Trollhunters ist ein Fantasy-Roman des mexikanischen Regisseurs und Autors Guillermo del Toro und des US-amerikanischen Schriftstellers Daniel Kraus. Das Buch wurde erstmals am 7. Juli 2015 durch Disney-Hyperion herausgegeben und enthält Illustrationen von Sean Murray. Die deutsche Übersetzung stammt von Felix Mayer und erschien am 31. Oktober 2016 beim Heyne Verlag. Neben der Textausgabe ist der Roman auch als Hörbuch verfügbar. Die deutsche Fassung wird von Patrick Bach gelesen.

Am 5. Januar 2016 gab Netflix und DreamWorks Animation bekannt, dass sie an einer Adaption zu einer Animationsserie arbeiten würden. Die erste der insgesamt drei Staffeln der gleichnamigen Serie wurde am 23. Dezember 2016 weltweit veröffentlicht. Die dritte und finale Staffel erschien am 25. Mai 2018.

Inhalt Prolog: Die Milchkartonepidemie Es war der 21. September 1969, als sich Jack und sein jüngerer Bruder Jim wieder einmal eine Verfolgungsjagd mit ihren Fahrrädern durch den Kanal der Holland Transit Bridge lieferten. Es war vermutlich der letzte Tag des Sommers und eigentlich durften die beiden, so kurz vor Sonnenuntergang, gar nicht mehr draußen sein, denn in ihrer Heimatstadt San Bernardino sind seit etwa einem Jahr immer wieder Kinder spurlos verschwunden. Am Anfang hatte man noch gezielt nach einzelnen Kindern gesucht, doch in der Zwischenzeit waren es einfach zu viele. Aber heute war Jacks Geburtstag und so machten ihre Eltern eine Ausnahme.

Jack war bei dem Rennen wie immer überlegen. Jim hingegen hatte Mühe, überhaupt mit seinem Bruder mitzuhalten, und als er ihn kurz aus den Augen verlor, um mit voller Kraft in die Pedale zu treten, war Jack plötzlich verschwunden. Kurz vor dem Brückenbogen brachte Jim sein Rad zum Stehen, doch er sah nur Jacks Fahrrad mit drehenden Rädern am Boden liegen. Jim hielt das Ganze erst für einen blöden Scherz und rief nach seinem Bruder, doch es war kein Laut von Jack zu hören. Voller Furcht machte sich Jim auf den Weg in das Dunkle unter der Brücke. Als er schließlich nach oben schaute, starrten ihn zwei orangefarbene Augen an und zwei mächtige Pranken versuchten, ihn zu packen. Doch Jim schrie auf und nutzte die kurze Irritation des Monsters, um auf sein Fahrrad aufzusteigen und so kräftig in die Pedale zu treten, wie er nur konnte. Er spürte, wie er verfolgt wurde und trat immer stärker und schneller, bis er schließlich zu Hause angekommen war. Jim war von Tränen überströmt und schrie immer noch, bis er seine Brille wieder aufsetzte und feststellte, dass das Monster verschwunden war. Gleichzeitig begann Jim langsam zu realisieren, dass er seinen Bruder wohl nie wieder sehen wird.

In der Zwischenzeit sind 45 Jahre vergangen. Jims Sohn, James „Jim“ Sturges Jr., ist 15 Jahre alt, als er diese Geschichte das erste Mal von seinem Vater hört. Jack war damals das letzte Kind, welches in der sogenannten Milchkartonepidemie verschwunden war.

Erster Teil: In die Tiefe Jim lebte alleine mit seinem Vater in einem Haus, welches mit den stählernen Rollläden, der Alarmanlage, den Überwachungskameras und den 10 Türschlössern aber eher einer Festung glich. Seine Mutter hatte die beiden schon vor ein paar Jahren verlassen, da sie die ständige Unsicherheit von Jims Vater nicht mehr aushielt.

Es war Freitag und der letzte Tag, bevor die Stadt ab morgen mit dem Fest der Gefallenen Blätter für eine Woche in eine Art Ausnahmezustand geraten würde. Jim war gerade an der San Bernardino High angekommen, als er erfährt, dass sein bester Freund Tobias „Tubby“ Dershowitz, genannt Tub, von Steve Jorgensen-Warner, dem Kapitän der Basketballmannschaft und Star der Footballmannschaft, schikaniert wird. Jim hätte gerne den Mut gehabt, ihm zu helfen, doch letztlich kam er selbst ins Visier von Steve.

