Der Halijafy Verlag war einer der führenden unabhängigen Buchverlage in Belarus.Daniel Graf, Gegen die Repression, auf: republik.ch (21. September 2023), abgerufen am 19. Februar 2025. Programmschwerpunkte waren zeitgenössische belarussische Belletristik sowie Kinderbücher in belarussischer Sprache und Kunstbände.The International Book Arsenal Festival, Halijafy, auf: book.artarsenal.in.ua (25. März 2021), abgerufen am 19. Februar 2025 (englisch, ukrainisch). Bei Haliafy erschienen belarussische Autoren wie Alherd Bacharewitsch, Volha Hapeyeva und Waljanzin Akudowitsch.
Verlagsgeschichte Der Halijafy Verlag wurde 2007 von Smizer Wischnjou und Michas Bashura gegründet.Point of No Return – Stimmen aus Belarus : Zmicier Vishniou, „Papa, was ist Junta?“, auf: lcb.de (19. Januar 2021), abgerufen am 19. Februar 2025.Галіяфы, auf: kamunikat.org (2000–2025), abgerufen am 19. Februar 2025 (belarussisch). Der Verlag knüpfte an die postmoderneWaljanzin Akudowitsch, "З бумбамлітаўцамі я быў літаратурным раўналеткам" : Афрыка – радзіма тазікаў, або Я хачу ў Бум-Бам-Літ (15. April 2019), abgerufen am 19. Februar 2025 (belarussisch). kreative Avantgardebewegung Bum-Bam-Lit an. Diese Künstlergruppe, in der auch Vishnioŭ und Bashura aktiv gewesen waren, gilt als eines der bedeutendsten Phänomene in der belarussischen Literatur der 1990er Jahre.Zmicer Višnëŭ, Literaturlandschaft Belarus: Eine Begehung, auf: novinki.de (19. Februar 2010), abgerufen am 19. Februar 2025.
Bei Halijafy erschienene Bücher wurden in Belarus mehrfach mit nichtstaatlichen Literaturpreisen ausgezeichnet und zum „Buch des Jahres“ gewählt.Нетутэйшыя: Reversion, auf: 33booksforanotherbelarus.ch (16. September 2016), abgerufen am 19. Februar 2025. Der 2014 von Halijafy eröffnete gleichnamige Buchladen in Minsk musste nach einigen Monaten wieder geschlossen werden. Im „systematische[n] Feldzug“Anna Wolynez und Andrej Januschkewitsch, Verbannt und verboten (17. Oktober 2023), abgerufen am 19. Februar 2025. des Lukaschenka-Regimes gegen unabhängige Verlage wurde auch die Arbeit des Halijafy Verlags ab 2020 immer stärker erschwert,PEN gewährt belarussischem Verleger Schutz, auf: deutschlandfunkkultur.de (25. Juli 2022), abgerufen am 19. Februar 2025. und im April 2022 wurde der Verlag zwangsliquidiert. Wischnjou ging ins Exil nach Berlin, da ihm in Belarus wegen seiner publizistischen Tätigkeit eine Haftstrafe droht.PEN-Zentrum Deutschland, Zmicier Vishniou, auf: pen-deutschland.de (2022), abgerufen am 19. Februar 2025.
Name und Logo Name und Logo des Halijafy Verlag gingen auf die „afrikanistischen“ Ideen von Bum-Bam-Lit zurück. Laut Waljanzin Akudowitschs fantastischer Programmatik Афрыка – радзіма тазікаў, або Я хачу ў Бум-Бам-Літ (deutsch: Afrika – die Heimat der Becken, oder ich will Bum-Bam-Lit) ist Afrika der „Geburtsort von Bum-Bam-Lit“. Der Verlagsname Halijafy (deutsch: Goliath) bezieht sich auf den Goliathkäfer (Goliathus), der in West- und Zentralafrika heimisch ist.
Einzelnachweise
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