Leichtathletik-Länderkämpfemit bundesdeutscher Beteiligung 1976 zentriert|100px 1. Länderkampf 1976, Zehnkampf (Männer): – 15./16. Mai 1976 1. 2. 54.072 P50.688 P 2. Länderkampf 1976, Fünfkampf (Frauen): – 15./16. Mai 1976 1. 2. 22.469 P20.722 P 3. Länderkampf 1976, Geher (Männer): – – 23. Mai 1976 1. 2. 3. 39 P32 P21 P 4. Länderkampf 1976, Geher (Frauen): – 23. Mai 1976 1. 2. 76 P6 P 5. Länderkampf 1976, Männer: – 29./30. Mai 1976 1. 2. 231 P197 P 6./7. Länderkampf 1976, Frauen: – / – 29./30. Mai 1976 1. 2. 148 P115 P 1. 2. 76 P58 P 8. Länderkampf 1976, Geher (Männer): – 6. Juni 1976 1. 2. 25 P19 P 9. Länderkampf 1976, Zehnkampf (Männer): – 6./7. Juni 1976 1. 2. 23.984 P22.759 P 10. Länderkampf 1976, Marathon (Männer): – – – 12. Juni 1976 1. 2. 3. 4. Pzf. 45Pzf. 73Pzf. 75Pzf. 107 11. Länderkampf 1976, Männer: – 9./10. Juli 1976 1. 2. 116 P78 P 12. Länderkampf 1976, Frauen: – 9./10. Juli 1976 1. 2. 65 P38 P 13. Länderkampf 1976, Straßenlauf (Männer): – – 4. September 1976 1. 2. 3. 8:04:51,8 h8:08:51,2 h8:15:57,2 h 14. Länderkampf 1976, Männer: – – 18. September 1976 1. 2. 3. 166 P153 P107 P Chronik ← Länderkämpfe 1975 Länderkämpfe 1977 → Im Jahr 1976 wurden vierzehn Leichtathletikländerkämpfe mit bundesdeutscher Beteiligung in dreizehn Veranstaltungen ausgetragen. Das waren noch einmal weniger Ländervergleiche als in den letzten Jahren. Die größte Anzahl von 27 Begegnungen hatte es 1974 gegeben. Weniger Länderkämpfe als 1976 hatten mit zehn Aufeinandertreffen zuletzt 1970 stattgefunden. Die etwas geringere Anzahl von Ländervergleichen im Jahr 1976 war unter anderem auch der Austragung der Olympischen Spiele geschuldet. Der Fokus war in dieser Saison ganz besonders auf diesen Jahreshöhepunkt ausgerichtet.

Nicht berücksichtigt sind der sogenannte „Lugano-Cup“, ein Weltcup der Geher unter dem Dach des Weltleichtathletikverbands (früher: IAAF)World Athletics Race-Walking Team Championship, Past Editions, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 16. Februar 2025, sowie der ab 1965 unter Regie des Europäischen Leichtathletikverbands durchgeführte Leichtathletik-EuropacupEUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (MEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 16. Februar 2025EUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (WOMEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 16. Februar 2025. Hier handelt es sich um Veranstaltungen, die als eigene Wettbewerbe ähnlich wie auch der Leichtathletik-Continentalcup (ab 1977)IAAF WORLD CUP IN ATHLETICS, gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 16. Februar 2025 und der Geher-Europacup (ab 1996) außerhalb der üblichen Länderkämpfe durchgeführt wurden.

Aufgeführt sind hier die Länderkämpfe bundesdeutscher Leichtathleten. Die Sportler der DDR führten nach der deutschen Teilung im Jahr 1949 eigene Veranstaltungen durch.

Sechs der Vergleiche in dieser Saison bestanden aus dem allgemeinen leichtathletischen Programm. In den anderen acht Begegnungen standen die Wettbewerbsbereiche Mehrkampf, Gehen, Straßenlauf und Marathonlauf auf dem Programm. Die Frauen bestritten fünf Vergleiche in vier Veranstaltungen, die Männer neun Vergleiche in neun Veranstaltungen.

Von den Frauenbegegnungen fand eine im Fünfkampf und eine im Gehen statt, die anderen drei mit einer Mischung allgemeiner leichtathletischer Disziplinen.

Zwei der Männerbegegnungen wurden von den Gehern bestritten, ebenfalls zwei von den Zehnkämpfern sowie je einer von den Straßen- und Marathonläufern. Die restlichen drei Aufeinandertreffen der Männer fanden als Veranstaltungen allgemeiner leichtathletischer Disziplinen statt.

Saisonhöhepunkt Internationaler Höhepunkt für die Leichtathletik waren in dieser Saison die Olympischen Spiele. Die Leichtathletikwettbewerbe dort wurden vom 23. bis 31. Juli im kanadischen Montreal ausgetragen. Die bundesdeutschen Leichtathleten errangen neun Medaillen, davon eine goldene, und belegten damit nur den siebten Platz hinter der DDR, den USA, der Sowjetunion, Polen, Finnland und Kuba.

