mini|hochkant|Wappen derer von Meyer aus dem Häusern Lysohn und Druween im Wappenbuch des Westfälischen Adels Meyer aus den Häusern Lysohn und Druween () ist der Name eines erloschenen westfälisch-stämmigen schwedisch-baltischen Briefadelsgeschlechts.

Die Familie ist von einer Vielzahl anderer Adelsgeschlechter mit Namen Mayer oder Meyer zu unterscheiden.

Geschichte mini|hochkant|Herrenhaus Lysohn (Lisums), 2018 Das Geschlecht kam aus Westfalen in die Ostseeprovinzen. Stammvater der Familie ist der aus Westfalen stammende Bartold Meyer, 1558 Bäckermeister in Riga. Sein Enkel Valentin Meyer (1601–1674) diente ab 1625 im schwedischen Heer. Er stieg auf bis zum schwedischen Oberst, Inhaber eines deutschen Regiments und Kommandanten von Bröckwörden (1646). 1646 war er Kommandant von Minden in Westfalen, 1656 Kommandant von Birsen im russischen Gouverneursamt sowie im selben Jahr Kommandant der Burg Kauen, die im Jahr zuvor von den Schweden erobert worden war. 1658 bis 1659 war er Kommandant in Riga. 1658 wurde er zum Generalmajor befördert. 1659 war er Oberbefehlshaber von Mitau. 1660 wurde Valentin von Meyer zusammen mit mehreren anderen Personen zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er die Festung Mitau dem Feind übergeben hatte, wurde jedoch 1661 auf Fürsprache des Rates in Riga begnadigt und erhielt seine verlorenen Besitztümer zurück. Als Oberst wurde er am 7. August 1645 in den schwedischen Adelsstand erhoben und 1647 unter der Nr. 329 in das Ritterhaus in Stockholm eingeführt.Spießen (1901–1903), S. 87. Derselbe kaufte 1651 Nabben in Livland, welches er 1661 wieder verkaufte. Zuvor hatte er 1653 die Anwartschaft auf den Besitz von Lysohn, Druween () und Appelthen, Gemeinde Seßwegen in Livland, erhalten. König Karl X. Gustav bestätigte den Besitz im Jahr 1657 und ließ ihn 1661 in den Besitz einweisen. Seine Güter verpfändete er in den Jahren 1670 und 1673. Valentins Enkel Otto Christoph von Meyer wurde 1742 unter der Nr. 69 und 1745/8 unter der Nr. 85 in der Livländischen Adelsmatrikel bei Klasse III verzeichnet.Gritzner (1898), S. 364.

Folgende Stammfolge ab Stammvater Bartold Meyer ist überliefert:1.2.2. Meijer(crantz) (Genealogie) auf meijenfeldt.nl, abgerufen am 7. März 2025.

Mit dem Tod von Valentin Burchard von Meyer († 1781) starb das Geschlecht im Mannesstamm aus. Die Familiengüter fielen an die Familie des Ehemanns der Schwester seines Vaters, Malama, die auch das Meyersche Wappen erhielten.

Wappen Blasonierung: Rot über Blau geteilt, darüberhin nebeneinander zwei silberngezahnte Sicheln mit goldenen Griffen. Auf dem blau-silbern-golden-rot bewulsteten Helm mit blau-silbern-goldenen Helmdecken ein offener schwarzer Flug, dazwischen eine Sichel.

Literatur Gabriel Anrep: Svenska adelns ättartaflor. Band 2, Stockholm 1861, S. 887 (schwedisch) Maximilian Gritzner: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 3 (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 11. Abt., T. 1, Bd. 2: Der Adel der russischen Ostseeprovinzen, Teil 1: Die Ritterschaft, Bd. 2: Edelleute (Hertell–Zoritsch); Nachträge und Berichtigungen, Nürnberg 1898, S. 364 f. (uni-goettingen.de) und Tfl. 134 (uni-goettingen.de). Carl Arvid von Klingspor: Baltisches Wappenbuch, Stockholm 1882, S. 82; Tfl. 72.1. Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 87 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 210 (uni-duesseldorf.de). Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Bd. IX, Band 116 der Gesamtreihe, Limburg/Lahn 1998, S. 25–26.

Weblinks Adliga ätten von Meijer nr 329 † auf Adelsvapen.com (schwedisch = Gustaf Elgenstierna: Den introducerade svenska adelns ättartavlor. Stockholm 1925–1936). Riksarkivets ämnessamlingar. Personhistoria: Sgt.: SE/RA/756/756.1/M/I/M 8 a (Meijer, von Meijer - (Se även Bremensia, volym 56)) 1.2.2. Meijer(crantz) (Genealogie) auf meijenfeldt.nl.

Einzelnachweise

Kategorie:Schwedisches Adelsgeschlecht Kategorie:Baltisches Adelsgeschlecht