Nach dem Sportunterricht war auch die Schule für diese Woche zu Ende. Draußen angekommen, wurden die beiden von ein paar Mädchen abgefangen, welche sie zum Vorsprechen für Romeo und Julia, welches nächsten Freitag als Abschluss des Stadtfests aufgeführt werden sollte, einluden. Eines der Mädchen war Claire Fontaine, die erst seit einem halben Jahr an der Schule war und, zu mindestens für Jim, wohl das coolste Mädchen der ganzen Schule war. Jim und Tub nahmen die Einladung an und schlichen über den Parkplatz, um nicht von Steve entdeckt zu werden. Gerade als sich Jim zwischen zwei parkenden Autos versteckte, sah er, wie eine Pranke aus einem Gullydeckel herauskam und versuchte, ihn zu packen. Als das Auto schließlich wegfuhr, holte er Tub zu sich, um ihm zu zeigen, was er entdeckt hatte, doch es war nichts mehr zu sehen.

Den Rest des Abends verbrachte Jim in seinem Zimmer, um das Internet nach Beweisen für das heute Erlebte zu durchsuchen. Nachdem er aber außer ein paar äußerst fragwürdigen Videos nichts gefunden hatte, beschloss Jim, schlafen zu gehen. Doch plötzlich sah Jim zwei große rote Lichter. Erst vermutete er, dass es die Kontrolllampen der Alarmanlagen wären, doch die Lichter bewegten sich und schließlich waren acht Augen zu erkennen. Voller Angst erhellte Jim sein Zimmer, doch es war nichts zu sehen. Anschließend öffnete er noch seinen Schrank, da er als Kind immer dachte, dass sich dort die Monster verstecken würden, aber auch dort war nichts zu sehen. Doch dann schossen zwei mächtige Pranken unter seinem Bett hervor und packten ihn.

Zweiter Teil: Das Vermächtnis von Killaheed Als Jim wieder zu sich kam, fand er sich auf einem Haufen mit dreckigem Stroh wieder. Jim stand auf und lief durch die unterirdischen Gänge, bis er in einer Höhle mit lauter Kinderspielzeug ankam, wo er zunächst dem Monster mit den acht leuchtenden Augen und schließlich dem Monster mit den mächtigen Pranken begegnete. Ein Mann mit zwei Schwertern und einer Rüstung aus diversen Metallteilen und alten Kinderspielsachen kam hinzu und erklärte Jim, dass es sich bei den beiden um die Trolle Blinky und ARRRGH!!! handeln würde, und er ihm zuhören solle, da sie keine Zeit hätten. Doch Jim hörte nicht auf ihn und lief weg.

Nachdem es den Trollen und dem Mann gelungen war, Jim einzuholen, drohte er Jim nicht zu fliehen, da sie sonst jede Nacht wieder kommen würden. Doch Jim rettete sich in die ersten Sonnenstrahlen, die gerade in die Höhe hereintraten und vor denen die Trolle scheinbar Angst hatten. Jim wurde schwarz vor Augen und im nächsten Moment fand er sich zu Hause in seinem Bett wieder. Doch das Medaillon, welches der Mann ihm zuvor noch geben wollte, lag neben ihm auf der Decke.

In der Zwischenzeit war es Morgen geworden. Jim ging zunächst unter die Dusche, hing sich das Medaillon um, um sich zu beweisen, dass es nur ein Stück Metall sei, und ging dann direkt zu Tub, um ihm von dem Ereignis der letzten Nacht zu erzählen. Doch Tub glaubte Jim kein Wort und hielt das Ganze nur für einen verrückten Traum. Schließlich konnte Jim Tub aber doch noch überzeugen, mit ihm eine Nacht lang Wache zu halten.

Am Mittag fand dann das Vorsprechen für Romeo und Julia statt. Da Jim der Letzte war und keine Mädchen mehr übrig waren, musste er mit Claire vorsprechen. Claire hatte ihre Rolle als Julia bereits sicher und konnte ihren Text auswendig, blickte aber immer wieder zu Steve, der auf dem Footballplatz nebenan trainierte. Jim hingegen war zunächst äußerst unsicher. Doch plötzlich konnte er Romeos Schmerz fühlen und sprach seinen Text ebenfalls auswendig, woraufhin auch Claires Aufmerksamkeit zurückkam und er die Rolle erhielt.

Auf dem Heimweg nahmen Jim und Tub die Abkürzung durch das städtische Museum. Diese hatten sie bereits öfter genutzt, doch heute war es anders als sonst. Im Sal-K.-Silverman-Atrium war die komplette Belegschaft mit dem Aufbau der neuesten Errungenschaft des Museums, der Killaheed Brücke, beschäftigt. Jim erkannte die Brücke sofort wieder. Er hatte sie zuvor bereits auf einer Darstellung in der Höhle gesehen. Doch der Brücke fehlte noch der Schlussstein in der Mitte. Wie Jim und Tub erfuhren, würde dieser aber erst nächsten Freitag ankommen.

