Zweinitz ist eine Ortschaft in der Gemeinde Weitensfeld im Gurktal im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).
Mitunter versteht man unter Zweinitz den Siedlungsbereich, der die Ortschaft Zweinitz samt den an diese Ortschaft im Süden angrenzenden Teil der Ortschaft Aich, welcher zeitweise als Ortschaftsbestandteil Zweinitz geführt wurde, umfasst; im Folgenden wird aber nur die Ortschaft Zweinitz beschrieben.
Lage Zweinitz liegt im Gurktal, etwa 3 ½ km nordöstlich des Gemeindehauptorts Weitensfeld, oberhalb der Mündung des Zweinitzbachs in die Gurk, teils in der Katastralgemeinde Thurnhof, teils in der Katastralgemeinde Zweinitz.
Im Dorf werden einige Vulgonamen geführt: Adingstraße: Sonnleitner (Nr. 9) Birkenweg: Obere Schmidkeusche (Nr. 1), Buchhäuslkeusche (Nr. 3), Hammerwaldkeusche (Nr. 6) Brunnenweg: Waldheimkeusche (Nr. 5), Knaller (Nr. 11) Fuchsstraße: Krammer (Nr. 1) Kirchplatz: Wirthhube (ehemals Kirchenschuster, Nr. 2) Knappenweg: Trebitzer (Nr. 4) Mödringstraße: ehemalige Schekkeusche (Nr. 1), Trogkeusche (Nr. 8), Moser (Nr. 11), Kreuzkeusche (Nr. 14), Dielacher (Nr. 16), Unterer Lakenschuster (Nr. 21) Moosweg: Krottenhoferkeusche (Nr. 4) Schloss Thurnhof Sonnseite: Untere Kremserhube (ehemals Schaar, Nr. 1), Grabenkeusche (Nr. 3), Brachbauerkeusche (Nr. 5), Sonnbergkeusche (Nr. 7), Waldkeusche (Nr. 9), Spiegelhoferkeusche (Nr. 10), Obere Kremserhube (Nr. 13), Bauer in Egg (Nr. 15) Weidenweg: Schwarzenbacherkeusche (Nr. 5 und 7)
Geschichte 1141 wird Zwinic urkundlich genannt. Der Ortsname könnte sich vom slowenischen Svinica (= Bleibach) ableiten; tatsächlich wurde in der Gegend Blei, Eisen und Kupfer gefördert.
1169 wird die Kirche genannt; Zweinitz war damals bereits eine Pfarre, die dem Gurker Domkapitel unterstand. Die gotische Befestigung um die Kirche wurde 1588 abgetragen.
Ab Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte Zweinitz zunächst zur Gemeinde Gurk. 1871 trat die Gemeinde Gurk die Katastralgemeinden Thurnhof und Zweinitz an die Gemeinde Weitensfeld ab, somit gehörte Zweinitz dann zur Gemeinde Weitensfeld.
Bei der Kärntner Gemeindestrukturreform von 1973 kam Zweinitz an die damals neu errichtete Gemeinde Weitensfeld-Flattnitz, bei deren Auflösung 1991 wieder zur Gemeinde Weitensfeld im Gurktal.
Sehenswürdigkeiten Schloss Thurnhof ist ein Renaissancebau des 16. Jahrhunderts, das an einen älteren Wehrturm angebaut wurde. Die romanische Pfarrkirche Zweinitz enthält gotische Fresken; daneben befindet sich die gotische Friedhofskapelle St. Michael. Der Tatermannbrunnen wurde 1947 unter Verwendung einer Büste aus dem 18. Jahrhundert errichtet.
Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 26 Häuser, 193 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 70. 1880: 27 Häuser, 186 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 56. 1890: 32 Häuser, 208 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 56. 1900: 36 Häuser, 274 Einwohner davon Thurnhof 1 Haus, 9 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 74. 1910: 36 Häuser, 273 Einwohner davon Thurnhof 1 Haus, 17 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 38. 1923: 41 Häuser, 276 Einwohner davon im Dorf 11 Häuser, 65 Einwohner; 29 verstreute Häuser, 185 Einwohner; Thurnhof 1 Haus, 26 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 16. 1934: 325 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 16. 1961: 77 Häuser, 461 Einwohner davon Thurnhof 1 Haus, 10 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 256. 2001: 130 Gebäude (davon 115 mit Hauptwohnsitz) mit 138 Wohnungen; 396 Einwohner und 14 Nebenwohnsitzfälle; 126 Haushalte; 10 Arbeitsstätten, 31 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 127. 2011: 139 Gebäude, 355 Einwohner, 132 Haushalte, 9 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 49. 2021: 141 Gebäude, 345 Einwohner, 134 Haushalte, 22 Arbeitsstätten
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Weitensfeld im Gurktal) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan