mini|Huang Chunming, 2010
Huang Chunming (; geboren am 13. Februar 1935 in der taiwanischen Provinz Taihoku) ist ein chinesischsprachiger Autor u. a. von Romanen, Gedichten, Kinderliteratur und Essays.
Leben Huang Chunming kam in der damaligen Präfektur Taihoku Taiwans (derzeit: Luodong im Landkreis Yilan südöstlich von Taipei) als ältester Sohn von fünf Kindern zur Welt. Als er acht Jahre alt war, starb seine Mutter. Nach mehreren Schul- und Universitätswechseln macht er schließlich an der „National Pingtung University of Education“ im Süden Taiwans (jetzt „National Pingtung University“, NPTU) seinen Abschluss und arbeitet für einige Jahre als Lehrer. Nach Absolvierung des Militärdienstes, der Heirat 1966 mit Lin Meiyin (), mit der er zwei Söhne hat, und der Übersiedlung nach Taipei geht er verschiedensten Berufen nach, wodurch er einerseits Einblick in Lebensführung und Lebensgefühl aller Bevölkerungsschichten bekommt, andererseits aber auch in manchen Augen despektierlich erschien. Huang gilt als einer der wichtigsten und populärsten Autoren Taiwans und als Hauptrepräsentant der Heimatliteratur (), die Ende der 1960er und in den 1970er Jahren die literarische Szene in Taiwan beherrschte. Genannt wird allerdings 1937 als Huangs Geburtsjahr. In den 1990er Jahren gründete er die Huang's Big Fish Children's Theater Troupe (), mit der er durch das Land reiste, sowie später in Yilan, seinem Heimatort, die Zeitschrift Neun Kurven, achtzehn Biegungen (), die er mit eigenen Collagen illustriert. In den 2010er Jahren betrieb er dort ein Literatur-Café.
Werke Huang Chunmings literarische Karriere wurde früh von westlichen Autoren wie Anton Chekhov, Ernest Hemingway, Mark Twain, William Faulkner geprägt, aber auch von Kurzgeschichten von Shen Congwen. Seine Werke zeugen vom Verständnis für das Leben der kleinen Leute, der Benachteiligten und Außenseiter, der Opfer der Geschichte und, ab den 1980er Jahren, der vom Wirtschaftswunder Zurückgelassenen sowie vom Gefühl der Entfremdung einer Bevölkerung, die sich in einer Identitätskrise befindet. Seine erste Kurzgeschichte, Der Sohn des Straßenkehrers (), veröffentlichte er bereits 1956. Einen literarischen Höhepunkt erreichten seine Kurzgeschichten und Romane der sogenannten Heimatliteratur in den 1960er und 1970er Jahren. Einige seiner Erzählungen sind verfilmt worden, so drei seiner Geschichten als The Sandwich Man von 1983,Es handelt sich um die Kurzgeschichten Kasper für den Sohn (, 1968, auch übersetzt als Nur ein Harlekin), Xiaoqis Mütze (, 1974) und Der Geschmack der Äpfel (, 1972), die auf Deutsch vorliegen. ein Film, der als einer der ersten Filme des Taiwan New Cinema gilt. Er veröffentlichte viele seiner damaligen Erzählungen in der 1966 gegründeten Zeitschrift Literature Quarterly ().
Werke in deutscher Übersetzung 1986: Für eine Liste der in Der ewige Fluß enthaltenen Autoren und Werke siehe das Inhaltsverzeichnis der Deutschen Nationalbibliothek. 1999: Im Vorwort geht Wolf Baus auch auf die Geschichte Taiwans seit 1945 ein, nennt dabei aber als Huangs Geburtsjahr 1939. Die Titel Krätze (, 1977) und Der Tag, an dem sie aufs Meer schaute (, 1967) sind bereits 1982 erschienen in: 2000: 2022: Eine Liste der in Zwischen Himmel und Meer enthaltenen Autoren und Titel zeigt das Inhaltsverzeichnis der Deutschen Nationalbibliothek.
Quellen
Die Anthologie enthält die Essays bzw. Erzählungen Eine Geschichte von 20.000 Jahren (, 1963), Eine Stimme (, 1990) und Aufhebung des Kriegsrechts (, 1990), jeweils aus dem Chinesischen vom Herausgeber. Eine Liste aller enthaltenen Autoren und Titel zeigt das Inhaltsverzeichnis der Deutschen Nationalbibliothek.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden Kategorie:Taiwaner Kategorie:Chinese Kategorie:Geboren 1935 Kategorie:Mann