Leichtathletik-Länderkämpfemit bundesdeutscher Beteiligung 1978 zentriert|100px 1. Länderkampf 1978, Geher (Männer): – 14./15. Mai 1978 1. 2. 31 P12 P 2. Länderkampf 1978, Geher (Frauen): – 15. Mai 1978 1. 2. 12 P10 P 3. Länderkampf 1978, Marathon (Männer): – – – – 11. Juni 1978 1. 2. 3. 4. o.W. Pzf. 54Pzf. 80Pzf. 85Pzf. 148ohne Pzf. 4. Länderkampf 1978, Zehnkampf (Männer): – 17./18. Juni 1978 1. 2. 38.401 P37.113 P 5. Länderkampf 1978, Fünfkampf (Frauen): – 17./18. Juni 1978 1. 2. 17.090 P17.050 P 6. Länderkampf 1978, Frauen: – 24. Juni 1978 1. 2. 87 P70 P 7. Länderkampf 1978, Geher (Männer): – – – 24./25. Juni 1978 1. 2. 3. 4. 51 P44 P39 P18 P 8. Länderkampf 1978, Männer: – 24./25. Juni 1978 1. 2. 220 P188 P 9. Länderkampf 1978, Männer: – 30. Juni / 1. Juli 1978 1. 2. 116 P107 P 10. Länderkampf 1978, Frauen: – 30. Juni / 1. Juli 1978 1. 2. 81 P65 P 11. Länderkampf 1978, Frauen: – – – – 15. Juli 1978 1. 2. 3. 4. 5. 43 P30 P20 P19 P9 P 12. Länderkampf 1978, Nachwuchs (Männer): – Heidenheim6. August 1978 1. 2. 250 P187 P 13. Länderkampf 1978, Straßenlauf (Männer): – – 9. August 1978 1. 2. 3. 8:07:53,7 h8:16:25,5 h8:21:50,0 h 14. Länderkampf 1978, Männer: – – 9./10. September 1978 1. 2. 3. 145 P141 P134 P 15. Länderkampf 1978, Männer: – 13./14. September 1978 1. 2. 118 P94 P 16. Länderkampf 1978, Frauen: – 13./14. September 1978 1. 2. 98 P58 P 17. Länderkampf 1978, Geher (Männer): – 17. September 1978 1. 1. 22 P22 P Chronik ← Länderkämpfe 1977 Länderkämpfe 1979 →
Im Jahr 1978 wurden siebzehn Leichtathletikländerkämpfe mit bundesdeutscher Beteiligung in siebzehn Veranstaltungen ausgetragen. Das war einer mehr als im Vorjahr. Die größte Anzahl von 27 Begegnungen hatte es 1974 gegeben. In der laufenden Saison 1978 wurden wie schon im Vorjahr keine Veranstaltungen durchgeführt, in denen drei Nationen antraten, die nicht gemeinsam wie in einem Dreiländerkampf, sondern getrennt in Länderkämpfen mit je zwei Nationen gewertet wurden. So war die Zahl der Länderkämpfe in diesem Jahr wie immer bis einschließlich 1972 identisch mit der Zahl der Veranstaltungen.
Nicht berücksichtigt sind der sogenannte „Lugano-Cup“, ein Weltcup der Geher unter dem Dach des Weltleichtathletikverbands (früher: IAAF)World Athletics Race-Walking Team Championship, Past Editions, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 17. März 2025, sowie der ab 1965 unter Regie des Europäischen Leichtathletikverbands durchgeführte Leichtathletik-EuropacupEUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (MEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 17. März 2025EUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (WOMEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 17. März 2025. Hier handelt es sich um Veranstaltungen, die als eigene Wettbewerbe ähnlich wie auch der Leichtathletik-Continentalcup (ab 1978)IAAF WORLD CUP IN ATHLETICS, gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 17. März 2025 und der Geher-Europacup (ab 1996) außerhalb der üblichen Länderkämpfe durchgeführt wurden.
Aufgeführt sind hier die Länderkämpfe bundesdeutscher Leichtathleten. Die Sportler der DDR führten nach der deutschen Teilung im Jahr 1949 eigene Veranstaltungen durch.
Sieben der Vergleiche in dieser Saison bestanden aus dem allgemeinen leichtathletischen Programm. In den anderen zehn Begegnungen standen die Wettbewerbsbereiche Mehrkampf, Gehen, Straßenlauf und Marathonlauf auf dem Programm. Die Frauen bestritten sechs, die Männer elf Vergleiche.
Von den Frauenbegegnungen fanden zwei im Gehen und eine im Fünfkampf statt, die anderen drei als Veranstaltungen allgemeiner leichtathletischer Disziplinen.
