Ortwin Ringleb (* 2. November 1949 in Ilsenburg) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (SPD). 1990 war er kurzzeitig Mitglied der letzten Volkskammer der DDR.
Leben und Beruf Am 3. Dezember 1989 initiierte Ringleb einen Protestmarsch, der die Wiedereröffnung des Brockens forderte und letztlich erreichte.Yannick Lowin: Maueröffnung am Sehnsuchtsberg Bericht aus: Weser-Kurier (Online-Ausgabe) vom 30. November 2014, abgerufen am 16. März 2025
Nach 1990 war Ringleb Geschäftsführer einer Gesellschaft für Sozialmanagement, Altenpflege und Behindertenhilfe.
Ringleb lebt seit 2008 in Rellingen.Jörg Niemann: Engagement im Geburtsort: Rellinger Ortwin Ringleb erhält Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt Meldung auf: shz.de vom 2. März 2020, abgerufen am 16. März 2025 2014 überließ er dem Ilsenburger Stadtarchiv eine Sammlung zeitgeschichtlicher Dokumente.Ortwin Ringleb stellt der Stadt Ilsenburg Zeitdokumente um 1989/1990 zur Verfügung: Dokumente zur Wende-Geschichte Artikel aus: Volksstimme (Online-Ausgabe) vom 27. Oktober 2014, abgerufen am 16. März 2025
Politik Bei der Volkskammerwahl 1990 kandidierte Ringleb auf Platz 12 der SPD-Liste im Wahlkreis Magdeburg. Zunächst verpasste er den Einzug in die Volkskammer, doch rückte er am 3. September 1990 für den ausgeschiedenen Wilhelm Polte ins Parlament nach. Sein Mandat währte jedoch nur einen Monat, durch die Wiedervereinigung wurde die Volkskammer mit Ablauf des 2. Oktober 1990 aufgelöst.
In der Wahlperiode von 2004 bis 2009 gehörte er dem Jugendhilfeausschuss des Kreistags Saalfeld-Rudolstadt als Vertreter der freien Träger der Jugendhilfe an.
Ehrungen 2020: Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt
Weblinks
Ortwin Ringleb: "Mensch sein, Mensch bleiben" auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung vom 26. Juni 2020, abgerufen am 16. März 2025
Einzelnachweise
Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer Kategorie:SPD-Mitglied Kategorie:Person (Ilsenburg (Harz)) Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren 1949 Kategorie:Mann