Die Hinterlassenschaft des Bruno Stefanini ist ein Dokumentarfilm des schweizerischen Regisseurs Thomas Haemmerli, der das Leben des Sammlers und Immobilienunternehmers Bruno Stefanini vor dem Hintergrund der schweizerischen Sozialgeschichte erzählt. mini|Bruno Stefanini auf seinem Motorboot auf dem Bodensee (1980) Handlung Der Film erzählt, wie sich Bruno Stefanini, der 1924 in Winterthur geborene Sohn eines italienischen Einwanderers und einer Glarnerin, gegen Widerstände nach oben arbeitet. Stefanini verschreibt sich im Bauboom der 1960er Jahre dem seriellen Bauen und erstellt Blöcke und Hochhäuser. In Winterthur kauft er grosse Teile der Altstadt auf, wobei er die Altbauten nie saniert. Über die Jahre schafft er sich ein Milliardenimperium. Dann verlegt er sich zunehmend aufs Sammeln, mit der Idee, eines Tages ein populäres Museum einzurichten. Er sammelt Militaria von Hellebarden, über Seeminen bis zu Panzern. Er sammelt Gegenstände historischer Persönlichkeiten, etwa von General Henri Guisan, Kaiserin Sissi oder Napoleon. Und er erwirbt figurative Malerei von Schweizer Künstlern wie Albert Anker, Ferdinand Hodler oder Félix Vallotton sowie Skulpturen mit einem Schwergewicht auf die Arbeiten von Hansjörg Limbach. Für das Museumsprojekt erwirbt er die Schlösser Grandson, Salenstein, die Luxburg und das Schloss Brestenberg. Bei letzterem baute er einen mehrstöckigen Atombunker mit Hallen im Umfang von 14’000 Quadratmetern. Wegen Problemen mit der Politik streicht er das Projekt aber wieder. In Winterthur erwirbt Stefanini das leerstehende Sulzer-Hochhaus, dessen Atombunker er mit Sammlungsgut füllt. 2004 wird das Hochhaus besetzt, wobei Stefanini selber mit den Besetzern verhandelt und mit seiner Offizierspistole in den Bunkeranlagen übernachtet. 1980 gründet er für seine Sammlungen und das Museumsprojekt die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG), die heute von seiner Tochter Bettina Stefanini geleitet wird.

Kritik und Zitate

Auszeichnungen & Festivals Der Film war 2025 der Eröffnungsfilm der Solothurner Filmtage, wo er in der Kategorie «Prix du Public» lief.

Weblinks

Humor hilft – auch an den Solothurner Filmtagen. In: SRF kulturplatz (über den Stefanini-Film) Interview mit Thomas Haemmerli auf Kanal K Filmverleih Xenix

Einzelnachweise

Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Filmtitel 2025 Kategorie:Schweizer Film