mini|hochkant=1.4|Karte der Wahlkreise zum Repräsentantenhaus 2026: Die Wahlen zum Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten 2026 sind die Wahlen aller Mitglieder des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten für den 120. Kongress. Sie werden am 3. November 2026 gleichzeitig mit den Wahlen zum Senat der Vereinigten Staaten als Halbzeitwahlen stattfinden. Auf Ebene der Bundesstaaten finden zeitgleich in 36 Bundesstaaten und drei Territorien Gouverneurswahlen statt. Nach der Wahl des Jahres 2024 hatten die Republikaner wie bereits 2022 die Mehrheit errungen. Die Demokraten benötigen 2026 einen Mandatszuwachs von zumindest drei Abgeordneten, um die Mehrheit zurückzuerobern.
Vorwahlen
An folgenden Tagen fanden 2026 die Vorwahlen statt.
3. März: Arkansas, North Carolina, Texas 10. März: Mississippi 17. März: Illinois 5. Mai: Indiana, Ohio 12. Mai: Nebraska, West Virginia 19. Mai: Alabama (Bezirke 3, 4, 5), Georgia, Idaho, Kentucky, Oregon, Pennsylvania 2. Juni: Iowa, Kalifornien, Montana, New Jersey, New Mexico, South Dakota 9. Juni: Maine, Nevada, North Dakota, South Carolina 16. Juni: Oklahoma 23. Juni: Maryland, New York, Utah 30. Juni: Colorado 21. Juli: Arizona 4. August: Kansas, Michigan, Missouri, Virginia, Washington 6. August: Tennessee 8. August: Hawaii 11. August: Alabama (Bezirke 1, 2, 6, 7), Connecticut, Minnesota, Vermont, Wisconsin 18. August: Alaska, Florida, Wyoming 1. September: Massachusetts 8. September: New Hampshire 9. September: Rhode Island 15. September: Delaware 3. November: Louisiana
In den Vorwahlen zeigte sich eine deutlich höhere Wahlbeteiligung bei den Demokraten als bei den Republikanern, was als positiver Trend für demokratische Kandidaten bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus gedeutet wurde. Danial Donner: Massive primary turnout points to biggest year for Democrats since Watergate, the-downballot.com vom 22. September 2026
National Convention
Die Republikaner hielten erstmals in ihrer Geschichte am 9. und 10. September 2026 eine Republican National Convention in Dallas ab, um ihre Wähler zu motivieren. Die Demokraten verzichteten auf eine solche Veranstaltung.Meg Kinnard: Trump announces Republican midterm convention in Dallas in September, Public Broadcasting Service vom 30. Juni 2026 Die Veranstaltung war zum Ende der Vorwahlen und vor dem Beginn früher Stimmabgaben in einigen Bundesstaaten angesetzt worden.Adam Cancryn/Kristen Holmes: Republicans privately worry that their ‘Trumpapalooza’ convention will be a bust, CNN vom 27. August 2026
Nicht erneut kandidierende Abgeordnete Bis zum 29. Mai 2026 hatten 60 Abgeordnete ihren Rückzug angekündigt. Es zeichnete sich bereits im August 2025 ab, dass eine höhere Anzahl von Abgeordneten als in vorherigen Kongresswahlen sich dafür entschieden hatten, sich für das Amt eines Senators der Vereinigten Staaten zu bewerben.Stephen Fowler: With midterms more than a year away, a record number of lawmakers are eyeing the exits, National Public Radio vom 13. August 2025 Im Dezember 2025 waren es mehr als 10 Prozent aller Mitglieder des 119. Kongresses, die nicht erneut antreten würden. Dies ist im Repräsentantenhaus ein Rekordwert.Stephen Fowler: More than 10% of Congress won't return to their seats after 2026, National Public Radio vom 17. Dezember 2025 Mit den Ankündigungen von Kevin Hern und Sam Graves im März 2026 waren es 36 republikanische Abgeordneten die nicht zur Wiederwahl antraten, der bisherige Rekord von 34 nicht erneut kandidierenden Republikanern bei der Wahl 2018 wurde damit eingestellt.Sudiksha Kochi: House Republicans flee Congress in record numbers amid growing dysfunction, The Hill vom 28. März 2026 Hinzu kommen neben der wegen der Wahl zur Gouverneurin von Virginia 2025 zurückgetretenen Mikie Sherrill und der mit Wirkung im Januar 2026 zurückgetretenen Marjorie Taylor Greene weitere acht Abgeordnete, die bis zum 17. Dezember 2025 verstorben waren.
