DBE (* 21. April 1902 in , , Frankreich; † 27. Juni 1994 in , Neuseeland) war eine französisch-neuseeländische Malerin, Kunsthandwerkerin und Lehrer für Kunst und Kunsthandwerk.
Frühes Leben wurde am 21. April 1902 als Tochter und einziges Kind der Eheleute und dem Sekretär von , , in geboren. Von 1908 bis 1919 besuchte sie das in Paris und bekam dort ihr (grundlegendes Abschlusszeugnis). Anschließend studierte sie von 1919 bis 1921 an der (Schule für Stickerei und Spitze) in Paris und schloss ihr Studium als Designerin ab.
Arbeit und Studium Von 1922 bis 1927 arbeitete als Zeichnerin und schrieb Artikel über Stickerei und Innendekoration für die Wochenzeitschrift . 1923 versorgte sie zusätzlich die belgische Zeitschrift mit Stickereientwürfen. Sie besuchte öffentliche Kunstgalerien und war berechtigt, im Museum und in der Bibliothek des zu studieren.
Erste Ehe lernte in Paris den neuseeländischen Absolventen der kennen. Er kehrte nach Neuseeland zurück, machte ihr aber von dort aus einen Heiratsantrag, den sie annahm. Ihre Eltern wollten nicht, dass ihre Tochter alleine nach Neuseeland reiste und so kam ihr Zukünftiger zurück um sie in Frankreich heiraten zu können. Sie heirateten standesamtlich in der britischen Botschaft in Paris und resten im Februar 1925 zusammen nach Neuseeland, wo sie am 30. April des Jahres in einer kirchlichen Zeremonie in sich kirchlich Vermählten. nahm den Namen ihres Mannes an und eine Tochter ging aus der Ehe hervor.
Malerin begann mit der Malerei und genoss die Freiheit, die ihr das Land und ihr neues Leben nun bot, denn ihre Elter wollten nicht, dass sie Künstlerin wurde. In ihren Landschaftsbildern zeigte sie ein zunehmendes Interesse an Form und struktureller Vereinheitlichung und ihre Abkehr von der topografischen Sicht auf die Landschaft fand bei einigen Personen der Künstlerszene ihren Widerhall. Ihre Sicht wurde von , , und als Beispiel geteilt.
Von 1926 bis 1941 unterrichtete Stickerei und Design an der und nahm 1926 auch an den Kursen des über Lehrmethoden und Kunststudium teil. Ihre Malerei nicht vernachlässigend arbeitete sie zusätzlich noch mit den Materialien Metall, Silber und Emaille. 1931 wurde ihr das (Ehrendiplom) in durch die verliehen. Um das Familieneinkommen aufbessern zu können, gab sie in dieser Zeit zusätzlich Unterricht in französischer Sprache und in Literatur.
1933 stellte zum ersten Mal ihre Werke mit der in aus. Von 1935 bis 1938 reiste sie mit dem Zug ins Hinterland von , um mit anderen Künstlern aus zu arbeiten und Skizzen zu erstellen.
Wellington Als s Eltern Mitte der 1930er Jahre auch nach Neuseeland auswanderten, wuchsen ihre familiären Verpflichtungen. 1941 zog sie mit ihrer Familie nach , setzte ihr Stickereistudium fort und wurde an der eingestellt um Stickereikurs zu leiten. Sie blieb bis 1944. Danach unterrichtete sie als Assistenzlehrerin am die Fächer Handarbeit und Stickerei, wurde in ein Komitee berufen, um Lehrpläne für Handarbeiten in Schule zu überarbeiten und wurde für die Schulzeugnisse Prüferin für das Fach. Auch schrieb und illustrierte sie pädagogische Bulletins über Stickerei, Stricken und die Geschichte der Wolle. Von 1943 bis 1947 besuchte das , um ihren -Abschluss nachmachen zu können.
