mini|hochkant|Andreas Giebel (2014)
Andreas Giebel (* 4. Juni 1958 in München) ist ein deutscher Kabarettist und Schauspieler.
Leben Der Sohn eines Arztes wuchs mit zwei Brüdern in München auf. Bevor er den Weg zum Kabarett fand, erlernte er den Beruf des Dekorateurs, um später Bühnenbildner werden zu können. Später arbeitete er als Masseur und war schließlich Hausmeister an der Dom-Pedro-Grundschule in München.
mini|hochkant|Andreas Giebel (2013) Mit 21 Jahren trat Giebel erstmals mit eigenen Texten auf. 1984 präsentierte Giebel sein erstes abendfüllendes Bühnenprogramm Der Mensch ist sein Fehler!, nach erfolgreicher Bewerbung wurde ihm im Jahr darauf das Passauer Scharfrichterbeil verliehen. Seit 1986 widmet er sich hauptberuflich dem Kabarett. Seitdem sind zahlreiche Soloprogramme entstanden, darunter Vom Heben gezeichnet (2000) und ... Der Sonne entgegen! (2003). 1991 trat er erstmals zusammen mit Urban Priol mit dem Programm Gehn tut alles auf, dem mit Mehr untenrum ein weiteres Duoprogramm folgte. Gemeinsam mit Georg Schramm brachte Giebel 1999 mit Störtebeker einen Schwank in zwei Akten auf die Bühne. Neben Auftritten in aktuell ausgestrahlten Kabarettsendungen wie Grünwald Freitagscomedy oder Neues aus der Anstalt war er häufig Gast bei Ottfried Fischer in Ottis Schlachthof. 2007 feierte Giebels achtes Soloprogramm Im Sammelbecken der Leidenschaft Premiere, 2011 gefolgt von Das Rauschen in den Bäumen. Andreas Giebel wurde mit dem Deutschen Kleinkunstpreis, dem Bayerischen Kabarettpreis und dem Deutschen Kabarettpreis ausgezeichnet.
Andreas Giebel wirkte als Darsteller in dem Sigi-Zimmerschied-Film Schartl mit und spielte 1993 eine erste Hauptrolle in der Tatort-Folge Alles Palermo von Josef Rödl. In Marcus H. Rosenmüllers Verfilmung der Lebensgeschichte des Räuber Kneißl wirkte Giebel 2008 ebenso mit wie in Oliver Mielkes Kinokomödie Ossi’s Eleven. 2009 spielte er in der Komödie Die göttliche Sophie den Molkereibesitzer Johann Schüssler. Neben Eva Mähl, Christian Springer, Michael Altinger und Günter Grünwald war Giebel in der Sketchreihe Die Komiker zu sehen. Nach Gastauftritten in der BR-Serie Café Meineid entdeckte Regisseur Franz Xaver Bogner Giebel als Serienschauspieler und besetzte ihn mit der Rolle des ebenso pragmatischen, wie mit regionaltypisch bärbeißigem Humor auftretenden Polizeihauptmeisters Xaver Bartl in München 7. Seit 2006 gehörte er als KHK Prantl bei den Rosenheim-Cops in bislang 24 Folgen zu den Vertretern Joseph Hannesschlägers. In der Fernsehkomödie Wer hat Angst vorm weißen Mann?„Wer hat Angst vorm weißen Mann?“: Sehr gelungen – Frankfurter Neue Presse, 14. April 2016„Wer hat Angst vorm weißen Mann?“ In: Tittelbach.tv von 2013 spielte Giebel die Hauptrolle eines Untoten in Gestalt des fremdenfeindlichen erzkonservativen Metzgermeisters Franz Rissmeyer und übernahm kurz danach in Rosenmüllers Trilogie Beste Zeit, Beste Gegend und Beste Chance die Rolle als Katis Vater. Seit 2019 spielt er die Hauptrolle als Kriminalhauptkommissar Benedikt Beissl in Watzmann ermittelt. Bisher wirkte er in über 40 Film- und Fernsehproduktionen mit.
