mini|Myriam Schröder (2023). Foto: Joel Heyd
Myriam Schröder (* 1972 in Schwerte) ist eine deutsche Schauspielerin, die für ihre vielseitigen Bühnenrollen bekannt ist.
Leben und künstlerische Karriere
Schröder absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Folkwang Universität der Künste in Essen, wo sie zusätzlich Tanz unter der künstlerischen Leitung von Pina Bausch studierte.
Schröders professionelle Laufbahn begann am Düsseldorfer Schauspielhaus, wo sie als 24-Jährige von Intendantin Anna Badora engagiert wurde. Hier spielte sie anspruchsvolle Rollen wie "Fräulein Julie" und die Titelrolle in Schillers "Maria Stuart", die ihren Durchbruch markierte.
2002 wurde Schröder mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Im selben Jahr wechselte sie an das Hamburger Schauspielhaus und wurde anschließend an das Burgtheater in Wien engagiert, wo sie bis 2009 Ensemblemitglied war.
Nach ihrer Zeit in Wien führten Schröder Engagements an verschiedene renommierte Theater wie das Kölner Schauspielhaus, das Deutsche Theater Berlin, das Schauspielhaus Wien und das Theater Basel (2015–2019). Seit 2019 ist Schröder festes Ensemblemitglied am Residenztheater München (Bayerisches Staatsschauspiel).
Schröder hat mit namhaften Regisseuren zusammengearbeitet, darunter Nicolas Stemann, Jürgen Gosch, Nora Schlocker, Sebastian Hartmann, Karin Beier, Claudia Bauer, Simon Stone, Calixto Bieito und Mateja Koležnik.
Neben ihrer Arbeit am Theater ist Schröder immer wieder in Kino- und Fernsehfilmen zu sehen.
Theater (Auswahl)
Düsseldorfer Schauspielhaus
1996: Maria Stuart (als Maria Stuart). Von Friedrich Schiller. Inszenierung: Dietrich Hilsdorf 1997: Faust (als Gretchen). Von Johann Wolfgang von Goethe. Inszenierung: Januz Wisniewski 1998: Bankers Opera - Eine Revue (Ensemble). Von Volker Kühn und Willy Siebert. Inszenierung: Anna Badora 2000: Minna von Barnhelm (als Minna). Von Gotthold Ephraim Lessing. Inszenierung:Alexander Kubelka 2001: Da kommt noch wer (als Sie). Von Jon Fosse. Inszenierung: Jürgen Gosch
Deutsches Schauspielhaus Hamburg
2003: Don Carlos (als Eboli). Von Johann Wolfgang von Goethe. Inszenierung: Laurent Chetouane 2003: Drei Schwestern (als Mascha). Von Anton Tschechow. Inszenierung: Jan Bosse
Burgtheater Wien
2004: Torquato Tasso (als Leonore Sanvitale). Von Johann Wolfgang von Goethe. Inszenierung: Stefan Kimmich 2005: Babel (als Irm). Von Elfriede Jelinek. Inszenierung: Nicolas Stemann 2007: Die Brüder Karamasov (als Gruschenka). Von Fjodor M. Dostojewski. Inszenierung: Nicolas Stemann 2010: Romeo und Juiia (als Mutter). Von William Shakespeare. Inszenierung: Sebastian Hartmann
Schauspielhaus Köln
2010: Das Fest (als Pia). Von Thomas Vinterberg und Mogens Rukov. Inszenierung: Dieter Giesing unter Mitarbeit von Johann Kresnik und Barbara Nowotny 2011: Der Mann an Tisch 2 (als Irina). Von András Vinnai. Inszenierung: Viktor Bodó
Schauspielhaus Wien
2013: Plebs Coriolanus (als Dame des Hauses). Von Kevin Rittberger. Inszenierung: Kevin Rittberger (Uraufführung) 2014: Queen Recluse (als Susan). Von Thiemo Strutzenberger. Inszenierung: Martin Schmiederer 2014: Was es bedeutet baden zu gehen (als Marianne). Von Bastian Sistig (Uraufführung). Inszenierung: Sebastian Schug
Landestheater Niederösterreich St. Pölten
2014: Radetzkymarsch (als Katharina Slama / Valerie von Taußig). Nach Joseph Roth. Inszenierung: Philipp Hauß
Theater Basel
2015: Engel in Amerika (als Der Engel / Die Stimme / Emily / Schwester Ella Chapter / Eine wohnungslose Frau). Von Tony Kushner. Inszenierung: Simon Stone 2015: Edward II. - Die Liebe bin ich (als Königin Isabella). Von Ewald Palmetshofer nach Christopher Marlowe. Inszenierung: Nora Schlocker (Koproduktion mit dem Schauspielhaus Wien und den Wiener Festwochen) 2015: Das Sparschwein (als Leonida). Von Eugène Labiche. Inszenierung: Martin Laberenz 2016: Der Menschen Feind (als Arsinoé). Von PeterLicht nach Molière. Inszenierung: Claudia Bauer 2016: Was ihr wollt (als Narr Feste). Von William Shakespeare. Inszenierung: Julia Hölscher 2016: Urfaust (als Marthe). Von Johann Wolfgang von Goethe. Inszenierung: Nora Schlocker 2017: Engel in Amerika (als Der Engel / Die Stimme / Emily / Schwester Ella Chapter / Eine wohnungslose Frau). Von Tony Kushner. Inszenierung: Simon Stone 2017: Vor Sonnenaufgang (als Martha, ältere