Wiedereinstieg in die Malerei 1948 hatte erste Einzelausstellung in der und ein Jahr später konnte sie einige ihrer Werke in der Galerie von zeigen. Ebenfalls im Jahr 1948 besuchte sie den Maler in und blieb mit ihm schriftlich im Kontakt. Von diesem Zeitpunkt an änderte sich ihre Malerei, in der die Strukturen und Formen sind nun weniger naturalistisch zeigten und mehr in die kubistische Richtung tendierten.
Auckland 1950 zog die Familie nach und ab diesem Zeitpunkt widmete sich voll der Malerei. Ihre Kurse, die sie noch an der nahm, waren ihr zu konservativ und wandte sich dem Künstler zu, in dessen Atelier sie auch arbeiten konnte. Ihr Mann ermöglichte es ihr schließlich in deren Haus zu arbeiten, indem er ihr dort ein Atelier schuf. 1950 und 1951 stellte sie in , und aus und bekam positive Kritiken. Mit der Ausstellung in London, hatte im Juni 1952 ihre erste internationale Präsenz.
Paris Von ermutigt, ging 1952 für ein Studium nach Paris, nahm Kontakt mit dem Kubisten auf und wurde von ihm in sein Unterrichtsatelier aufgenommen. Dort studierte sie ein Jahr lang den figurativen Kubismus, dessen Methoden und den logischen Aufbau der Formen.
Zurück in Auckland 1953 und 1954 veranstaltete die Ausstellungen mit ihren Werken.
Beirut 1956 reise mit ihrem Mann nach Beirut, wo er für die UNESCO als Berater für die Schulpflicht arbeitete. Für ergab sich dadurch die Möglichkeit neue figurativen und architektonischen Abstraktionen zu entwickeln. Ihr Material mit schnellen Skizzen und ihre Zeichnungen schickte sie für Ausstellungen nach London.
London Bis in London ankam, besuchte sie von 1956 bis 1958 die Galerien Europas. In London angekommen interessierte sie sich für die Lithografie und wurde Mitglied der Gruppe von Künstler, die damit arbeiteten. 1958 stellte sie dann ihre Arbeiten aus dem Nahen Osten, die aus Zeichnungen und Gemälde bestanden in London aus.
Sydney 1959 reiste über zurück nach Neuseeland, nicht aber ohne ihre Werke einmal in ausgestellt zu haben. Zusätzlich unterrichtete sie 1960 Zeichnen, Design und Malerei für ein Jahr in an der .
Neuseeland 1961 nahm in Neuseeland an der einen Lehrauftrag an sowie an auch an der . In den 1960er Jahren schuf sie zwei ganzflächige Glasfenster und ein Kruzifix für den Altar der Kirche des Heiligen Kreuzes in , . Ein weiterer großer Auftrag, den sie realisierte, war 1963 der für den im Hilton Hotel in Hongkong, für die sie ein Wandgemälde in 24 Farben aus Wolle auf einer Größe von 1,5 × 6 Meter realisierte.
Als am 6. Juni 1963 ihr Mann verstarb, wollte aus Gram nie wieder malen, begann aber noch im selben Jahr ihre Trauer großformatigen Bildern auszudrücken. Im Laufe der Zeit entstanden so 41 Gemälde. Sie zeigte diese Werke 1965 auf einer Ausstellung in Brüssel, gefolgt von 1967 in Paris und später auch im in London. 1966 folgte eine Ausstellung in , gefolgt von in England im darauffolgenden Jahr und einer Ausstellung der in der .
Zweite Ehe Von den vielen Ausstellungen zurück, heiratete am 4. April 1986 in den 27 Jahre jüngeren Schiffselektriker dänischer Herkunft, den sie 1967 auf der Rückreise nach Neuseeland kennen gelernt hatte. 1991 zogen sie nach , wo ihr Mann eine Plantage mit Paulownia-Bäumen angelegt hatte.
malte weiter und wurde im Juni 1993 für ihr Lebenswerk mit dem (DBE) ausgezeichnet. Am 27. Juni des nachfolgenden Jahres verstarb im Alter von 92 Jahren in .
Ehrungen 1993 – (DBE)
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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