Drei der Männerbegegnungen wurden von den Gehern bestritten sowie je einer von den Zehnkämpfern, Straßen- und Marathonläufern. Die restlichen fünf Aufeinandertreffen der Männer waren Wettkämpfe mit den allgemeinen leichtathletischen Disziplinen, davon einer speziell für Nachwuchsathleten der Jahrgänge 1955 und jünger.
Saisonhöhepunkt Internationaler Höhepunkt für die europäische Leichtathletik waren in dieser Saison die Europameisterschaften, die vom 29. August bis 3. September in Prag ausgetragen wurden. Das Abschneiden der bundesdeutschen Leichtathleten war besser als bei den Europameisterschaften vier Jahre zuvor in Rom, als das Team sich auf Rang sieben im Medaillenspiegel mit nur einer Goldmedaille hatte zufriedengeben müssen. In Prag errang die Mannschaft vier EM-Titel und drei weitere Medaillen. Damit belegte die Bundesrepublik hinter der Sowjetunion (dreizehn Mal Gold, insgesamt 35 Medaillen) und der DDR (zwölf Mal Gold, insgesamt 33 Medaillen) Platz drei in der Medaillenwertung knapp vor Italien (vier Mal Gold, insgesamt fünf Medaillen).
Jahresbilanz In der Saison 1978 gab es für die bundesdeutschen Männer in ihren elf Länderkämpfen drei Niederlagen: Marathonlauf-Länderkampf gegen Frankreich, Italien, Spanien und die Tschechoslowakei am 11. Juni in Châteaudun (ohne Wertung hinter den vier Gegnermannschaften, weil nicht genügend bundesdeutsche Vertreter ins Ziel kamen) Zehnkampf-Länderkampf gegen die Sowjetunion am 17./18. Juni in Donezk Leichtathletik-Länderkampf gegen die Sowjetunion am 30. Juni / 1. Juli in Dortmund Ein Vergleich der bundesdeutschen Männer endete unentschieden: Geher-Länderkampf gegen Großbritannien am 17. September in Sheffield Die weiteren Männerbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athleten für sich. Die Siege resultierten aus Länderkämpfen mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm, Begegnungen der Geher sowie einem Straßenlauf-Vergleich.
Die Frauen mussten in ihren sechs Länderkämpfen ebenfalls drei Niederlagen hinnehmen. Fünfkampf-Länderkampf gegen die Sowjetunion am 17./18. Juni in Donezk Leichtathletik-Länderkampf gegen die Sowjetunion am 30. Juni / 1. Juli in Dortmund Geher-Länderkampf gegen Dänemark, Frankreich, Schweden und die Schweiz am 15. Juli im dänischen Odense (Platz zwei hinter Schweden) Die weiteren drei Frauenbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athletinnen für sich. Die Siege resultierten aus zwei Länderkämpfen mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm und einer Begegnung der Geherinnen.
Zur Gesamtbilanz finden sich detaillierte Angaben im Abschnitt „Statistik“ unten.
Verschiedene Formen von Länderkämpfen Es gab weiterhin sechs verschiedene Arten von Länderkämpfen: Vergleiche mit einer Mischung von Disziplinen aus dem allgemeinen leichtathletischen ProgrammJede Nation war in der Regel mit zwei Athleten je Disziplin vertreten. Bei den Männern waren hier zwanzig Wettbewerbe zum Standard geworden. Aus dem olympischen Wettbewerbskatalog fehlten dabei in der Regel nur der Marathonlauf, die beiden Gehwettbewerbe und der Zehnkampf. Der Länderkampfdisziplinkatalog bei den Frauen hatte bis 1968 standardmäßig aus elf Disziplinen bestanden und war mit den damals bei Olympischen Spielen angebotenen Frauenwettbewerben identisch. Von 1969 an gab es hier Veränderungen: (1) Mit dem 1500-Meter-Lauf sowie der 4-mal-400-Meter-Staffel wurden zwei neue Wettbewerbe, die bei den Europameisterschaften 1969 in das Programm aufgenommen worden waren, mit in den Katalog der Frauenländerkämpfe integriert. Damit erhöhte sich die Zahl der Disziplinen auf dreizehn. (2) Der 80-Meter-Hürdenlauf war ab 1969 überall durch den 100-Meter-Hürdenlauf ersetzt worden. Das war auch bei den Länderkämpfen der Fall. Neu hinzu kam nun manchmal auch ein Rennen über 3000 Meter, eine Strecke, die erst 1984 olympisch wurde und dann in Angleichung an das Männerprogramm 1996 durch den 5000-Meter-Lauf abgelöst wurde. In seltenen Fällen gab es in Länderkämpfen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Abweichungen vom Standard in Form von Hinzunahme oder Weglassen