Ahornis (oberfränkisch: Morles) ist ein Gemeindeteil der Stadt Münchberg im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Ahornis liegt in der Gemarkung Poppenreuth.
Geografie Das Pfarrdorf ist allseits von Acker- und Grünland umgeben. Unmittelbar östlich entspringt der Gemeindebach, ein rechter Zufluss des Enziusbaches. Gemeindeverbindungsstraßen führen an Ziegenrück vorbei nach Obersauerhof (1,2 km südwestlich), nach Ahornis-Kuppel (0,5 km südlich), nach Maxreuth (1,3 km nordöstlich) und nach Ahornismühle (0,8 km nördlich). Nordöstlich des Dorfes steht die Prinzregentenulme, die als Naturdenkmal ausgezeichnet ist und zu Ehren des Prinzregenten Luitpold von Bayern gepflanzt wurde.
Geschichte Ahornis wurde in der letzten Phase des fränkischen Landesausbaus im 12. JahrhundertA. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 14. planmäßig als Rundling angelegt, wie man in der Bayerischen Uraufnahme noch gut erkennen kann. Im Jahr 1373 erwarb der Nürnberger Burggraf Friedrich V. von Brüdern Friedrich, Erhard und Babo von Sparneck u. a. Güter in Ahornis.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 137. In einer Beschreibung des burggräflichen Amtes Münchberg des Jahres 1408 bestand das Dorf aus 5 Höfen, 20 Gütern und 11 Sölden.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 3. Der Ort wurde früher auch „Marles“ genannt.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Ahornis aus 31 Anwesen (1 Hof, 8 Halbhöfe, 3 Dreiachtelhöfe, 10 Einviertelhöfe, 10 Tropfhäuser) und einer Zollstätte. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Das Kastenamt Münchberg war Grundherr sämtlicher Anwesen.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 400.
Von 1797 bis 1810 unterstand Ahornis dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Ahornis dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Wüstenselbitz und der zugleich entstanden Ruralgemeinde Wüstenselbitz zugewiesen. 1848 kam Ahornis an die neu gebildete Ruralgemeinde Poppenreuth.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 496f. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Ahornis am 1. Juli 1972 nach Münchberg eingemeindet.
Baudenkmäler Haus Nr. 15: Bauernhaus Haus Nr. 68: Gustav-Adolf-Kirche
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 156 247 262 388 358 304 291 223 263 198 198 145HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 35 45 39 44 44 37 45 47Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 24.
Religion Ahornis war ursprünglich nach St. Peter und Paul (Münchberg) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt. In den 1930er Jahren wurde Ahornis Sitz einer Pfarrei.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Münchberg) Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Ersterwähnung 1373 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Rundling