Republikaner: Alabama-1: Barry Moore (seit 2021), kandidiert für den US-Senat Arizona-1: David Schweikert (seit 2011), kandidiert für das Amt des Gouverneurs von Arizona Arizona-5: Andy Biggs (seit 2017), kandidiert für das Amt des Gouverneurs von Arizona Florida-2: Neal Dunn (seit 2017), tritt in den Ruhestand Florida-11: Daniel Webster (seit 2011), tritt in den Ruhestand Florida-16: Vern Buchanan (seit 2007), tritt in den Ruhestand Florida-19: Byron Donalds (seit 2021), kandidiert für das Amt des Gouverneurs von Florida Georgia-1: Buddy Carter (seit 2015), kandidiert für den US-Senat Georgia-10: Mike Collins (seit 2023), kandidiert für den US-Senat Georgia-11 Barry Loudermilk (seit 2015), tritt in den Ruhestand Iowa-2: Ashley Hinson (seit 2021), kandidiert für den US-Senat Iowa-4: Randy Feenstra (seit 2021), kandidiert für das Amt des Gouverneurs von Iowa Kalifornien-48: Darrell Issa (2001 – 2019 und seit 2021), tritt in den Ruhestand Kentucky-6: Andy Barr (seit 2013), kandidiert für den US-Senat Louisiana-5: Julia Letlow (seit 2021), kandidiert für den Senat Michigan-10: John James (seit 2023), kandidiert für das Amt des Gouverneurs von Michigan Missouri-6: Sam Graves (seit 2001), tritt in den Ruhestand Montana-1: Ryan Zinke (2015 bis 2017 und seit 2023), tritt nicht erneut an. Nebraska-2: Don Bacon (seit 2017), tritt seinen Ruhestand an Nevada-2: Mark Amodei (seit 2011), tritt in den Ruhestand New York-21: Elise Stefanik (seit 2015), kandidierte zunächst für das Amt der Gouverneurin von New York, verzichtete aber dann North Carolina-11: Chuck Edwards (seit 2023), Rückzug nach Vorwahlsieg Oklahoma-1: Kevin Hern (seit 2018), kandidiert für den SenatFinya Swai: Oklahoma Rep. Hern launches bid to succeed Mullin in Senate, Politico vom 11. März 2026 South Carolina-1: Nancy Mace (seit 2021), kandidiert für das Amt des Gouverneurs von South Carolina South Carolina-5: Ralph Norman (seit 2017), kandidierte zunächst erfolglos für das Amt des Gouverneurs von South Carolina und anschließend erfolglos für den US-Senat. South-Dakota-A/L: Dusty Johnson (seit 2019), kandidiert für das Amt des Gouverneurs von South Dakota Tennessee-6: John Rose (seit 2019), kandidiert für das Amt des Gouverneurs von Tennessee Texas-8: Morgan Luttrell (seit 2023), tritt seinen Ruhestand an Texas-10: Michael McCaul (seit 2005), tritt seinen Ruhestand an Texas-19: Jodey Arrington (seit 2017), tritt seinen Ruhestand an Texas-21: Chip Roy (seit 2019), kandidiert für das Amt des Generalstaatsanwalts (Attorney General) von Texas Texas-22: Troy Nehls (seit 2021), tritt in den Ruhestand Texas-23: Tony Gonzales (seit 2021), Rücktritt nach Vorwahl Texas-38: Wesley Hunt (seit 2023), kandidiert für den US-Senat Utah-4: Burgess Owens (seit 2021), tritt nicht erneut an. Washington-4: Dan Newhouse (seit 2015), tritt in Ruhestand Wisconsin-7: Tom Tiffany (seit 2020), kandidiert für das Amt des Gouverneurs von Wisconsin Wyoming: Harriet Hageman (seit 2023), kandidiert für den US-Senat
Demokraten: District of Columbia: Eleanor Holmes Norton (seit 1991), tritt in den Ruhestand Florida-24 Frederica Wilson (seit 2011), tritt in den Ruhestand Illinois-2: Robin Kelly (seit 2013), kandidiert für den US-Senat Illinois-4: Chuy García (seit 2019), tritt seinen Ruhestand an Illinois-7: Danny K. Davis (seit 1997), tritt seinen Ruhestand an Illinois-8: Raja Krishnamoorthi (seit 2017), kandidiert für den US-Senat Illinois-9: Jan Schakowsky (seit 1999), tritt ihren Ruhestand an Kalifornien-11: Nancy Pelosi (seit 1987), tritt ihren Ruhestand an Kalifornien-14: Eric Swalwell (seit 2013), kandidiert für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien Kalifornien-26: Julia Brownley (seit 2013), tritt in den Ruhestand Louisiana-6: Cleo Fields (seit 2025), kandidiert für den Senat von Louisiana. Maine-2: Jared Golden (seit 2019), tritt seinen Ruhestand an Maryland-5: Steny Hoyer (seit 1981), tritt