Jahresbilanz In der Saison 1976 gab es für die bundesdeutschen Männer in ihren neun Länderkämpfen fünf Niederlagen: Zehnkampf-Länderkampf gegen die Sowjetunion am 15./16. Mai in Sotschi Geher-Länderkampf gegen Schweden und Ungarn am 23. Mai in Rhede (Platz zwei hinter Ungarn) Leichtathletik-Länderkampf gegen die Sowjetunion am 29./30. Mai in München Leichtathletik-Länderkampf gegen die Tschechoslowakei, Frankreich und Italien am 12. Juni im tschechoslowakischen Otrokovice (Platz drei hinter Italien und Frankreich) Straßenlauf-Länderkampf gegen die Schweiz und die Niederlande am 4. September in Ebikon, Schweiz (Platz zwei hinter der Schweiz) Die weiteren vier Männerbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athleten für sich. Damit wiesen die Männer zum ersten Mal in ihrer Länderkampfgeschichte seit 1921 eine negative Jahresbilanz auf.

Die Frauen mussten drei Niederlagen hinnehmen. Fünfkampf-Länderkampf gegen die Sowjetunion am 15./16. Mai in Sotschi Geher-Länderkampf gegen die Schweden am 23. Mai in Rhede Leichtathletik-Länderkampf gegen die Sowjetunion am 29./30. Mai in München Die weiteren beiden Frauenbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athletinnen für sich und wiesen damit wie ihre männlichen Kollegen eine negative Jahresbilanz auf – allerdings nicht zum ersten Mal in ihrer Länderkampfgeschichte seit 1928.

Zur Gesamtbilanz finden sich detaillierte Angaben im Abschnitt „Statistik“ unten.

Verschiedene Formen von Länderkämpfen Es gab weiterhin sechs verschiedene Arten von Länderkämpfen: Vergleiche mit einer Mischung von Disziplinen aus dem allgemeinen leichtathletischen ProgrammJede Nation war in der Regel mit zwei Athleten je Disziplin vertreten. Bei den Männern waren hier zwanzig Wettbewerbe zum Standard geworden. Aus dem olympischen Wettbewerbskatalog fehlten dabei in der Regel nur der Marathonlauf, die beiden Gehwettbewerbe und der Zehnkampf. Der Länderkampfdisziplinkatalog bei den Frauen hatte bis 1968 standardmäßig aus elf Disziplinen bestanden und war mit den damals bei Olympischen Spielen angebotenen Frauenwettbewerben identisch. Von 1969 an gab es hier Veränderungen: (1) Mit dem 1500-Meter-Lauf sowie der 4-mal-400-Meter-Staffel wurden zwei neue Wettbewerbe, die bei den Europameisterschaften 1969 in das Programm aufgenommen worden waren, mit in den Katalog der Frauenländerkämpfe integriert. Damit erhöhte sich die Zahl der Disziplinen auf dreizehn. (2) Der 80-Meter-Hürdenlauf war ab 1969 überall durch den 100-Meter-Hürdenlauf ersetzt worden. Das war auch bei den Länderkämpfen der Fall. Neu hinzu kam nun manchmal auch ein Rennen über 3000 Meter, eine Strecke, die erst 1984 olympisch wurde und dann in Angleichung an das Männerprogramm 1996 durch den 5000-Meter-Lauf abgelöst wurde. In seltenen Fällen gab es in Länderkämpfen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Abweichungen vom Standard in Form von Hinzunahme oder Weglassen einzelner Disziplinen. Vergleiche im Mehrkampf – bei den Frauen im Fünfkampf, bei den Männern im ZehnkampfDie Zahl der Vertreter je Land war dabei nicht standardisiert. In der Regel wurden von den gestarteten Teilnehmern nicht alle gewertet. Bei vier Vertretern je Disziplin beispielsweise wurden meist die drei Besten gewertet. Vergleiche der GeherDiese Begegnungen wurden bei den Männern in Form von Straßengehen ausgetragen. Es kamen zwei Disziplinen zur Austragung, ein Wettkampf über 20 Kilometer und ein Wettkampf über eine längere Distanz, die manchmal über 35 und manchmal über 50 Kilometer führte.In diesem Jahr kam das Gehen auch für die Frauen ins Programm. Ausgetragen wurde dabei ein Wettbewerb über 5000 Meter, 1976 auf der Straße, in nachfolgenden Jahren auch auf der Bahn. Das Gehen für Frauen stand erst ganz am Anfang seiner Entwicklung, diese Sportart musste sich im Frauenbereich noch durchsetzen. Bei Olympischen Spielen gab es 1992 in Barcelona zum ersten Mal einen Geher-Frauenwettbewerb, bei Europameisterschaften war das 1986 in Stuttgart zum ersten Mal der Fall.Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land und Wettbewerb wurde verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche im StraßenlaufAusgetragen wurde ein Rennen über dreißig Kilometer. Auch hier wurde bezüglich der Teilnehmerzahl je Land verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche im Marathonlauf.Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land wurde hier ebenfalls verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche mit den alleinigen Disziplinen SprungWurf/Stoß.In diesem Jahr wurde wie auch schon 1975 diese Form von Länderkampf nicht ausgetragen.

