Ben Tulett (beide Visma-Lease a Bike), Eddie Dunbar (Jayco AlUla), Ben Healy (EF Education-EasyPost) verloren hingegen Minuten und fielen im Gesamtklassement weit zurück. Nach drei Tagen lag Maximilian Schachmann nun vier Sekunden vor Florian Lipowitz und João Almeida, da sich ersterer beim zweiten Zwischensprint eine Bonussekunde gesichert hatte.

Auf der 4. Etappe setzte sich João Almeida im Schlussanstieg rund 13 Kilometer vor dem Ziel von den restlichen Fahrern ab. Er gewann die Etappe mit einem Vorsprung von 28 Sekunden und übernahm zugleich die Gesamtführung. Hinter dem Portugiesen belegte sein Teamkollege Isaac Del Toro den zweiten Rang, gefolgt von Maximilian Schachmann. Mit Ausnahme von Steff Cras (TotalEnergies) und Romain Grégoire erreichten alle Favoriten das Ziel in der ersten Verfolgergruppe, wobei letztere fast fünf Minuten verlor. João Almeida übernahm nun das Gelbe Trikot und liegt 30 Sekunden vor Maximilian Schachmann. Florian Lipowitz wies als Gesamtdritter einen Rückstand von 38 Sekunden auf.

Die 5. Etappe gewann der Ire Ben Healy (EF Education-EasyPost) nach einem Solo über 56 Kilometer. Er erreichte das Ziel mit einem Vorsprung von einer Minute und 47 Sekunden, wobei er in der Gesamtwertung aufgrund der vorangegangenen Etappen keine Rolle mehr spielte. Platz zwei ging an Axel Laurance (Ineos Grenadiers), der den Zielstrich eine Sekunde vor der ersten großen Gruppe überquerte. Im Sprint um Platz drei setzte sich Simone Velasco (XDS Astana) im Kampf um die verbliebenen Zeitbonifikationen durch. In der Gesamtwertung kam es zu keinen nennenswerten Veränderungen.

Auf dem abschließenden 6. Abschnitt fixierte João Almeida mit seinem zweiten Etappensieg seinen ersten Gesamtsieg für das UAE Team Emirates-XRG. Er setzte sich dabei im Sprint vor Enric Mas durch, der auf den zweiten Gesamtrang vorrückte. Als erster Verfolger folgte Ben Healy als Etappendritter mit einem Rückstand von 13 Sekunden. Die meisten weiteren Gesamtklassement-Fahrer folgten mit einem Rückstand von seiner Minute und 19 Sekunden. Schlussendlich gewann João Almeida die Rundfahrt mit einem Vorsprung von einer Minute und 52 Sekunden vor dem Spanier Enric Mas. Maximilian Schachmann rutschte auf den dritten Gesamtrang ab und wies einen Rückstand von einer Minute und 59 Sekunden auf.

Etappe 1: Vitoria-Gasteiz – Vitoria-Gasteiz (16,5 km) Die erste Etappe wurde im Rahmen eines 16,5 Kilometer langen Einzelzeitfahrens ausgetragen, wobei die baskische Hauptstadt Vitoria-Gasteiz als Start- und Zielort diente. Der Start erfolgte vor der Fernando Buesa Arena, ehe die Strecke über die A-4001, A-2134 und A-3008 nach Arzubiaga (541 m) führte, wo nach 4,3 Kilometern eine Bergwertung der 3. Kategorie abgenommen wurde. Die 1000 Meter lange Auffahrt wies dabei jedoch nur eine durchschnittliche Steigung von 2,8 % auf. Kurz nach Ullíbarri Arrazua erreichte die Streckenführung ihren östlichsten Punkt, ehe es über Lubiano, Junguitu, Ilárraza und vorbei an Zurbano zurück nach Vitoria-Gasteiz ging. Das Ziel der flachen Strecke befand sich ebenfalls bei der Fernando Buesa Arena. Ergebnis 1. Etappe Platz Fahrer Nation Team Zeit1.Maximilian SchachmannSoudal Quick-Step0:18:37 h (53,17 km/h)2.João AlmeidaUAE Team Emirates-XRG"3.Florian LipowitzRed Bull-Bora-hansgrohe + 0:01 min4.Ethan HayterSoudal Quick-Step + 0:06 min5.Alexander WlassowRed Bull-Bora-hansgrohe + 0:10 min6.Ilan Van WilderSoudal Quick-Step + 0:11 min7.Victor CampenaertsTeam Visma-Lease a Bike + 0:12 min8.Mattias Skjelmose JensenLidl-Trek"9.Bruno ArmirailDecathlon AG2R La Mondiale Team + 0:13 min10.Michael LeonardIneos Grenadiers + 0:16 minGesamtwertung nach der 1. Etappe Platz Fahrer Nation Team Zeit1. Maximilian SchachmannSoudal Quick-Step0:18:37 h2.João AlmeidaUAE Team Emirates-XRG"3.Florian LipowitzRed Bull-Bora-hansgrohe + 0:01 min4.Ethan HayterSoudal Quick-Step + 0:06 min5.Alexander WlassowRed Bull-Bora-hansgrohe + 0:10 min6.Ilan Van WilderSoudal Quick-Step + 0:11 min7.Victor CampenaertsTeam Visma-Lease a Bike + 0:12 min8.Mattias Skjelmose JensenLidl-Trek"9.Bruno ArmirailDecathlon AG2R La Mondiale Team + 0:13 min10.Michael LeonardIneos Grenadiers + 0:16 min

Etappe 2: Pamplona – Lodosa (186,6 km)