in den Ruhestand Massachusetts-6: Seth Moulton (seit 2015), kandidiert für den US-Senat Michigan-11: Haley Stevens (seit 2019), kandidiert für den US-Senat Minnesota-2: Angie Craig (seit 2019), kandidiert für den US-Senat New Hampshire-1: Chris Pappas (seit 2019), kandidiert für den US-Senat New Jersey-12: Bonnie Watson Coleman (seit 2015), tritt ihren Ruhestand an New York-7: Nydia Velázquez (seit 1993), tritt ihren Ruhestand an New York-12: Jerry Nadler (seit 1992), tritt seinen Ruhestand an Pennsylvania-3: Dwight Evans (seit 2016), tritt seinen Ruhestand an Tennessee-9: Steve Cohen (seit 2007), tritt in den Ruhestand Texas-30: Jasmine Crockett (seit 2023), kandidiert für den Senat Texas-33: Marc Veasey (seit 2019), kandidiert als Richter des Tarrant County Texas-37: Lloyd Doggett (seit 1995), tritt in den Ruhestand
Abgewählt in den Vorwahlen
Bei der Wahl 2026 traten nicht nur ungewöhnlich viele Amtsinhaber nicht erneut an, es verloren auch eine außerordentliche Anzahl Wiederwahlen in den Vorwahlen. Bereits in der ersten Augustwoche waren neun Abgeordnete in den Vorwahlen unterlegen, die höchste Anzahl seit der Kongresswahl 1970.Annelise Hanson: House turnover jumps as incumbents lose primaries at the highest rate in decades, NBC News vom 8. August 2026 Besonders bei den Demokraten bewirkte Unzufriedenheit an der Basis zur Abwahl von Amtsinhabern vor allem in Hochburgen der Demokraten.Andrew Solender: 2026 is turning into a bloodbath for safe-seat House Democrats, Axios vom 5. August 2026
Republikaner: Florida-7: Cory Mills (seit 2023) Kentucky-4: Thomas Massie (seit 2012)Midterms Live Updates: Rep. Thomas Massie, Frequent Trump Critic, Ousted in Primary, The New York Times vom 19. Mai 2026 Tennessee-5: Andy Ogles (seit 2023)Ben Kamisar: Rep. Andy Ogles loses his Republican primary in Tennessee, NBC News vom 6. August 2026 Texas-2: Dan Crenshaw (seit 2019)J. David Goodman: Representative Dan Crenshaw Loses G.O.P. Primary in Texas, The New York Times vom 4. März 2026
Demokraten Colorado–1: Diana DeGette (seit 1997)Chris Stein: Democratic socialist Melat Kiros defeats 15-term incumbent in Colorado House primary, The Guardian vom 1. Juli 2026 Connecticut–1: John Larson (seit 1999)Lisa Lerer: Rep. John Larson, a Longtime Lawmaker, Loses a Primary in Connecticut, The New York Times vom 11. August 2026 Michigan-13: Shri Thanedar (seit 2023)Michigan 13th Congressional District Primary Election Results, The New York Times vom 4. August 2026 New York-10: Dan Goldman (seit 2023)Julia Müller: Mamdani-backed Lander ousts Goldman in New York House primary, The Hill vom 23. Juni 2026 New York-13: Adriano Espaillat (seit 2017)Julia Müller: Espaillat ousted in New York House primary by Mamdani-backed candidate, The Hill vom 23. Juni 2026 Texas-18: Al Green (seit 2005)Texas 2026 primary runoff election results, The Texas Tribune vom 22. Mai 2026 Texas-33: Julie Johnson (seit 2025)
Duelle zwischen Abgeordneten und Neuzuschnitt von Wahlkreisen Durch den Neuzuschnitt der Wahlkreise (Redistricting) kann es vorkommen, dass in einem Wahlkreis zwei Abgeordnete gegeneinander kandidieren, die davor in zwei verschiedenen Wahlkreisen im Repräsentantenhaus gesessen hatten. Diese Sitze sind:
Kalifornien-40: Young Kim (40) gegen Ken Calvert (41)Nicole Nixon: Candidates scramble, one quits, after redistricting shakes up California’s congressional races, The Los Angeles Times vom 9. März 2026 Beide qualifizierten sich als Kandidaten mit den meisten Stimmen in Kaliforniens „Dschungel-Primary“ für die Stichwahl im November – Calvert mit 34,9 % und Kim mit 20,6 %California 40th Congressional District Primary Election Results, The New York Times vom 2. Juni 2026 Texas-18: Al Green (9) gegen Christian Menefee (18)Liz Crampton: Houston Democrat wins former Rep. Sylvester Turner’s seat ahead of contested primary, Politico vom 31. Januar 2026 Menefee setzte sich durch.