einzelner Disziplinen. Vergleiche im Mehrkampf – bei den Frauen im Fünfkampf, bei den Männern im ZehnkampfDie Zahl der Vertreter je Land war dabei nicht standardisiert. In der Regel wurden von den gestarteten Teilnehmern nicht alle gewertet. Bei vier Vertretern je Disziplin beispielsweise wurden meist die drei Besten gewertet. Vergleiche der GeherDiese Begegnungen wurden bei den Männern in Form von Straßengehen ausgetragen. Es kamen zwei Disziplinen zur Austragung, ein Wettkampf über 20 Kilometer und ein Wettkampf über eine längere Distanz, die manchmal über 35 und manchmal über 50 Kilometer führte.Im letzten Jahr kam das Gehen auch für die Frauen ins Programm. Ausgetragen wurde dabei ein Wettbewerb über 5000 Meter, 1976 auf der Straße, 1978 auf der Bahn. Das Gehen für Frauen stand erst ganz am Anfang seiner Entwicklung, diese Sportart musste sich im Frauenbereich noch durchsetzen. Bei Olympischen Spielen gab es 1992 in Barcelona zum ersten Mal einen Geher-Frauenwettbewerb, bei Europameisterschaften war das 1986 in Stuttgart zum ersten Mal der Fall.Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land und Wettbewerb wurde verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche im StraßenlaufAusgetragen wurde ein Rennen über dreißig Kilometer. Auch hier wurde bezüglich der Teilnehmerzahl je Land verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche im Marathonlauf.Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land wurde hier ebenfalls verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche mit den alleinigen Disziplinen SprungWurf/Stoß.Diese Art von Länderkämpfen war seit 1975 nicht mehr zur Austragung gekommen.
Austragungsform und Wertungsmodus In der Vergangenheit wurden Länderkämpfe mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm in der Regel mit zwei Vertretern pro Land und Disziplin durchgeführt. In einigen Vergleichen wurden wie schon in den Jahren zuvor drei Teilnehmer je Land und Wettbewerb eingesetzt. Die Regeln zur Punktevergabe wurden dabei durchgängig so angewendet, dass der Letztplatzierte einen Punkt erhielt, die weiteren Athleten in den Platzierungen jeweils aufwärts bis hin zu Rang zwei einen Punkt mehr. Der Erstplatzierte bekam zwei Punkte mehr gutgeschrieben als der Athlet auf Platz zwei. Für Länderkämpfe mit zwei Vertretern je Land und Disziplin bedeutete das: Platz 1: 5 P, Pl. 2: 3 P, Pl. 3: 2 P, Pl. 4: 1 P. Bei drei Vertretern je Land und Disziplin ergab sich folgende Punktevergabe: Platz 1: 7 P, Pl. 2: 5 P, Pl. 3: 4 P, Pl. 4: 3 P, Pl. 5: 2 P, Pl. 6: 1 P. Für die Staffeln gab es durchgängig fünf zu zwei Punkte.
Die Regeln zur Punktevergabe wurden ohne Ausnahme nach diesem standardisierten Wertungssystem angewendet. In weiteren Begegnungen mussten aufgrund anderer Rahmenbedingungen – mehr als zwei Teilnehmer je Nation in der Wertung oder mehr als ein Gegnerland – andere Regeln zur Punktevergabe zur Anwendung kommen. In den Mehrkämpfen wurden die Begegnungen entweder wie in anderen Begegnungen über die Platzierungen oder die Addition der im Wettkampf erzielten Punkte gewertet. Ähnlich wurde in den Straßenlauf-Länderkämpfen verfahren. Dort wurde entweder über die Platzierungen oder über die Addition der erzielten Zeiten gewertet.
Geher-Länderkampf der Männer gegen Frankreich
Im ersten Vergleich des Jahres traten die bundesdeutschen Geher am 14./15. Mai in Bielefeld gegen Frankreich an. Die Begegnung fand als Zweiländerkampf zum zweiten Mal statt. Das vorangegangene Aufeinandertreffen im Vorjahr hatte die Bundesrepublik für sich entschieden. Zuvor hatte es acht Länderkämpfe mit den französischen Gehern gegeben, an denen mit der Schweiz und zwei Mal auch zusätzlich mit Belgien weitere Nationen beteiligt waren. In allen vergangenen Wettkämpfen hatten die bundesdeutschen Vertreter vorne gelegen. Auch hier Bielefeld behielt das bundesdeutsche Team wieder die Oberhand und gewann mit 31 zu zwölf Punkten sehr deutlich. Am zweiten Tag der Veranstaltung trugen auch die bundesdeutschen Geherinnen am selben Ort einen Länderkampf mit Frankreich aus.
Geher-Länderkampf der Frauen gegen Frankreich