mini|Blendarkaden am Quirinus-Münster in Neuss Eine Blendarkade (auch Blendarkatur) ist eine zur Gliederung einer geschlossenen Wandfläche aufgelegte Arkade.Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur (= Kröners Taschenausgabe. Band 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-520-19404-6 (Digitalisat auf moodle.unifr.ch, abgerufen am 11. Mai 2024), S. 71: Blendarkade.

Beschreibung, Geschichte, Verwendung Im Unterschied zur Arkade mit offenen Bögen ist die Blendarkade geschlossen, d. h. der Wand zur Verzierung nur aufgeblendet und bildet somit nischenartige Vertiefungen. Sie dient technisch zur Mauererleichterung, ästhetisch zur Verzierung des Bauwerkes.Leopold Giese: Blende, Blendbogen, Blendarkade. In: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Bd. I, 1936, Sp. 890–907. (Abschrift) Ein einzelner solcher dekorativer Bogen wird Blendbogen genannt.

Blendarkaden sind gliedernde Fassadenteile vor allem bei romanischer und gotischer Architektur, sie waren jedoch schon bei den Römern bekannt und auch später noch ein gern verwendetes Motiv der rhythmischen Fassadengliederung oder zur Umrahmung, ebenfalls in der Reliefskulptur (Chorschranken, Elfenbeine, Antependien usw.).Leopold Giese: Arkade, Arkatur. In: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Bd. I, 1936, Sp. 1040–1050. (Abschrift)

Beispiele

Siehe auch Blendbogen Blende Bogenfries Entlastungsbogen

Literatur

Leopold Giese: Blende, Blendbogen, Blendarkade. In: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Bd. I, 1936, Sp. 890–907. (Abschrift) Susanne Hohmann: Blendarkaden und Rundbogenfriese der Frühromanik. Dissertation Universität Würzburg 1997; Lang, Frankfurt am Main usw. 1999, ISBN 978-3-631-34842-0.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ornament (Bauteil)