Paul Werschy (* 1875 in Buttstädt; † 1957 in Weimar) war ein deutscher Architekt in Weimar.

Leben Sein architektonisches Hauptwerk ist das leider nicht mehr erhaltene Vier-Giebel-Haus von 1913.Weitere Nachweise für Werschy: Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 507, 762 und 840 f. Erhalten hat sich indes seine Entwurfsskizze, die sich in seinem Nachlass befindet, der in das Stadtarchiv Weimar gelangte. Er gehörte zu den Architekten wie Hermann Wadel (* 1860), der mit als Erster die von Otto Wagner (1841–1918) und Adolf Loos (1870–1933) ausgehend von München den Stil der alle Zierformen und Bausymbolik ablehnenden Architektur einführte. Hervorhebung der Fensterumrandung wurde ebenfalls abgelehnt. Baumaterial war einfacher Ziegelstein mit Putzverkleidung und Stahlträger. Dieses wurde später selbst von Rudolf Zapfe, dem Architekten des Jugendstils in Weimar schlechthin, um 1910 angewandt.Gitta Günther, Lothar Wallraf (Hrsg.): Geschichte der Stadt Weimar. Böhlau, Weimar 1975, 2. Auflage 1976, S. 455. Mit Adolf Wagner (1844–1918) handelt es sich klar um eine Fehlzuweisung. Der war kein Wiener Architekt und hatte mit Adolf Loos in Wien an sich nichts zu tun, sondern in Laibach und Graz. Werschy wohnte in Weimar in der Wallendorfer Straße 9.Christiane Weber: Villen in Weimar, Band 5, Burkhardt, Erfurt 2005, S. 206 ff. Sein Wohnhaus, das er selbst entwarf und 1909 bezog, steht unter Denkmalschutz.https://denkmalpflege.thueringen.de/denkmalliste Er besaß u. a. das Haus Lassenstraße 31 (heute Trierer Straße 73) und wohnte zuvor in der Lassenstraße 33 im Erdgeschoss.Weimarer Adreßbuch 1906, S. 182. Werschy entwarf u. a. das 1930 entstandene Wohnhaus Jahnstraße 14 für Hermann Abendroth.Christiane Weber: Villen in Weimar, Band 4, Burkhardt, Erfurt 2002, S. 66. Werschys Nachlass enthält zahlreiche Entwürfe für über das gesamte Stadtgebiet Weimars verteilte Wohngebäude. Eines ist die Mozartstraße 13/15, das er 1910 errichtete. Hier allerdings griff Werschy auf antikisierende bzw. barockisierende Elemente zurück. So ganz verzichteten seine Vorbilder Otto Wagner und Adolf Loos auf ornamentalen Schmuck allerdings auch nicht. Gerade Wagner verwendete solche Formen die längste Zeit seines Schaffens, gegen die sich Loos richtete, und wendete sich erst in der Spätphase seines Schaffens davon ab.

Werschy war Mitglied im Bund Deutscher Architekten.

Literatur Biographie zu Paul Werschy in: Christiane Weber: Villen in Weimar, Band 4, Burkhardt, Erfurt 2005, S. 206 ff.

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Einzelnachweise

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