Makhnuna (, geboren im 8. Jahrhundert, gestorben im 8./9. Jahrhundert) war eine Sängersklavin und Konkubine des dritten Abbasiden-Kalifen Al-Mahdi (reg. 775–785).
Leben Maknuna war die Sklavin eines Mannes namens al-MarwaniyaAl-Heitty, A.K. (2005). دور المرأة الشاعرة في القصر العباسي، ١٣٢-٢٤٧، ٧٥٠-٨٦١. Al Rayan, Beirut. S. 185. und stammte aus Medina.Hugh Kennedy: When Baghdad ruled the Muslim World - The Rise and Fall of Islams Greatest Dynasty, DaCapo Press, 2004, S. 179. Sie wird als schöne, schlanke, vollbusige Sängersklavin beschrieben,Nabia Abbott: Two Queens of Baghdad: Mother and Wife of Hārūn Al Rashīd, University of Chicago Press, Chicago, 1946, S. 36. die ihre körperliche Reize gekonnt in Szene setzte. So erregte sie auch das Interesse des Abbasiden-Prinzen und späteren Kalifen al-Mahdi (um 744–785, reg. 775–785), der sie für einhunderttausend Dirham ihrem Besitzer abkaufte,Hugh Kennedy: When Baghdad ruled the Muslim World - The Rise and Fall of Islams Greatest Dynasty, DaCapo Press, 2004, S. 174. aufgrund des Preises die Transaktion jedoch vor seinem Vater al-Mansur geheim hielt.
Im Jahr 776 gebar Maknuna ihrem Besitzer die gemeinsame Tochter Ulaiya bint al-Mahdi (776–826), die das musikalische Talent ihrer Eltern erbte.
Maknuna fand soviel Gefallen bei al-Mahdi, dass al-Chairuzan, sie als größte Gefahr für ihre Stellung bezeichnete. Al-Chairuzan war bis 775 selbst eine Sklavenkonkubine al-Mahdis, bis dieser sie freiließ und heiratete.Fatima Mernissi: Herrscherinnen unter dem Halbmond - Die verdrängte Macht der Frauen im Islam. Herder, München, Freiburg im Breisgau 2004, S. 75f.
Rezeption In der klassisch-arabischen Literatur wird Maknuna unter anderem im Kitab al-Aghani von al-Isfahani (897–967) erwähnt.
Siehe auch
Liste bekannter Sängersklavinnen
Einzelnachweise
Kategorie:Sängersklavin im Abbasiden-Kalifat Kategorie:Konkubine (al-Mahdi, Abbaside) Kategorie:Geboren im 8. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 8. oder 9. Jahrhundert Kategorie:Frau