Roland Karl August Weber (* 8. August 1910 in Rostock; † 1983 in Bad HersfeldStadtarchiv Rostock, Standesamt Rostock, Geburtsregister 1910, Nr. 1052.) war ein deutscher Biologe und Hochschullehrer.
Leben und Wirken Er war der Sohn des Bezirks-Ingenieurs Ernst Weber und dessen Ehefrau Maria Weber geborene Hammes. Nach dem Schulbesuch studierte er u. a. Biologie und promovierte zum Dr. phil. nat. Er wurde Leiter der Dozentenschaft und Führer im Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbund. Er war Gauwalter des NS-Dozentenbundes im Gau Bayreuth. An der Hochschule für Lehrerbildung in Bayreuth wirkte er als Professor für Vererbungslehre und Rassenkunde.
Der Botaniker Ernst Küster erwähnt ihn in seinen 1956 erfolgten Erinnerungen eines Botanikers wie folgt: „Roland Weber ging später ins Lehrfach und war lange in Bayreuth tätig“.Ernst Küster: Erinnerungen eines Botanikers. Nach dem Manuskript herausgegeben von Gertrud Küster-Winkelmann. Brühlsche Universitätsdruckerei Gießen 1956, S. 286.
Werke (Auswahl) Beiträge zur Kenntnis der Gattung Calothrix. In: Archiv für Protistenkunde 79 (1933), S. 391–415. Plasmolyse und Vakuolenkontraktion bei Antithamnion plumula. In: Protoplasma 19 (1933), S. 242–248.
Literatur Weber, Roland. In: Gerhard Lüdtke: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 1940/41, 6. Auflage, 1. Band (L–Z), Walter de Gruyter & Co., Berlin 1941, Sp. 1037. Hans-Christian Harten, Uwe Neirich, Matthias Schwerendt: Rassenhygiene als Erziehungsideologie des Dritten Reichs. Bio-bibliographisches Handbuch. Akademie Verlag GmbH, Berlin 2006, S. 26.
Weblinks Erb- und Rassenhygiene in Bayreuth 1933–1945, eine Dokumentation über Selektion in der Hilfschule, Zwangssterilisierungen und "Euthanasie"-Tötungen
Einzelnachweise
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