Natürlich blond (Originaltitel: Legally Blonde) ist eine US-amerikanische Filmkomödie von Regisseur Robert Luketic aus dem Jahr 2001. Es ist die Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans von Amanda Brown.

Handlung Das blonde und extrem modeorientierte Sorority-Mitglied Elle Woods hofft auf einen Antrag ihres Freundes Warner Huntington III., der in Harvard Jura studieren will, wird jedoch von ihm unter Verweis auf seine Karrierepläne abserviert. Elle geht davon aus, dass sie Warner zurückgewinnen kann, wenn sie ebenfalls erfolgreich und ernsthaft ist. Spontan bewirbt sie sich ebenfalls in Harvard und ergattert durch ein gutes Testergebnis einen Studienplatz, obwohl sie mit ihrem Vorbereitungsstudium im Modebereich so gar nicht ins Profil der renommierten juristischen Fakulität passt.

Aus ihrem ersten Seminar wird Elle wegen mangelnder Vorbereitung hinausgeworfen. Als sie auf Warner trifft, der inzwischen mit Vivian Kensington verlobt ist, beschließt sie, ihn mit guten Leistungen zu beeindrucken und ihn dadurch zurückzugewinnen.

Als die Kanzlei von Professor Callahan Praktikanten zur Mitarbeit bei einem wichtigen Mordprozess sucht, bewerben sich Elle, Warner und Vivian und werden angenommen. Ein Millionär wurde umgebracht und seine zweite Ehefrau, die prominente Fitnesstrainerin Brooke Taylor Windham, steht unter Mordanklage. Elle war früher Teilnehmerin in ihren Kursen und glaubt nicht an ihre Schuld. Ihre Kenntnisse im Modebereich helfen ihr, die wahre Mörderin zu überführen – die Tochter des Millionärs war die Täterin. Warner, beeindruckt von seiner Ex-Freundin, will zu Elle zurückkehren, die sich jedoch für den jungen Anwalt Emmett Richmond entscheidet. Elle und Vivian werden Freundinnen. Elle hält nach ihrer Graduierung die Abschlussrede und appelliert an die anderen Absolventen, an sich selbst zu glauben. Vivian gibt Warner den Laufpass.

In den Nebenhandlungen hilft Elle ihrer Nagelkosmetikerin, sich gegenüber ihrem Ex zu behaupten sowie den UPS-Boten für sich zu gewinnen. Außerdem lernt sie ihre Attraktivität für andere einzusetzen, so verhilft sie einem Kollegen zu einem Date.

Entstehung und Veröffentlichung Gedreht wurde in Pasadena, Los Angeles, Santa Monica, Santa Ana, Monterey Park (alle Kalifornien), Boston, Cambridge und London sowie an der University of Southern California und dem Dulwich College in England.

Die Produktionskosten betrugen schätzungsweise 18 Millionen US-Dollar. Der Film spielte in den Kinos der USA ca. 141 Millionen US-Dollar ein.Filming locations. IMDb; abgerufen am 22. Mai 2009.

Der Film wurde als Free-TV-Premiere am 22. September 2005 zur Prime Time auf ARD ausgestrahlt. In der werberelevanten Zielgruppe sahen den Film 2,1 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 16,1 Prozent. Insgesamt lag der Marktanteil bei 12,9 Prozent bei 3,89 Millionen Zuschauern.

Kritiken Das Lexikon des internationalen Films analysiert: „Eine etwas lieblos inszenierte, nur in einigen Details hintersinnige Komödie, die ‚predigt‘, dass Frauen an sich selbst glauben müssen, um Erfolg im Leben und in der Liebe zu haben. Überzeugend ist das quirlige Spiel der Hauptdarstellerin.“

Auszeichnungen Der Film wurde in der Kategorie Bester Film für den Filmpreis Golden Globe nominiert, genauso wie Reese Witherspoon für ihre Rolle. Reese Witherspoon gewann den MTV Movie Award in drei Kategorien und wurde in einer weiteren nominiert; der Film wurde für diesen Preis in der Kategorie Bester Film nominiert.

Der Film gewann den Teen Choice Award als Bester Film und wurde für den Young Artist Award in der Kategorie Komödie nominiert. Reese Witherspoon und Rolfe Kent wurden für den Golden Satellite Award nominiert.

Fortsetzungen und Musical 2003 wurde die Fortsetzung Natürlich blond 2 veröffentlicht.

2009 wurde Natürlich blond 3 – Jetzt geht’s doppelt weiter veröffentlicht.

2026 wurde eine Prequel-Serie namens Elle mit Lexi Minetree veröffentlicht.

2007 startete das Musical Legally Blonde – The Musical mit Laura Bell Bundy in der Hauptrolle. 2013 wurde eine deutschsprachige Version mit Barbara Obermeier in der Hauptrolle im Wiener Ronacher-Theater uraufgeführt.Bericht. Stagepool GmbH; abgerufen am 12. März 2022.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2001 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Filmkomödie Kategorie:Literaturverfilmung Kategorie:Frauenfilm Kategorie:Gerichtsfilm Kategorie:Fraternities und Sororities im Film