mini|Walentina Semjonowna Chetagurowa (1938) Walentina Semjonowna Chetagurowa, geboren Sarubina, (; * 1914 in Sankt Petersburg; † 1992) war eine sowjetische bzw. russische Komsomol-Aktivistin.RIA Novosti: Валентина Семеновна Хетагурова (1914-1992) (abgerufen am 9. März 2025).
Leben Mit 17 Jahren ließ sich die aus einer Arbeiterfamilie stammende Komsomolzin Sarubina 1932 für den Bau von Befestigungsanlagen um die Siedlung De-Kastri an der Küste des Japanischen Meers bei Bogorodskoje (Region Chabarowsk) anwerben, wo sie dann als Zeichnerin arbeitete. Sie wurde Vorsitzende der Komsomol-Zelle auf der Baustelle, kämpfte gegen das Analphabetentum und organisierte Subbotniks. Bald heiratete sie den Fernost-Rotbannerarmee-Abteilungskommandeur Georgi Chetagurow. Zusammen mit den Frauen der Einheit half sie dem Kommando bei der Einrichtung der Versorgungsstruktur und organisierte Freizeitaktivitäten für die Soldaten. Sie erhielt 1936 den Orden des Roten Banners der Arbeit und vom Volkskommissar für Verteidigung der UdSSR Kliment Woroschilow eine goldene Uhr.
Allgemein bekannt wurde Chetagurowa im Februar 1937 durch die Veröffentlichung ihres Briefes an die jungen Frauen der UdSSR in der Komsomolskaja Prawda mit dem Aufruf, nach Fernost zu kommen, wo Frauen fehlten, und dort zu leben und zu arbeiten.Хетагуровки, или Дальневосточницы — это звучит гордо (abgerufen am 9. März 2025). Allein in der Zeit vom 23. bis zum 27. März 1937 erhielt sie 1770 Briefe von Frauen, die dem Aufruf folgen wollten und dann Chetagurowki genannt wurden. Im April 1937 wurde ein erster Eisenbahnzug mit Chetagurowki aus Moskau nach Chabarowsk geschickt. Bis zum Herbst 1937 waren 11.500 Komsomolzinnen nach Fernost gekommen.Хетагуровский призыв (abgerufen am 9. März 2025).
Die Chetagurowki-Bewegung war Thema eines Essays von Jewgeni Petrow (1937), eines Liedes von Isaak DunajewskiДо свиданья, девушки! auf YouTube, mit russischem Text und eines Versromans von Jewgeni Dolmatowski.
Am 12. Dezember 1937 wurde Chetagurowa in den Obersten Sowjet der UdSSR gewählt.
Chetagurowa hatte drei Kinder. Sie starb 1992 und wurde in Moskau auf dem Nowodewitschi-Friedhof begraben.Moscow-Tombs: ХЕТАГУРОВА Валентина Семёновна (1914 – 1992) (abgerufen am 9. März 2025). Eine Straße in Komsomolsk am Amur wurde nach ihr benannt.
Einzelnachweise
Kategorie:Abgeordneter (Oberster Sowjet der UdSSR) Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1914 Kategorie:Gestorben 1992 Kategorie:Frau