Die Stadt Maintal liegt am Main zwischen Frankfurt am Main und Hanau im zusammenhängend bebauten Gebiet. Sie ist die bevölkerungsreichste Stadt des Main-Kinzig-Kreises.

Geographie

Nachbargemeinden Maintal grenzt im Norden an die Gemeinden Niederdorfelden und Schöneck, im Osten an die Stadt Hanau, im Süden – jeweils durch den Main getrennt – an Mühlheim am Main (Landkreis Offenbach) und die Stadt Offenbach am Main sowie im Westen an die Stadt Frankfurt am Main.

Stadtgliederung

20px Dörnigheim (16.970 Einwohner) 20px Bischofsheim (15.072 Einwohner) 20px Hochstadt (6.239 Einwohner) 20px Wachenbuchen (3.450 Einwohner)

Der Sitz der Stadtverwaltung ist in Hochstadt.

Geschichte Die Stadt wurde am 1. Juli 1974 im Zuge der Hessischen Gebietsreform aus der Stadt Dörnigheim und den Gemeinden Bischofsheim, Hochstadt und Wachenbuchen gebildet. In einer Umfrage vor der Zusammenlegung schlugen die meisten Bürger den Namen „Mainstadt“ vor.

Politik Stadtverordnetenversammlung mini|Rathaus Maintal Für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Maintal erbrachte die Kommunalwahl am 15. März 2026 folgendes amtliche Endergebnis,Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 15. März 2026 - 23° Election Manager: Maintal 2026 in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:

Stadtverordnetenversammlung – Kommunalwahlen 2026

Wahlvorschläge%2026Sitze2026%2021Sitze2021%2016Sitze2016%2011Sitze2011%2006Sitze2006%2001Sitze2001 28,61325,21126,61231,81437,41742,719 19,2921,71032,51433,21534,91639,918 15,9721,91011,2516,489,048,74 BfB Maintal Bürger für Bürger Maintal 12,66—————————— 7,635,62———————— 5,3210,2512,864,527,634,62 4,12—————————— WAM Wahlalternative Maintal 4,0210,3517,0811,657,23—— GEMEINSAM Gemeinsam für Maintal 2,615,12———————— ——————2,613,324,02 Gesamt 100,0 45 100,0 45 100,0 45 100,0 45 100,0 45 100,0 45 Wahlbeteiligung in % 46,2 41,4 36,8 39,9 37,6 44,3

Bürgermeister und Magistrat Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl. Er ist Vorsitzender des Magistrats, dem in der Stadt Maintal, neben ihm als Bürgermeister, hauptamtlich ein Erster Stadtrat und ehrenamtlich acht weitere Stadträte angehören.Stadt Maintal: Magistrat, abgerufen am 18. August 2023 Bürgermeisterin ist seit dem 1. Januar 2016 die parteilose Monika Böttcher. Sie wurde am 27. September 2015 in einer Stichwahl als Nachfolgerin von Erhard Rohrbach (CDU), der nach drei Amtszeiten zur Wiederwahl nicht mehr angetreten war, bei 31,2 Prozent Wahlbeteiligung mit 51,8 Prozent der Stimmen gewählt. Es folgte eine Wiederwahl im September 2021.Votemanager: Bürgermeisterwahl Stadt Maintal 2021

Amtszeiten der Bürgermeister; Hinweis: für die Ansicht der archivierten Einzelergebnisse ggf. die Endung index.html aus der Webadresse löschen und diese dann neu laden50 Jahre Stadt Maintal, mit Liste der Bürgermeister-Amtszeiten: „Am 27. Oktober 1974 wählen die Maintaler schließlich ihre erste Stadtverordnetenversammlung. … Bei der konstituierenden Sitzung … am 17. Dezember des gleichen Jahres werden Erwin Henkel (zuvor Bürgermeister in Dörnigheim) zum Bürgermeister der Stadt Maintal gewählt … und Georg Krieger (zuvor Bürgermeister in Bischofsheim) zum Stadtverordnetenvorsteher.“ 2016–2027 Monika BöttcherOP Online, 15. Mai 2021: Bürgermeisterwahl Maintal: Amtsinhaberin Monika Böttcher tritt wieder an; „sie … trat das Amt am 1. Januar 2016 an - nach 18 Jahren Erhard Rohrbach (CDU) als Verwaltungschef.“ 2004–2015 Erhard RohrbachHanauer Anzeiger, 16. Februar 2015: Rohrbach tritt nicht mehr an (CDU) 2001–2003 Dorothee Diehl (CDU) 1995–2001 Erhard Rohrbach (CDU) 1983–1995 Walter Unger (SPD) 1975–1983 Erwin Henkel (SPD) (zuvor Bürgermeister in Dörnigheim) 1974–1975 Georg Krieger (SPD) (Staatsbeauftragter, zuvor Bürgermeister in Bischofsheim)Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.02.1987, S. 38.Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.01.1975, S. 36.Vgl. Frankfurter Rundschau, 17.01.1975.Vgl. Frankfurter Rundschau, 16.01.1975.Vgl. Frankfurter Rundschau, 06.07.1974.