Andreas Giebel ist Vater von vier Töchtern und lebt in München-Großhadern. Seit 2008 ist er Schirmherr des Spendenprojekts „Hilfe für Kids“ des Kreisjugendring München-Stadt, mit dem von Armut betroffene und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche unterstützt werden. Im Juni 2026 wurde bekannt, dass Andreas Giebel sich einer Amputation seines rechten Fußes unterzog, da dieser eine seit Geburt bestehende Fehlstellung besaß und zuletzt eine offene Wunde nicht abheilen konnte.
Soloprogramme
Filmografie 1992: Der unsichtbare Freund 1993: Tatort – Alles Palermo (Fernsehreihe) 1994: Schartl 1999–2003: Die Komiker (Fernsehserie) 2003: Café Meineid (Fernsehserie, 1 Folge) 2004–2016: München 7 (Fernsehserie, 51 Folgen) 2006: König der Herzen 2006–2011: Die Rosenheim-Cops (Fernsehserie, 24 Folgen) 2007: Das große Hobeditzn (als Sprecher) 2007: Beste Zeit 2008: Beste Gegend 2008: Ossi’s Eleven 2008: Räuber Kneißl 2008: Mein Gott, Anna! 2008: Todsünde (Fernsehfilm) 2009: Die Perlmutterfarbe 2009: Schutzlos (Fernsehfilm) 2009: Die göttliche Sophie (Fernsehfilm) 2009–2015: SOKO München (Fernsehserie, 2 Folgen, verschiedene Rollen) 2009: Normal is des ned (Fernsehserie, 3 Folgen) 2010: Die letzten 30 Jahre (Fernsehfilm) 2010: Die Landärztin (Fernsehserie, 1 Folge) 2011: Föhnlage. Ein Alpenkrimi (Fernsehfilm nach dem gleichnamigen Roman von Jörg Maurer) 2011: Frühling (Fernsehreihe, 1 Folge) 2012: Polizeiruf 110: Schuld (Fernsehreihe) 2012–2015: Der Alte (Fernsehserie, 2 Folgen, verschiedene Rollen) 2013: Um Himmels Willen (Fernsehserie, 2 Folgen) 2013: Wer hat Angst vorm weißen Mann? – Regie: Wolfgang Murnberger 2014: Beste Chance 2014: Die reichen Leichen. Ein Starnbergkrimi 2015: Tatort: Die letzte Wiesn 2015: Vier Frauen und ein Todesfall (Fernsehserie, 3 Folgen) 2016: Hubert und Staller (Fernsehserie, 1 Folge) 2016: Eine unerhörte Frau 2016: Die Chefin (Fernsehserie, 1 Folge) 2017–2019: Hindafing (Fernsehserie, 12 Folgen) 2018: München Grill (Fernsehserie, 1 Folge) 2018: Zwei Herren im Anzug 2018: Schwarzach 23 und der Schädel des Saatans 2018: Bier Royal seit 2019: Watzmann ermittelt (Fernsehserie)
Veröffentlichungen 2002: Vom Heben gezeichnet – ein Sherpa packt aus, Audio-CD ISBN 3-7857-1190-5. 2009: Altstadtrebellen, Blessing Verlag, ISBN 978-3-89667-416-6.
Auszeichnungen mini|hochkant|Bayerischer Poetentaler an Andreas Giebel, 2018 1985: Passauer Scharfrichterbeil 1988: St. Ingberter Pfanne 1989: Österreichischer Kleinkunstpreis Feldkirch 1996: Kabarettpreis der Landeshauptstadt München 1996: AZ-Stern der Woche der Münchner Abendzeitung, tz-Rose der Münchner tz 1996/97: Deutscher Kleinkunstpreis in der Kategorie Kabarett 2001: Bayerischer Kabarettpreis Hauptpreis 2005: Deutscher Kabarettpreis Hauptpreis 2006: Morenhovener Lupe 2011: Sigi-Sommer-Taler 2018: Bayerischer Poetentaler
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kabarettist (Deutschland) Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (München) Kategorie:Wie bitte?! Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1958 Kategorie:Mann