Das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) ist ein öffentliches Unternehmen zur Beratung der deutschen öffentlichen Verwaltung in Bund, Ländern und Kommunen in digitaler Souveränität,cio.bund.de – Zentrum für Digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung vor allem durch die Förderung von Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen. Dazu betreibt das ZenDiS die kollaborative Entwicklungsplattform opencode und die Online-Office-Suite openDesk.

Das ZenDiS liegt unter der Schirmherrschaft des Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik (BfIT). Alleiniger Gesellschafter ist die Bundesrepublik Deutschland (BRD). Die Beteiligung der Bundesländer ist geplant, bislang (Stand Anfang 2025) aber noch nicht umgesetzt.

Geschichte Die Einrichtung geht auf länger geführte Diskussionen um die Digitale Souveränität und einen Beschluss des IT-Planungsrats aus dem Jahr 2021 zurück. Im Dezember 2022 wurde das Zentrum für Digitale Souveränität am BMI gegründet. Interims-Geschäftsführer wurde der Beamte Andreas Reckert-Lodde, seit Ende 2023 zusammen mit Ralf Kleindiek.

Im Jahr 2024 übernahm das ZenDiS die Trägerschaft für die Projekte openCoDE und openDesk vom BMI. Ab Oktober 2024 bildeten Jutta Horstmann als CTO und Alexander Pockrandt als CFO die Geschäftsführung. Horstmann wurde im April 2025 überraschend vom BMI abberufen. Im November 2025 folgte ihr Pamela Krosta-Hartl. Leonhard Kugler übernahm dann im April die Co-Geschäftsführung von Pockrandt, zudem kündigte das Bundesdigitalministerium eine strategische Neuaufstellung an, das Zendis will sich aus der Rolle als IT-Dienstleister zurückziehen.

openCode mini|Logo von openCode openCode ist eine Softwareentwicklungsplattform für den Austausch von Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung. Wesentlicher Teil des Angebots ist eine öffentliche GitLab-Instanz für den Austausch von Quellcode.

openCode wird unter anderem durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI), Gremien des IT-Planungsrats, die Föderale IT-Kooperation (FITKO), den DigitalService des Bundes, die BWI GmbH, das Robert Koch-Institut und den Freistaat Thüringen für Veröffentlichungen genutzt.

Neben dem als primärer Verwendungszweck vorgesehenen Austausch von Quellcode wird das openCode-GitLab von verschiedenen öffentlichen Stellen auch für rein redaktionelle Zwecke genutzt. Beispiele sind die Veröffentlichung von technischen Konzepten und Dokumentationen sowie Kommentierung von Inhalten durch Dritte.

Die Plattform openCode wurde im Kontext der Deutschen Verwaltungscloudstrategie durch ein Projekt des Bundesministerium des Innern und für Heimat sowie der Länder Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen entwickelt.

OpenDesk mini|Logo von openDesk OpenDesk (Eigenschreibweise: openDesk) ist eine Groupware- bzw. Kollaborationssoftware,Digitale Souveränität: Mit neun Beschäftigten zur neuen Behörden-Office-Suite?, Heise, am 13. März 2024 (und hier zuletzt abgerufen am 28. August 2025) die verschiedene Open-Source-Komponenten bündelt.openproject.org - Der Aufstieg des Souveränen Arbeitsplatzes: openDesk – Ihre Open Source Alternative zu Microsoft und Google Damit kann die öffentliche Verwaltung in Deutschland freier zwischen IT-Lösungen, IT-Komponenten und Anbietern wählen.cio.bund.de – Zentrum für Digitale Souveränität, abgerufen am 27. Juli 2024. OpenDesk positioniert sich als digital-souveräne Alternative zu Microsoft 365.heise.de - Drei Fragen und Antworten: Die Behördensoftware openDesk kommt openDesk umfasst folgende Komponenten:

Nextcloud als Dateimanager Collabora Online als Online-Office Instant-Messenger Element als Matrix-Client und Synapse als Server XWiki Open-Xchange OpenProject Jitsi Meet Univention Nubus für das Identitätsmanagement, das auf OpenLDAP und Keycloak basiert

OpenDesk ist als On-Premises- oder als SaaS-Angebot erhältlichhttps://opendesk.eu/produkt/ und läuft ausschließlich auf Kubernetes.docs.opendesk.eu - Requirements Das ZenDiS vergibt die Weiterentwicklung von openDesk als Rahmenvertrag an Dienstleister.egovernment.de - ZenDiS vergibt Rahmenvertrag für openDesk openDesk als Cloud-Angebot ist seit Ende September 2024 für öffentliche Einrichtungen verfügbar und genießt mittlerweile breite Anerkennung auch über Deutschland hinaus.golem.de: Deutschland und das Zendis werden im europäischen Ausland mittlerweile als Best Practice angesehen, abgerufen am 10. August 2024.

Nutzer sind unter anderem die BWI GmbH für die Bundeswehr und der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD).

Nachdem der Internationale Strafgerichtshof zum Ziel US-amerikanischer Sanktionen geworden war, wird dort die Einführung von openDesk als Ersatz für von Microsoft bereitgestellte IT-Infrastruktur geplant.

Bis 2027 soll dazu in Lübbenau ein 200-MW-Großrechner von der Schwarz-Gruppe aufgebaut werden.5,6 Milliarden Euro: Lidl-Mutter plant Rechenzentrum mit 1 Gigawatt, so bei ComputerBase, am 27. August 2026

Auch in der Schweiz beginnt im Jahr 2026 ein Pilotprojekt, die öffentliche Verwaltung so schnell wie möglich auf OpenDesk umzustellen.Weg von Microsoft: Schweizer Regierung baut weiter ihre IT um im Der Standard vom 9. September 2026, abgerufen am 9. September 2026

Docs In Kooperation mit der französischen Interministeriellen Behörde für Digitales entwickelt das ZenDiS Docs, eine Anwendung für Kollaboratives Schreiben in Echtzeit.docs.numerique.gouv.fr

Weblinks Offizielle Website von ZenDiS OpenCode und Gitlab auf OpenCode.de OpenDesk

Einzelnachweise

Kategorie:FLOSS-Organisation Kategorie:Öffentliches Unternehmen (Deutschland) Kategorie:Unternehmensgründung 2022 Kategorie:Deutsche Organisation (Informatik) Kategorie:Digitalpolitik (Deutschland) Kategorie:Unternehmen (Bochum)