mini|Wappen derer von Schmertzing Schmertzing, auch Schmerzing, ist der Name eines sächsischen Adelsgeschlechts.
Geschichte Als Stammheimat des Geschlechts wird in älterer Literatur Pommern,Genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 1. Jg., Justus Perthes, Gotha 1848, S. 328 f. auch LivlandAdolf Matthias Hildebrandt: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Band 2, 3. Abt. Der Adel des Königreichs Sachsen, Nürnberg 1857, S. 16. angegeben. Die jüngere Forschung beschreibt die Familie als aus Sachsen stammend. Die Stammreihe beginnt mit Dietrich von Schmertzing, der um 1470 Felicitas von Schönberg heiratet.Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XII, Band 125 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg/Lahn 2001. BernhardMaximilian Gritzner: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Band 2, 4. Abt., Teil 2 Der Adel der Fürstenthümer Reuss, Nürnberg 1873, S. 9. bzw. Leonhard von Schmertzing war 1558 Hauptmann auf Schloss Wittenstein. Rudolph von Schmertzing, der später auch Limbach und Förstel besaß, wohnte 1602 im Stuhl Stößen auf Jaucha und Schlauwitz, Otto von Schmerzing auf Nöbeditz.George Adalbert von Mülverstedt: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Band 6, 6. Abt. Ausgestorbener preußischer Adel, Provinz Sachsen (exl. die Altmark), Nürnberg 1884, S. 150. Am 12. März 1706 wurde German Hannibal von Schmertzing (1660–1715) auf Ehrenberg, Ehrenhain und Reusa, polnischer und sächsischer Kammerherr, Oberhofmeister und Amtshauptmann der Ballei Thüringen in Wien mit der Anrede Wohlgeboren und Wappenbestätigung in den Reichsfreiherrnstand erhoben. Um 1709 stellte die Familie einen Anhalt-Zerbstschen Kammerjunker.George Adalbert von Mülverstedt: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch. Band 6, 11. Abt. Ausgestorbener anhaltischer Adel, Nürnberg 1905, S. 54. Ebenfalls im 18. Jahrhundert war die Familie in Livland angesessen, jedoch nicht bei der Ritterschaft immatrikuliert.Maximilian Gritzner: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch. Band 3, 11. Abt., Teil 2 Der Adel der russischen Ostseeprovinzen, Teil 2 Der Nichtimmatrikulierte Adel, Nürnberg 1901, S. 188. 1780 war wenigstens ein Angehöriger auch in Mecklenburg bedienstet.Gustav von Lehsten: Der Adel Mecklenburgs seit dem landesgrundgesetzlichen Erbvergleiche (1755). Rostock 1864, S. 238. Anton Baron Schmerzing, K. u. k. Kämmerer und Oberstleutnant hat am 19. November 1824 das Indigenat in Ungarn erhalten, seine Nachkommen waren im Komitat Neutra begütert.Géza von Csergheő, Iván Nagy: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Band 4, 15. Abt. Teil 1 Der Adel von Ungarn sammt den Nebenländern der St. Stephanskrone, Nürnberg 1893, S. 566 f. Die Familie stand 1873 auch in Reuß-Schleizschen Diensten.
Angehörige Rudolph von Schmertzing (um 1580–1646), sächsischer Major Hannibal Germanus von Schmertzing (1660–1715), polnischer und sächsischer Kammerherr Georg Rudolph von Schmertzing, († 1747), Vizekanzler der Stiftsregierung in Zeitz Hannibal August von Schmertzing (1691–1756), polnischer und sächsischer Kammerherr, Vertreter der Ritterschaft im Weiteren Ausschuss auf dem sächsischen Landtag 1722 Friedrich Hannibal von Schmertzing (1705–1762), kaiserlicher und preußischer General August Hannibal von Schmertzing (1725–1797), kaiserlicher GeneralmajorAntonio Schmidt-Brentano: Kaiserliche und k.k. Generale 1618–1815. Österreichisches Staatsarchiv/A. Schmidt-Brentano 2006, S. 90 (PDF; 453 kB) Gottlob Friedrich Hannibal von Schmertzing (1738–1795), kaiserlicher Feldmarschalleutnant
Wappen Das Wappen (1706) zeigt im von Gold und Rot gespaltenen Schild drei (2:1) Lilien in verwechselten Farben. Auf dem gekrönten Helm mit rot-goldenen Decken sieben goldene Turnierlanzen, drei mit nach rechts, vier mit nach links fliegenden, von Gold und Rot geteilten kleinen Fähnchen. (auch nur drei rote Fähnchen)
Literatur Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 8, Friedrich Voigt, Leipzig 1868, S. 234 f. Valentin König: Genealogischer Adelskalender – Genealogische Adels-Historie oder Geschlechts-Beschreibung derer im Chur-Sächsischen und angräntzenden Landen Adligen Geschlechter. Band 2, Leipzig 1729, S. 765–780. Leopold von Ledebur: Adelslexicon der preussischen Monarchie. Band 2, Rauh, Berlin 1856, S. 383.
Weblinks
Österreichisches Staatsarchiv, AT-OeStA/AVA Adel RAA 373.20 Schmertzing, Hannibal German, königlich polnischer Kämmerer, Johanitter-Ordens-Ritter, alter Freiherrenstand, „Wohlgeboren“ für das Reich und die Erblande, Wappenbestätigung, 1706.03.12 (Akt (Sammelakt, Grundzl., Konvolut, Dossier, File)).
Einzelnachweise
Kategorie:Sächsisches Adelsgeschlecht