Magistrat Der Magistrat ist als Kollegialorgan die Verwaltungsbehörde der Stadt. Er besteht aus dem Bürgermeister als Vorsitzenden, dem Ersten Stadtrat und weiteren Stadträten. In der Praxis besteht die weit überwiegende Mehrheit des Magistrats aus ehrenamtlichen Mitgliedern. Die Zahl der hauptamtlichen Stadträte darf die der ehrenamtlichen jedenfalls nicht übersteigen.hessenrecht.de: Hauptamtliche und ehrenamtliche Verwaltung § 44 Abs. 2 der HGO

Der Magistrat besorgt die laufende Verwaltung und wird von den Bediensteten der Stadt unterstützt. Diese stellt er ein, befördert und entlässt sie. Er trifft die Entscheidungen zu laufenden Verwaltungsangelegenheiten, bereitet gemeinsam mit der Verwaltung die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung vor und führt diese aus. Er wirkt mit bei der Ausführung der Gesetze und Verordnungen innerhalb der Stadt, bei der Verwaltung des Vermögens, bei der Erstellung des Haushaltsplanes sowie bei der Überwachung des Kassen- und Rechnungswesens. Auch die Wahrung der Bürgerinteressen ist seine Aufgabe. Er tagt unter Vorsitz des Bürgermeisters in nicht-öffentlichen Sitzungen. An den Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung nimmt der Magistrat ohne Stimmrecht teil.hessenrecht.de: Gemeindevorstand (Magistrat) §§ 65ff, Bezeichnung der Organe § 9 und Amtsbezeichnung der Beigeordneten § 45 Abs. 2 der HGO

Die ehrenamtlichen Stadträte werden von der Stadtverordnetenversammlung in oder bald nach der konstituierenden Sitzung für die fünfjährige Wahlperiode bis zur nächsten Kommunalwahl in den Magistrat gewählt. Für die Dauer ihrer Wahlzeit werden sie zu Ehrenbeamten ernannt und können zwar zurücktreten, aber im Gegensatz zu hauptamtlichen Magistratsmitgliedern nicht abgewählt werden. Die Stärke der in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen spiegelt sich grundsätzlich in der Zusammensetzung des ehrenamtlichen Magistrats wider.

Hauptamtliche Stadträte werden von der Stadtverordnetenversammlung auf die Dauer von sechs Jahren als Wahlbeamte gewählt. In der Stadt Maintal gibt es zwei hauptamtliche Magistratsmitglieder: Bürgermeisterin Monika Böttcher und Erster Stadtrat Karl-Heinz Kaiser (SPD), seit dem 1. September 2020 im Amt. Nach dem Geschäftsverteilungsplan der Bürgermeisterin sind beide als Dezernenten jeweils für einen Teil der Ämter und Fachbereiche der Stadtverwaltung zuständig. Dem Ersten Stadtrat sind die Fachbereiche „Sicherheit und Ordnung“, „Soziales“, „Stadtentwicklung“, „Jugend, Bildung, Kultur und Vereine“ sowie der Eigenbetrieb Betriebshof zugewiesen.Stadt Maintal: Erster Stadtrat Karl-Heinz Kaiser

Ausländerbeirat Der Ausländerbeirat darf die Politik in Maintal nicht direkt mitbestimmen, kann allerdings die Stadtverordnetenversammlung beraten. Die Mitglieder des Ausländerbeirats können die ausländischen und staatenlosen Menschen vertreten, die nicht an der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung teilnehmen dürfen. Stimmberechtigt sind alle volljährigen Maintaler, die keine deutsche oder EU-Staatsangehörigkeit besitzen. Die letzte Wahl fand gleichzeitig mit der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung am 15. März 2026 statt.

Die aktuellen und vergangenen Ergebnisse der Ausländerbeiratswahlen sind wie folgt: Wahllisten %2026 Sitze2026 %2021 Sitze2021 %2015 Sitze2015 %2010 Sitze2010 %2005 Sitze2005 %2002 Sitze2002AGMAusländer Gemeinsam in Maintal67,7768,481001110011——29,43ILMInternationale Liste Maintal32,3431,63————————APUAusländer Progressive Union————————100113,21L.I.M.——————————61,67gesamt1001110011100,011100,011100,011100,011Wahlbeteiligung in %6,77,41,62,41,617,6

Städtepartnerschaften Luisant (Frankreich), seit 11. April 1974 Moosburg (Österreich), seit 21. Oktober 1976 Esztergom (Ungarn), seit 15. Juli 1993 Katerini (Griechenland), seit 20. März 1994

Wappen und Flagge mini|100px Wappen links|100px Blasonierung: „Schild im Verhältnis 3:1 gespalten; vorne in Rot zwei ineinander greifende silberne Zahnräder übereinander; hinten in Silber ein grüner Schilfstängel mit grünen Blättern und schwarzem Kolben. Im unteren Viertel ist das Wappen belegt mit einem Wellenbalken in verwechselten Farben.“

Das Wappen wurde der Stadt Maintal am 10. Februar 1976 durch das Hessische Innenministerium genehmigt. Gestaltet wurde es durch den Bad Nauheimer Heraldiker Heinz Ritt.

