mini|Gemehrtes Wappen der Concini mini|Wappen von Concino Concini Concin (alternative Schreibweise Conzin; italienisch Concini) ist ein italienisches und österreichisches Adelsgeschlecht, das in den Freiherren- und Grafenstand erhoben wurde. Die Grafen von Concin sind 1713 im Mannesstamm erloschen. Es wird angenommen, dass zwischen den Concini Conti della Penna (mit drei Straußenfedern als Wappen) und den Grafen von Concin (mit Stern und Halbmond als Wappen) eine Stammverwandtschaft bestand, oder nur eine zufällige Namensgleichheit. Letztere Linie führte ebenfalls den Titel Conte della Penna und besserte ihr Wappen um drei Straußenfedern.
Concini Conti della Penna Die Concini sind ein altes toskanisches Adelsgeschlecht. 1238 erscheint ein "Guido Signor di Bagnena, da cui discendono gli Alberti, e Concini". 1337 und 1342 nannte sich Jacob Concini in Urkunden als Conte della Penna. Weitere Namensträger waren 1389 Peter und Lorenz sowie 1401 und 1407 Bartholomäus Concini. Von 1455 bis ca. 1463 lebte Johann Baptist Concini als Florentiner Patrizier. Aus der Ehe von Bartholomäus mit Margaretha Bartoli stammte neben zwei Töchtern als einziger Sohn Johann Baptist (II.) Concini, der zwischen 1512 und 1517 in Arezzo den Palazzo Guafagni kaufte und dort Nachkommen hinterließ. Am 25. Februar 1576 erhielt der großherzogliche, florentinische Gesandte am kaiserlichen Hof, Johann Baptist Concin Graf von Penna das Grand Palatinat in Primogenitur und eine Wappenbesserung.Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/AVA Adel RAA 69.11
Persönlichkeiten Bartolomeo Concini (1507–1578), Jurist und erster Sekretär des Großherzogs Cosimo I. de’ Medici Concino Concini (um 1575–1617), französischer General, Marschall von Frankreich Corrado de Concini (* 1949), italienischer Mathematiker Ennio De Concini (1923–2008), italienischer Drehbuchautor
Freiherren und Grafen von Concin mini|Wappen der Concin mini|Grabstein in San Marco in Trient Älteren Quellen zufolge soll der Bruder von Bartholomäus, Anton de Concinis von der Toskana nach Welschtirol gezogen sein und dort im Nonstal um 1449 Catharina oder Christina von Malgoll, der letzten ihres Geschlechts geheiratet haben. Nach Ausserer erlangten am 10. Februar 1425 die Brüder Anton und Gerhard Concin, Söhne des Notares Heinrich von Casez, die Freiung über einen Turm mit Wald, Wiesen, Garten in der Nähe von Malgolo, die sie von dem Notar Nicolaus, Sohn des Notares Paul von Fondo als freies Eigentum gekauft hatten. Kaiser Maximilian I. erlaubte am 12. Dezember 1496 Niklas Concin das heimgefallene Wappen der ausgestorbenen Herren von Malgolo seinem eigenen beizufügen. Bischof Bernhard von Cles bestätigte am 11. September 1534 dem Sohn von Niklas, Jakob Concin die alten Privilegien. Seine einzige Tochter und Erbin Bona von Malgolo heiratete den bischöflichen Rat und kaiserlichen Milizhauptmann Pantaleone von Leone. Am 12. Dezember 1569 bestätigte man ihr und ihren Nachkommen die Freiung ihres Edelsitzes, welches Privileg am 20. Juni 1633 für den bischöflichen Kämmerer Bonifatius Betta von Malgolo erneuert wurde.Karl Ausserer: Der Adel des Nonsberges, Selbstverlag, Wien 1899, S. 81
1607 erlangten die Brüder Cyprian († 24. Mai 1621, als letzter seiner Linie) und Conrad von Concin den Freiherrenstand. Nikolaus von Concin gründete die niederösterreichische Linie. Durch seine Ehe mit Lucia von Dross, letzte ihrer Familie, erbte er die Herrschaft Droß bei Krems. Zudem brachte Catharina Müllwanger ihrem Ehemann Anton von Concin das Gut Wocking zu. Christoph von Concin, Herr zu Droß und Wocking, verheiratet mit Maria Salome von Rosseck aus Kärnten, wurde 1566 in den niederösterreichische Ritterstandsmatrikel immatrikuliert. Am 30. März 1582 erfolgte die Bestätigung der adligen Freiheiten, sowie der von Kaiser Maximilian I. dem Ahnenherren Niklas Concin genehmigte Wappenvereinigung und Namensänderung in Concin.Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/AVA Adel RAA 69.12 Am 24. April 1608 bestätigte der Kaiser in Prag dem kaiserlichen Reichshofrat und Ritter Ferdinand Freiherr von Concin, sowie dessen Brüdern und Vettern Johann Volkrad, Johann Ulrich und Georg Christoph Concin das durch die Vereinigung mit dem uradeligen Geschlecht derer von Rosenegg gebesserte, freiherrliche Wappen.Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/AVA Adel RAA 69.13 1645 erlangten die Brüder Ehrenreich Christoph, Johann Sigismund, Carl Volkhard und Johann Ulrich von Concin den erblichen Reichsgrafenstand. Die gräflich-österreichische Linie ist mit dem k. k. Geheimrat, obersten Silberkämmerer und Obersthofmeister Erzherzogin Maria Elisabeth, Johann Volkhard Graf von Concin, Comitibus de Penna, Freiherr von Wocking, Wildenstein und Droß († 25. Januar 1713 in Wien) erloschen, der in der Wiener Augustinerkirche begraben liegt.
Besitzungen Altspaur Droß Engelhartstetten Kemmelbach Malgolo Niederweiden Reudenburg Weichselbach Weinzierl Weißenburg Wiesenburg Wildenstein Wocking
Wappen
Stammtafel
Siehe auch Liste der Adelsgeschlechter Österreichs ob der Enns/A–L Liste der Adelsgeschlechter Österreichs unter der Enns/A–H
Literatur
Karl Ausserer: Der Adel des Nonsberges: Sein Verhältnis zu den Bischöfen und zu den Landesfürsten, seine Schlösser, Burgen und Edelsitze, seine Organisation, Freiheiten und Rechte. Die „Nobili rurali“. In: Jahrbuch der k.k. heraldischen Gesellschaft „Adler“. Neue Folge – Neunter Band, Selbstverlag, Wien 1899, S. 81 Johann Kirnbauer von Erzstätt: Der Niederösterreichische Landständische Adel: A-R; Nürnberg In: J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, IV. Band, 4. Abteilung, 1. Teil, Bauer & Raspe, Nürnberg 1918, Seite 56, Tafel 29
Weblinks
AT-OeStA/AVA Adel RAA 69.13 Concin, Ferdinand Freiherr von, kaiserlicher Reichshofrat und Ritter, dann Johann Volkhard, Johann Ulrich, und Georg Christoph, Brüder und Vettern, Bestätigung und Besserung ihres freiherrlichen Wappens, durch Vereinigung mit dem des uraltadeligen Geschlechts der von Rossegg Concin in der Fischnaler Wappenkartei der Tiroler Landesmuseen
Einzelnachweise
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