Zu Hause angekommen, bereiten sich Jim und Tub auf die Nacht vor. Erst suchten sie Jims Zimmer nach Beweisen ab, bastelten eine Puppe als Köder, bauten Tubs Babykamera auf und versteckten sich schließlich im Schrank. Gerade als er Mitternacht war, hörte Jim die ersten Geräusche. Bewaffnet mit einem Baseballschläger und einer Bogenausrüstung machten sie sich auf den Weg in die Küche, aus der die Geräusche kamen. Dort angekommen, beschlossen die beiden, zum Angriff überzugehen, welche ab kurzerhand von dem Metallmann abgewehrt wurden. Doch nun erkannte Jim, wer der Mann war. Es war Jack, sein seit 1969 vermisster Onkel. Jack war um kein Jahr gealtert und als er entdeckte, dass Jim das Medaillon trug, drehte er an einem der darauf befindlichen Schwerter, woraufhin Jim nun auch die Trolle verstehen konnte. Blinky entschuldigte sich zunächst bei Jim, dass sie keinen zweiten Übersetzungsapparat für Tub hätten und erklärte ihm, dass Jack seit 45 Jahren bei ihnen sei und sich den Respekt der Trolle erlangt hat, sie aber jetzt gemeinsam auf die Jagd gehen müssten.

Dritter Teil: Die Trolljäger Während sich Jim, Tub, Jack und die beiden Trolle auf den Weg zu ihrer ersten gemeinsamen Jagd machten, erfährt Jim, dass er aus einer Kriegerfamilie stammt und dass Blinky und ARRRGH!!! Jack damals gezielt entführt hatten, da sie Hilfe beim Kampf gegen Gunmar, einen bösen Troll, für den damals auch die Kinder entführt wurden, brauchten. Bei dem Kampf damals gelang es Jack, Gunmar zu verbannen, doch seit einiger Zeit scheint er wieder stärker zu werden, was wohl vor allem an dem Wiederaufbau der Killaheed Brücke, dem Stammsitz von Gunmars Familie, lag. Da aber die friedlichen Trolle, die in San Bernardino lebten, nicht an Gunmars Rückkehr glaubten, brauchte Jack nun die Unterstützung von Jim.

In Del La Rosa, einem Vorort von San Bernardino, angekommen, erhielt Jim zunächst zwei Schwerter und Jack begann ihm verschiedene Kampfregeln und Schwerttechniken zu lehren. Als ARRRGH!!! die ersten Nullhuller, das sind Trolle, die Babys durch ihresgleichen ersetzen, witterte, machten sie sich auf den Weg. Jack, Blinky und ARRRGH!!! gingen in das Haus, um die Trolle zu töten, während Jim darauf achten sollte, dass keiner von ihnen entkommen konnte. Doch als Jim hörte, dass im Kinderzimmer Panik ausbrach, ging auch er ins Haus, wodurch es dem letzten Nullhuller aber gelang zu entkommen.

Am nächsten Morgen unterhielten sich Jim und Tub über die Ereignisse der letzten Nacht. Während Jim am liebsten gar nichts mit alledem zu tun gehabt hätte, sah Tub darin so etwas wie Hoffnung für sein wertloses Leben. Der Streit zwischen den beiden eskaliert und Tub zieht enttäuscht davon.

In der nächsten Nacht war Jim alleine mit Jack, Blinky und ARRRGH!!! unterwegs, um gegen die sogenannten Rosttrolle zu kämpfen, die einen besonders guten Geruchssinn hatten und Orte des Zerfalls aufsuchten. Zunächst gelang es den Trolljägern, einige der Trolle umzubringen, doch die beiden letzten konnten fliehen. Und da die entkommenen Trolle nun die Höhle von Jack aufsuchen und besetzen würden, brauchten sie eine neue Unterkunft. Schließlich nahm Tub ARRRGH!!! widerwillig bei sich auf, während sich Blinky in Jims Schrank versteckte und Jack von Jim Klamotten forderte, damit er als normaler Junge unbemerkt durch die Stadt laufen konnte.

Am Montag fiel Jim auf, dass in der Schule ein paar Kinder fehlten. Normalerweise war das nichts Außergewöhnliches, doch durch das, was er über Gunmar wusste, hatte das eine ganz andere Bedeutung. Die nächsten Nächte verbrachte Jim mit der Jagd gegen unterschiedliche Trolle, während er am Tag erschöpft mit den Aufgaben eines normalen Schülers zu kämpfen hatte. Als Jim und Jack mittwochnachts zurückkamen, saß Jims Vater überraschenderweise vor dem Fernseher und sah sich das Video von der Babykamera an, wodurch er von Jack und den Trollen erfuhr.