mini|hochkant|Wappen der Lachmüller mit dem Hofstatt-Wappen als Herzschild Lachmüller von und zu Hofstatt und Gravötsch ist der Name eines österreichischen Briefadelgeschlechts.

Geschichte Der aus Freiburg im Breisgau stammende Doktor med. Johann Michael Lachmüller kam 1628 nach Brixen. Dort beim Adel und Bürgertum zu Ansehen und Einfluss gekommen, stieg er am Hof zum Rat und Leibarzt des Fürstbischofs von Brixen auf. Durch seine eingeleiteten Reformen, beispielsweise den Vorschrieb eines Arzneibuches, konnten die sanitären Mängel in der Stadt erheblich verbessert werden. Am 2. Mai 1665 erlangte er in Wien von Kaiser Leopold I. den rittermäßigen Adelsstand für das Reich und die Erblande, eine Wappenbesserung, sowie die Lehenberechtigung.Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/AVA Adel RAA 238.14 Das ihm verliehene Prädikat "von und zu Hofstatt" (und Gravötsch) bezog sich auf die von seiner Frau Maria Leopold von Schwarzenhorn geerbten Ansitze Hofstätter und Gravetsch. 1671 fungierte sein Sohn, Johann Michael Lachmüller zu Hofstatt (der Jüngere) als fürstbischöflicher Hof- und Lehensrichter. Am 25. Mai 1720 verlieh Kaiser Karl VI. in Laxenburg den Brüdern Johann Wilhelm, Franz Sigmund und Felix Anton Lachmüller den Freiherrenstand mit dem Namenszusatz „Lachmiller von Rohrbiß Freiherren von Hoffstadt und Grafetsch“.Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 496.30 Die Säkularisation von 1803 und Auflösung des weltlichen Herrschaftsbereiches des Fürstbischofs von Brixen, stürzte auch die Lachmüller in eine Krise.

Besitzungen mini|Ansitz Lachmüller in Brixen

Ansitz Hofstätter in Neustift Ansitz Gravetsch in Villanders Ansitz Lachmüller in Brixen

Genealogie (Auswahl)

Literatur

Erika Kustatscher: Der Ansitz Lachmüller. Vom standesgemäßen Ambiente einer geadelten Brixner Familie der Frühen Neuzeit zum Sitz einer öffentlichen Körperschaft, herausgegeben von der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, Eigenverlag, Brixen 1992

Einzelnachweise

Kategorie:Tiroler Adelsgeschlecht Kategorie:Österreichisches Adelsgeschlecht