Großlosnitz ist ein Gemeindeteil des Marktes Zell im Fichtelgebirge im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Großlosnitz liegt in der Gemarkung Kleinlosnitz.
Geografie Beim Dorf entspringt der Föhrigbach, ein linker Zufluss der Sächsischen Saale. Im Norden steigt das Gelände zum Schwabenbühl () an, im Osten zum Schachtelberg (). Die Kreisstraße HO 19 führt an Erbsbühl vorbei nach Schnackenhof (0,6 km südlich) bzw. zur Kreisstraße HO 18 (1,3 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Kleinlosnitz (1 km westlich).
Geschichte Der Ort wurde 1317 erstmals urkundlich erwähnt.D. Hermann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 235.
Zur Realgemeinde Großlosnitz gehörten Erbsbühl und Schnackenhof. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Großlosnitz aus 24 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Amt Stockenroth zu. Grundherren waren das Kastenamt Stockenroth (1 Hof, 1 Dreiviertelhof, 2 Halbhöfe, 1 Achtelhof, 5 Halbfrohnhöfe, 7 Viertelfrohnhöfe, 4 Gütlein, 1 Treßhäuslein, 1 Tropfhaus) und die Hofkanzlei Bayreuth (1 Mühle).A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 411.
Von 1797 bis 1810 unterstand Großlosnitz dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Großlosnitz dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Kleinlosnitz und der zugleich entstandenen die Ruralgemeinde Kleinlosnitz zugewiesen.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 490. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Großlosnitz am 1. Juli 1972 nach Zell im Fichtelgebirge eingemeindet.
Baudenkmäler Haus Nr. 13: Steintafel
ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 15: Kleinhaus mit Frackdach, wohl noch 18. Jahrhundert, Erdgeschoss massiv. Obergeschoss verschalt, auf der Ostseite ist ein Teil des Daches noch mit Stroh gedeckt.T. Breuer: Münchberg, S. 16. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 16: Eingeschossiges, strohgedecktes Satteldachhaus, vermutlich frühes 19. Jahrhundert, zwei Fenster zur Straße. Vorraum im Erdgeschoss gewölbt. Haus Nr. 18: Eingeschossiger Wohnstallbau mit strohgedecktem Satteldach, drei Fenster an der Giebelseite, der Sturz der Wohnungstür bezeichnet „1834“.
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2005 2010 2015Einwohner 117 160 184 178 161 139 121 106 121 125 108 101 81 72 68HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 23 32 22 21 21 21 24 24 Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 403. Dort als Großenlosniz aufgelistet.
Religion Großlosnitz ist bis heute nach St. Gallus (Zell im Fichtelgebirge) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Zell im Fichtelgebirge) Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Ersterwähnung 1317