mini|hochkant|Palazzo dei Telefoni an der Piazza Nolana in Neapel Der Palazzo di Telefoni ist ein Palast aus den 1920er-Jahren im Viertel Pendino in Neapel in der italienischen Region Kampanien. Er liegt an der Piazza Nolana, 9, an der Kreuzung mit dem Corso Giuseppe Garibaldi und ist einer der drei in dieser Zeit geschaffenen Fernmeldeämter der Stadt, die anderen beiden liegen in der Via Crispi und in der Via Depretis.

Geschichte und Beschreibung Das Gebäude wurde, wie die anderen Fernmeldeämter in Neapel, 1920 nach Plänen und unter der Leitung des Bauingenieurs Camillo Guerra errichtet. Es hat eine tragende Struktur aus Stahlbeton und ist einer der ersten Paläste in Neapel, bei dem man auf dieses Baumaterial zurückgriff.

Der Palast ist im Bereich des Erdgeschosses mit Marmor verkleidet, der auch für die Wappen des Gottes Merkur im Obergeschoss genutzt wurde. Das Portal ist durch Lisenen dreigeteilt und trägt einen Architrav in Form einer Muschel. Auf den Seiten befinden sich zwei Skulpturen, die den Gott Merkur zeigen und die Karyatiden des darüber, auf der Ebene des Geschosstrennungsgesimses, liegenden Balkons bilden. Von dort aus erstreckt sich eine Reihe weiterer, kleinerer Balkone an den Seitenfassaden. Im ersten Obergeschoss befinden sich hohe Fenster mit Gittern, während im zweiten Obergeschoss quadratische Fenster mit Lisenen angebracht sind, die am Gesims enden. Die Fassade schließt nach oben mit einer Art Tympanon ab.

Literatur Francesco Viola: Camillo Guerra e i “Quaderni di Architettura e di Urbanistica”: didattica e costruzione nella Napoli degli anni Trenta. In: Salvatore D’Agostino: Storia dell’Ingegneria. Atti del 2° Convegno Nazionale Napoli, 7–8–9 aprile 2008. Cuzzolin, Neapel 2008, S. 921–930 (Digitalisat).

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Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren Telefoni (Nolana, Piazza), Palazzo dei