mini|Grafenwappen derer von Melchiori (1738) mini|Wappen der Grafen von Melchiori bei Tyroff Melchiori (auch Melchiory) ist der Name eines alten tirolerischen Adelsgeschlechts, das in den erblichen Reichsfreiherren- und Grafenstand erhoben wurde.
Geschichte Herkunftsort bzw. Stammsitz des Geschlechtes ist Lavis im Hochstift Trient. Der Leibarzt im Königreich Böhmen Johann Odoricus (Roderich), Dr. med. Franz sowie der Geheimrat beim Kurfürsten von Mainz und spätere Reichshofrat Johann Anton Melchiori wurden am 3. November 1562 vom Kaiser in Frankfurt am Main in den erblichen Adelsstand erhoben. Zudem erhielt ersterer die Titel eines kaiserlichen Hofarztes und Dieners.Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/AVA Adel RAA 271.25 Am 3. Juni 1719 erlangte Hieronymus Melchiori in Wien von Kaiser Karl VI. den erblichen Freiherrenstand.Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/AVA Adel RAA 271.26 Darauf verlieh Kaiser Karl VI. am 25. Januar 1738 den Brüdern Georg Sigmund und Joseph Anton von Melchiori aus Trient den Grafenstand für das Reich und die Erblande sowie eine Wappenbesserung.Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/AVA Adel RAA 271.27 In Anbetracht seiner Verdienste bei der Leitung des Kreisgerichts in Trient wurde dem Präsidenten des Kreisgerichts in Bozen Dr. jur. Joseph von Melchiori am 19. Oktober 1881 zum k. k. Hofrat ernannt. 1887 diente der Rittmeister Johann Graf von Melchiori beim Tiroler Jäger-Regiment Kaiser Franz Joseph.
Standeserhebungen 3. November 1562 in Frankfurt am Main: rittermäßiger Reichsadel 3. Juni 1719 in Wien: Reichsfreiherrenstand 25. Januar 1738 in Wien: ReichsgrafenstandGGT (1916), S. 618
Wappen Blasonierung: Von Gold über Blau geteilt; über die Mitte des Schildes ein roter Balken. Im oberen Feld wächst ein rechtsgewendeter vorwärtssehender doppelschwänziger blauer Löwe; im unteren Feld eine fünfstrahliger goldener Stern mit abwärtsgekehrten, geschlängelten Schweif. Auf dem Schild die Grafenkrone, darüber drei gekrönte Helme mit blau-goldenen Helmdecken: I. und III. je einen mit den Sachsen einwärtsgewendeten schwarzen Flügel, der mit einem goldenen Kleestängel belegt ist; II. der Löwe, der hier mit der rechten Pranke den goldenen Kometstern am Schweif hält. Als Schildhalter zwei einwärtssehende goldene Greife.GGT (1861), S. 528 f.
Genealogie (Auswahl)
Literatur Gothaisches genalogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser, 89. Jg., Gotha 1916, S. 613–614; 35. Jg., Gotha 1862, S. 545–547 (digitale-sammlungen.de); 34. Jg., Gotha 1861, S. 528 f. (Google Bücher). Johann Siebmacher: Johann Siebmachers allgemeines großes und vollständiges Wappenbuch, 8tes Supplement, Nürnberg 1787, Tfl. 20 (digitale-sammlungen.de).
Weblinks Österreichisches Staatsarchiv, AT-OeStA/AVA Adel RAA 271.27 Melchiori, Georg Sigmund Freiherr von, Joseph Anton, Brüder, Grafenstand, „Hoch- und Wohlgeboren“ für das Reich und die Erblande, Wappenbesserung, 1738.01.25. Tiroler Landesmuseum, Die Fischnaler Wappenkartei - Wappen der Melchiori von 1562 - Wappen der Grafen von Melchiori von 1738
Einzelnachweise
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