Martin Fausel (* 1960 in Würzburg) ist ein deutscher Künstler der abstrakten Malerei.

Leben Martin Fausel wuchs in Würzburg auf und besuchte dort das Mozart-Gymnasium.„Wenn ein gemaltes Pferd Rätsel aufgibt“. Von Frank Kupke. In: Mainpost, 15. Juni 2013, Nr. 136. Er studierte von 1981 bis 1986 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Dieter Krieg. Seit 1986 ist Fausel freischaffender Künstler.

Fausel lebt und arbeitet in Wilhelmsdorf. Die Künstlerin Christine Fausel war seine Tante.

Werk Das Werk von Martin Fausel teilt sich in drei Themenbereiche auf: geometrische Bilder, Köpfe und Landschaften.„Im tiefsten Innern ist Fausel ein Landschaftsmaler“. Von Babette Caesar. In: Schwäbische Zeitung, 9. Februar 2009, Seite 7. Die geometrischen Bilder sind geprägt durch eine Gitterstruktur aus monochromen horizontal und vertikal gestalteten Bahnen, häufig in den Primärfarben blau und rot. Wichtig dabei ist Fausel der spontane Malakt, nicht die konstruktive Komposition. Die Grenze zwischen Zwei- und Dreidimensionalität wird aufgehoben, ein geordneter Landschaftsraum entsteht.

Die Köpfe, die in rotbraunen und schwarzen Acryltönen auf kleinen Holzquadraten festgehalten sind, zeichnen sich durch eigenartige Linienknäuel aus. Optisch-fotografisch auf die Köpfe geschaut, sehen sie aus wie Schädel. Die Linien der Köpfe sind aber viel eher Spuren von Händen, die die Köpfe von allen Seiten begreifen und befühlen.„Linienknäuel und vielschichtige Farben“. Von Dagmar Brauchle. In: Schwäbische Zeitung, 27. März 2002, Nr. 73. In späteren Arbeiten wird Schicht für Schicht die Farbe aufgetragen, geometrisch abstrakte Elemente treten im Bildraum auf und lassen in feinen Schattierungen Mundöffnung oder Augenhöhle erkennen.

Fausel trägt bei seinen Landschaftsbildern hauchdünne lasierende Acryl-Farbschichten über viele Monate und Jahre übereinander. In diesem langwierigen Arbeitsprozess entsteht ein Bildraum, der über die Leinwand hinauszuweisen scheint. Das Landschaftsbild wirkt verschlüsselt, bildet keine Naturlandschaft ab und zeigt neben der sichtbaren Wirklichkeit eine unsichtbare.„Heute Vernissage von Martin Fausel“. Von Helmut Voith. Schwäbische Zeitung, 12. April 2002, Seite 8.

Mit dem pastosen Farbauftrag zeichnen sich schlichte Formen wie Boote, Gitter oder Acker mit Furchen ab. Das Landschaftsbild entwickelt Atmosphärisches, die beim Betrachter einen meditativen Zustand auslösen. Seine Werke werden in Japan, Deutschland und Italien ausgestellt. Mit seinen zahlreichen Ausstellungen in Japan stößt Martin Fausel auf viel Resonanz. Das Transparente und die landschaftlich weiten leeren Räume seiner Malerei spielen auch in der ostasiatischen Kunst eine große Rolle.

Ausstellungen

Einzelausstellungen (Auswahl)

2025: Städtische Museum, Engen 2025: Sparkassengalerie, Kreissparkasse Isny 2024: Museum of Art, Nakatosa (Japan) 2023: Galerie im Turm, Donaueschingen 2022: Formes Gallery, Tokio 2020: Galerie 21.06, Ravensburg 2015: Sudohh Art Museum, Odawara 2014: Galerie Doris Hölder, Ravensburg 2013: Villa Barberino Meleto, Florenz 2013: Kunstverein Würzburg, Würzburg 2013: Städtische Galerie Vill, Radolfzell 2011: Tenri Japanisch-Deutsche Kulturwerkstatt, Köln 2011: Gallery Muusai, Tokio 2011: Sudohh Art Museum, Odawara 2010: Kunstraum 34, Stuttgart 2009: Galerie b:stile, Maihama (Japan) 2009: Museum Haus Kasuya, Yokosuka (Japan) 2009: Galerie Doris Hölder, Ravensburg 2008: Museum of little dreams, Yonago (Japan) 2007: Kunstverein Ludwigsburg, Ludwigsburg 2007: fine arts 2219, Stuttgart 2005: fine arts 2219, Stuttgart 2003: Kunstverein Wilhelmsdorf 2002: Galerie in der Lände, Kressbronn 2002: Kleine Galerie, Bad Waldsee 1997: Galerie Doris Hölder, Ravensburg 1995: Kreissparkasse Ravensburg, Ravensburg

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2024: National Art Centre, Jahresausstellung des Shinseisaku Kunstverein, Tokio 2023: Städtische Galerie Fähre, Bad Saulgau 2023: Prefektorium, Jahresausstellung des Kanagawa Tokyo Shinseisaku Kunstvereins, Tokio 2022: Shirota Gallery, Tokio 2021: National Art Gallery, Tokio (Auszeichnung mit dem Shinsakka Sho-Preis) 2021: Kyosera Museum, Kyoto 2021: Gallery New Shinkuro Dyna City, Odawara 2019: Metropolitan Art Museum, Tokio 2017: Inoac Ginza Namikidori Gallery, Tokio 2017: „Geschichtet“, jurierte Ausstellung zum Stadtjubiläum, Kunstverein Markdorf, Markdorf 2016: Metropolitan Art Museum, Tokio (Verleihung des Kunst-Preises des Außenministers Japan) 2016: Galeria 360, Florenz 2015: Galerie Doris Hölder, Ravensburg 2014: „Kunst Oberschwaben 20. Jahrhundert“, Schloss Achberg 2013: Städtische Galerie Villa Bosch, Radolfzell 2008: mit Robert Motherwell, Junji Amano; Museum of Little Dreams, Yonago 2008: mit Otto Coester, Noriko Hori; Museum Haus Kasuya 2005: Produzentengalerie Kavalierhaus, Langenargen 2004: Galerie Doris Hölder 2003: Galerie Bodenseekreis, Meersburg 2003: Galerie am Markt, Bad Saulgau 1999: "Rot-Rot-Rot", Galerie Doris Hölder, Ravensburg 1997: Kunstverein Friedrichshafen, Friedrichshafen 1996: "11 Maler", Städtische Galerie die Fähre, Saulgau

Weblinks

http://www.martinfausel.de/

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1960 Kategorie:Mann