Das Wappen basiert auf dem der ehemaligen Gemeinde Bischofsheim, ergänzt durch den Wellenbalken, der den Main darstellen soll. Der Schilfstängel soll die Natur und die Zahnräder die Industrie in Maintal symbolisieren.

Flagge

Die Flagge wurde der Stadt am 17. August 1967 durch das Hessische Innenministerium genehmigt und wird wie folgt beschrieben:

„Die Flagge zeigt die Farben Weiß und Rot, im oberen Drittel belegt mit dem Stadtwappen.“

Umwelt Am 29. November 2010 unterzeichnete Bürgermeister Erhard Rohrbach die Charta der 100 Kommunen für den Klimaschutz. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen hat sich Maintal damit zum Ziel gesetzt, Potenziale zur Energieeinsparung und zur Steigerung der Energieeffizienz weiter auszuschöpfen und die Nutzung Erneuerbarer Energien voranzubringen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen Im Stadtteil Hochstadt ist das Heimatmuseum Maintal.

Stolpersteine Seit 2007 werden auch in Maintal durch den Künstler Gunter Demnig Stolpersteine für Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Bis 2025 wurden bereits 87 Steine in vier Maintaler Stadtteilen gesetzt.

Vereine Das kulturelle Leben wird von den Vereinen, den Kirchengemeinden, vom Kulturbüro der Stadt Maintal und dem SeniorenOffice gestaltet. Weit über die Region hinaus sind die Kirchenkonzerte, die Straßenfeste, der Weihnachtsmarkt von Hochstadt und der Ironman sowie die Kerb in Wachenbuchen, die immer am zweiten Wochenende im August stattfindet, bekannt.

Maintals Senioren sind ehrenamtlich aktiv. Über die vielfältigen Betätigungsfelder informiert eine Seniorenzeitung und ein Internetauftritt.

Maintal ist des Weiteren eine Karnevals-Hochburg mit traditionellen Vereinen in allen vier Stadtteilen sowie einem Fastnachtsumzug, der alljährlich am Fastnachtsamstag in Dörnigheim stattfindet.

Bauwerke Siehe Liste der Kulturdenkmäler in Maintal

Biotope siehe auch Liste der Naturdenkmale in Maintal

Im Ortsteil Bischofsheim befindet sich eine bemerkenswerte Alteichenpopulation am südöstlichen Rand des Gänseweihers zwischen Gänseweiherweg und dem Stadion des FSV 07 Bischofsheim. Der älteste Baum dürfte dort um das Jahr 1710 gekeimt sein. Sein Umfang beträgt fast 4 Meter.

Die Population ist Teil einer größeren Ansammlung 250–380 Jahre alter Eichen im Enkheimer Wald und im Naturschutzgebiet Enkheimer Ried. Die Enkheimer Alteichen stehen am südlichen Rand des Naturschutzgebiets Enkheimer Ried des Frankfurter Stadtwaldes und Frankfurter Grüngürtels. Diese zählen sie zu den ältesten und besterhaltenen Baumpopulationen Frankfurts. Nachgewiesen sind insgesamt 30 Einzelexemplare, die sich im Wesentlichen an vier Stellen im rund 23,3 Hektar großen Enkheimer Wald konzentrieren, von dem das Naturschutzgebiet ca. 8,9 Hektar einnimmt.

Wirtschaft und Infrastruktur mini|Luftbild von Maintal-Bischofsheim

Die wahrscheinlich bekannteste Maintaler Firma ist die Norma Group, deren Schlauchschellen und Schlauchverbinder in vielen Autos zu finden sind. Große Gewerbegebiete mit Autozuliefer-, Metall-, Einzelhandel- und Dienstleistungsbetrieben, auch zur Versorgung von Hanau. Ebenfalls, aber recht neu ist der chinesische Relaishersteller Xiamen Hongfa Electroacoustic, mit seiner im Jahr 2003 gegründeten Niederlassung Hongfa Europe GmbH. Hier wird das komplette Angebot aus 110 Relaisfamilien mit allen Gütesiegeln auf den Markt angeboten. Weitere wichtige Unternehmen in Maintal sind:

Altec Lansing 1&1 Drillisch AG DHL Freight GmbH Norma Group

Verkehr

Eisenbahnverkehr