Wolfgang Waltenberger (* 1974 in Gmunden) ist ein österreichischer Physiker und Hochschullehrer.

Leben Waltenberger studierte an der Technischen Universität Wien, wo er 2001 sein Diplom in theoretischer Physik mit einer Arbeit zur Quantengravitation erlangte. Anschließend arbeitete er als Data Scientist am Institut für Hochenergiephysik HEPHY. Seit 2001 ist er Mitglied der CMS-Kollaboration am CERN. Seine Doktorarbeit an der TU Wien im Jahr 2004 befasste sich mit Algorithmen zur Spurrekonstruktion bei CMS.

Nach einer Tätigkeit als Postdoc von 2004 bis 2008 mit Schwerpunkt auf b-Tagging und vertexing erhielt er 2008 eine Festanstellung am HEPHY. Von 2009 bis 2012 leitete er die Wiener HEPHY-Gruppe zur Suche nach Supersymmetrie. 2012 gründete er die SModelS-Kollaboration zur Interpretation von LHC-Daten, deren Projektleitung er 2014 übernahm. 2018 habilitierte er sich an der Universität Wien.

Waltenberger hatte 2015 eine Gastprofessur an der Universidade de São Paulo inne.

Er ist verheiratet und hat drei Söhne.

Forschung mini|Simulierte Detektion von Teilchen nach Protonenkollision im CMS-Detektor Waltenberger analysiert die Daten des CMS-Experiments (Compact Muon Solenoid) am CERN. Darüber hinaus trägt er zur Feinabstimmung von Simulationsprogrammen bei, um das Underlying Event und Multiparton-Streuung besser zu modellieren. Insgesamt kombiniert sein Arbeitsgebiet die Suche nach neuen physikalischen Phänomenen und die präzise Kontrolle experimenteller Messungen, um das Standardmodell der Teilchenphysik weiter zu testen und gegebenenfalls zu erweitern.

Weblinks

Wolfgang Waltenberger bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Wolfgang Waltenberger auf YouTube

Einzelnachweise

Kategorie:Physiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Absolvent der Technischen Universität Wien Kategorie:Person (CERN) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1974 Kategorie:Mann