Austragungsform und Wertungsmodus In der Vergangenheit wurden Länderkämpfe mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm in der Regel mit zwei Vertretern pro Land und Disziplin durchgeführt. In einigen Vergleichen wurden wie schon in den Jahren zuvor drei Teilnehmer je Land und Wettbewerb eingesetzt. Die Regeln zur Punktevergabe wurden dabei durchgängig so angewendet, dass der Letztplatzierte einen Punkt erhielt, die weiteren Athleten in den Platzierungen jeweils aufwärts bis hin zu Rang zwei einen Punkt mehr. Der Erstplatzierte bekam zwei Punkte mehr gutgeschrieben als der Athlet auf Platz zwei. Für Länderkämpfe mit zwei Vertretern je Land und Disziplin bedeutete das: Platz 1: 5 P, Pl. 2: 3 P, Pl. 3: 2 P, Pl. 4: 1 P. Bei drei Vertretern je Land und Disziplin ergab sich folgende Punktevergabe: Platz 1: 7 P, Pl. 2: 5 P, Pl. 3: 4 P, Pl. 4: 3 P, Pl. 5: 2 P, Pl. 6: 1 P. Für die Staffeln gab es durchgängig fünf zu zwei Punkte.

Die Regeln zur Punktevergabe wurden ohne Ausnahme nach diesem standardisierten Wertungssystem angewendet. In weiteren Begegnungen mussten aufgrund anderer Rahmenbedingungen – mehr als zwei Teilnehmer je Nation in der Wertung oder mehr als ein Gegnerland – andere Regeln zur Punktevergabe zur Anwendung kommen. In den Mehrkämpfen wurden die Begegnungen entweder wie in anderen Begegnungen über die Platzierungen oder die Addition der im Wettkampf erzielten Punkte gewertet. Ähnlich wurde in den Straßenlauf-Länderkämpfen verfahren. Dort wurde entweder über die Platzierungen oder über die Addition der erzielten Zeiten gewertet.

Zahl der Länderkämpfe In diesem Jahr gab es nur noch eine Veranstaltung, in denen drei Nationen antraten, die jedoch nicht gemeinsam wie in einem Dreiländerkampf, sondern getrennt in Länderkämpfen mit je zwei Nationen gewertet wurden. So kommen in der Zählung in diesem Jahr insgesamt vierzehn Länderkämpfe bei dreizehn Veranstaltungen zustande.

Zehnkampf-Länderkampf der Männer gegen die Sowjetunion

Den ersten Länderkampf dieser Saison bestritten wie im Vorjahr die Zehnkämpfer, die allerdings nun nicht auf Rumänien, sondern auf die Sowjetunion trafen. Früh in der Saison am 15./16. Mai wurde diese Begegnung im südrussischen Sotschi als neuntes Aufeinandertreffen der beiden Länder in einem Zehnkampf ausgetragen. Die Zwischenbilanz lautete sechs zu zwei für die UdSSR. Der DLV trug diesen Länderkampf mit einer B-Mannschaft aus, weil am selben Termin im österreichischen Götzis eine Olympia-Ausscheidung der Mehrkämpfer stattfand. Am Ende musste sich das bundesdeutsche B-Team mit 50.688 zu 54.072 Punkten wieder geschlagen geben, dabei fiel die Niederlage diesmal besonders hoch aus. Auch die Mehrkämpferinnen der beiden Länder trafen sich am selben Termin in Sotschi zu einem eigenen Vergleich.

Fünfkampf-Länderkampf der Frauen gegen die Sowjetunion

Im zweiten Vergleich dieses Jahres traten die bundesdeutschen Fünfkämpferinnen wie ihre männlichen Mehrkampfkollegen am 15./16. Mai in Sotschi gegen die Sowjetunion an. Sieben Begegnungen zwischen diesen Teams hatte es zuvor gegeben, vier hatte die Sowjetunion gewonnen, drei die Bundesrepublik Deutschland. Wegen der Mehrkampf-Olympia-Ausscheidung in Götzis zum selben Termin war das bundesdeutsche Team durch eine Zweitbesetzung vertreten. So waren die bundesdeutschen Athletinnen in Sotschi chancenlos und mussten mit 20.722 zu 22.469 Punkten wie auch die Zehnkämpfer eine Niederlage hinnehmen, sodass sich die Bilanz auf drei zu fünf verschlechterte.