Cornelia Schmaus (* 15. September 1946 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Schauspielerin.
Leben Schmaus ist die Tochter von Lily Leder-Schmaus und Stephan Hermlin. Sie wurde vom zweiten Ehemann der Mutter (Albert K. Schmauss) adoptiert und wuchs in Ost-Berlin auf, wo ihre Mutter Dramaturgin am Deutschen Theater war. Ihre Ausbildung erhielt sie nach der Erweiterten Oberschule 1965 bis 1968 an der Staatlichen Schauspielschule Berlin.Cornelia Schmaus bei Theater der Zeit, Stand 1994, abgerufen am 17. Dezember 2024 Es folgte ein Engagement am Schauspielhaus Karl-Marx-Stadt, wo sie zehn Jahre auftrat. Von 1984 bis 1987 arbeitete sie am Staatsschauspiel Dresden. Danach war sie bis 1991 an der Volksbühne Berlin beschäftigt und von 1992 bis 1994 am Schauspiel Frankfurt am Main. 1994 bis 1999 kehrte sie wieder an die Volksbühne zurück. Zuletzt stand sie vermehrt für Fernsehrollen vor der Kamera.
Theaterrollen (Auswahl) Ibsen Die Frau vom Meer – Ellida Brecht Der gute Mensch von Sezuan – Witwe Shin Hebbel Die Nibelungen – Brunhild Kleist Penthesilea – Penthesilea, Regie: Wolfgang Engel Garcia Lorca Bernarda Albas Haus – Martirio Bulgakow Der Meister und Margarita – Margarita Shakespeare Hamlet – Hamlet Tolstoi Anna Karenina – Anna Karenina Garcia Lorca Donna Rosita bleibt ledig – Rosita Schnitzler Das weite Land – Genia Ibsen Hedda Gabler – Hedda Hebbel Judith – Judith M. Edson Geist – Viviane Bearing O’Neill Eines langen Tages Reise in die Nacht – Mary Tyrone Haushofer Die Wand – Die namenlose Fau
Filmografie (Auswahl) 1970: Der Streit um den Sergeanten Grischa (Fernsehfilm) 1980: Polizeiruf 110 – Vergeltung? (Fernseh-Reihe) 1984: Lebenszeichen (Fernsehfilm) 1987: Sansibar oder Der letzte Grund 1988: Ich liebe dich – April! April! 1989: Leb wohl, Joseph 1990: Polizeiruf 110 – Der Tod des Pelikan 1992: Verlorene Landschaft 1999: Wege in die Nacht 2001: Mörderinnen (Fernsehfilm) 2002: Tatort – Endspiel 2003: Tatort – Mutterliebe 2003: Zwei Tage Hoffnung (Fernsehfilm) 2003: Mein Vater (Fernsehfilm) 2003: Liebe Schwester 2003: Polizeiruf 110 – Mama kommt bald wieder 2004: In einem anderen Leben 2005: Spiele der Macht – 11011 Berlin 2005: Der Schatz des weißen Falken 2005: Mätressen – Die geheime Macht der Frauen 2006: Tatort – Sternenkinder 2008: Guter Junge (Fernsehfilm) 2008: Mogadischu (Fernsehfilm) 2009: Was glücklich macht (Fernsehfilm) 2009: Tatort – Vermisst 2009: Notruf Hafenkante (Fernsehserie, Folge Melanies Albtraum) 2009: Ein starkes Team – Die Schöne vom Beckenrand 2010: Zivilcourage (Fernsehfilm) 2010: Urlaub mit kleinen Folgen 2011: Kehrtwende (Fernsehfilm) 2012: Tatort – Nachtkrapp 2014: Spreewaldkrimi – Mörderische Hitze 2019: Ein starkes Team – Eiskalt
Auszeichnungen 1987: Helene-Weigel-Medaille 1988: Adolf-Grimme-Preis mit Gold für Sansibar oder Der letzte Grund (zusammen mit Bernhard Wicki) 2001: Deutscher Fernsehpreis
Literatur C. Bernd Sucher (Hrsg.): Theaterlexikon. Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner, Kritiker. Von Christine Dössel und Marietta Piekenbrock unter Mitwirkung von Jean-Claude Kuner und C. Bernd Sucher. 2. Auflage. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1999, ISBN 3-423-03322-3, S. 614 f.
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