Jerzy Zbigniew Hrybacz (* 7. März 1927 in Wilno, Polen heute Vilnius in Litauen; † 11. September 2013) war ein polnischer Politiker (ZChN, AWS, PiS). Er war von 1991 bis 1993 Mitglied des Sejm in der I. Wahlperiode.
Leben und Beruf Jerzy Hrybacz wurde im damals zu Polen gehörenden Wilno, heute als Vilnius Hauptstadt von Litauen, geboren. Während des Zweiten Weltkrieges diente er in der Polnischen Heimatarmee.„Odszedł nestor gorzowskiej opozycji“ auf www.echogorzowa.pl, abgerufen am 30. März 2026. 1951 schloss er sein Studium an der Wirtschaftshochschule in Stettin ab. Anschließend wurde er mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Thema promoviert. Er war als von 1951 bis 1981 als Lehrer am Handelsschulkomplex in Gorzów Wielkopolski und nach 1990 später als Professor an der staatlichen Höheren Berufsschule tätig, an der er von 2003 bis 2007 Vizerektor war. Er veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten und Lehrbücher im Bereich der Rechnungslegung. Von 1981 bis 1990 war er Hauptbuchhalter am Juliusz-Osterwa-Theater in Gorzów Wielkopolski.
In den 1950er Jahren war er in der Pfadfinderbewegung aktiv. Nach seinem Tod wurde er auf dem städtischen Friedhof in Gorzów Wielkopolski beigesetzt.Eintrag auf gorzow.grobonet.com, abgerufen am 10. März 2025.
Politik Während des Zweiten Weltkriegs war Hrybacz im Untergrund aktiv. Er wurde Anfang der 1980er Jahre Mitglied der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność und wurde Mitglied des Regionalvorstandes. 1981 wurde er Vorsitzender des politischen Klubs „Ład i Wolność“ in Gorzów Wielkopolski. Wegen seiner oppositionellen Tätigkeit wurde er 1982 zu einem Jahr Haft verurteilt. Anfang der 1990er Jahre gründete er die Regionalorganisation der Weltvereinigung der Soldaten der Polnischen Heimatarmee in der damaligen Woiwodschaft Gorzów.
Nach der politischen Wende in Polen wurde er bei der ersten völlig freien Parlamentswahl 1991 auf der Liste Wyborcza Akcja Katolicka für die Zjednoczenie Chrześcijańsko-Narodowe, an deren Gründung er sich 1989 beteiligt hatte, in den Sejm gewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 464. Er gehörte dem Parlament bis zum vorzeitigen Ende der Wahlperiode 1993 an.
Später war er von 1994 bis Mitglied des Stadtrats von Gorzów Wielkopolski. Dabei wurde er bei den Selbstverwaltungswahlen 1994 für das Wahlkomitee „Wolność Własność Rodzina – Liga na rzecz Gorzowa“, 1998 für das Wahlbündnis Akcja Wyborcza Solidarność und schließlich 2002 auf der Liste des lokalen Wahlkomitees „Razem dla Gorzowa“ gewählt.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 30. Mai 2025. 2002 trat er der Prawo i Sprawiedliwość (PiS) bei. Bei den Bei den Selbstverwaltungswahlen 2006 verpasste er auf der Liste der PiS den erneuten Einzug in den Stadtrat.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 30. Mai 2025.
Weblinks Biogram auf orka.sejm.gov.pl (polnisch)
Einzelnachweise
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