Tochter aus Krauses erster Ehe). Von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann. Inszenierung: Nora Schlocker 2017: Die Dreigroschenoper (als Spelunkenjenny, Hure). Von Bertolt Brecht. Musik von Kurt Weill. Inszenierung: Dani Levy 2017: Oresteia (als Klytaimnestra). Musiktheater nach der Orestie von Aischylos mit Musik von Iannis Xenakis Inszenierung: Calixto Bieito Musikalische Leitung: Franck Ollu 2018: Romulus der Grosse (als Julia, Frau von Romulus Augustus-Kaiser von Westrom). Von Friedrich Dürrenmatt. Inszenierung: Franz-Xaver Mayr 2018: Die Verschwörerin (als Delfi). Von Joël László. Inszenierung: András Dömötör 2018: Die schwarze Spinne (als Hebamme/Christine). Nach der Novelle von Jeremias Gotthelf. Inszenierung: Tilmann Köhler 2018: Tartuffe oder das Schwein der Weisen (als Elmire). Von PeterLicht nach Molière. Inszenierung: Claudia Bauer 2019: Yerma (als Yerma). Von Federico García Lorca Inszenierung: Mateja Koležnik
Residenztheater München
2019: Sommergäste (als Marja Lwowna, Ärztin). Von Maxim Gorki. Inszenierung: Joe Hill-Gibbins 2019: Die Verlorenen (als Clara, die Verlorene). Von Ewald Palmetshofer. Inszenierung: Nora Schlocker 2019: Vor Sonnenaufgang (als Martha, ältere Tochter aus Krauses erster Ehe). Von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann. Inszenierung: Nora Schlocker (Übernahme der Uraufführung vom Theater Basel) 2019: Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft (als Toinette, Privatsekretärin). Von PeterLicht nach Molière. Inszenierung: Claudia Bauer 2020: Einer gegen alle (Ensemble). Frei nach dem Roman von Oskar Maria Graf in einer Bearbeitung von Alexander Eisenach. Inszenierung: Alexander Eisenach 2021: Urteile (Revisited) – Nach dem Prozess. Von Christine Umpfenbach und Azar Mortazavi. Inszenierung: Christine Umpfenbach 2021: Dekalog (Ensemble). Nach dem gleichnamigen Drehbuch von Krzysztof Kieślowski und Krzysztof Piesiewicz Inszenierung: Calixto Bieito 2022: Agamemnon (als Kassandra / Chor). Nach Aischylos. Inszenierung: Ulrich Rasche, Residenztheater München und Athen- und Epidaurus-Festival (AEF) 2022: Tartuffe oder das Schwein der Weisen (als Elmire). Von PeterLicht nach Molière. Inszenierung: Claudia Bauer (Übernahme vom Theater Basel) 2022: Engel in Amerika (als Der Engel / Die Stimme / Emily / Schwester Ella Chapter / Eine wohnungslose Frau). Von Tony Kushner. Inszenierung: Simon Stone (Übernahme vom Theater Basel) 2022: Valentiniade. Sportliches Singspiel mit allen Mitteln (Ensemble). Von und nach Karl Valentin und mit Texten von Michel Decar. Inszenierung: Claudia Bauer 2022: Der Schiffbruch der Fregatte Medusa (Ensemble). Von Alexander Eisenach nach dem historischen Bericht von Jean-Baptiste Henri Savigny und Alexandre Corréard. Inszenierung: Alexander Eisenach 2023: Reineke Fuchs (als Nobel, der Löwe). Nach Johann Wolfgang von Goethe. Inszenierung: Schorsch Kamerun 2023: Götz von Berlichingen (als Adelheid von Walldorf). Nach Johann Wolfgang von Goethe. Inszenierung: Alexander Eisenach 2024: Mosi – The Bavarian Dream (als Mama / noch jemand). Von Alexander Eisenach, Inszenierung: Alexander Eisenach 2024: Und oder oder oder oder und und beziehungsweise und oder beziehungsweise oder und beziehungsweise einfach und. Von Nele Stuhler. Inszenierung: Nele Stuhler / FX Mayr 2025: Sankt Falstaff (als #4 / Der Vorsitz / Frau Flott). Von Ewald Palmetshofer frei nach Shakespeares «King Henry IV» (Uraufführung / Auftragswerk). Inszenierung: Alexander Eisenach 2025: Life continues to be incredibly beautiful - Szenische Lesungsperformance aus John Cages Briefen. Inszenierung: FX Mayr 2025: Der Untertan (als Wulckow). Nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Mann. Inszenierung: Alexander Eisenach 2025: Cabaret (als Fräulein Kost). Musical von Joe Masteroff, John Kander und Fred Ebb nach dem Stück «Ich bin eine Kamera» von John Van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood. Inszenierung: Claus Guth 2026: Munich Machine (als Franz Josef Strauß/Weihbischof/Hagen/Achmed). Von Albert Ostermaier. Inszenierung: Ersan Mondtag 2026: Die Präsidentinnen (als Grete). Von Werner Schwab. Inszenierung: Claudia Bauer 2026: Bertold und Agnes - Neue Stücke aus Israel (als Tochter). Szenische Lesung nach dem Stück von Noa Lazar-Keinan. Inszenierung: Nora Schlocker (Im Rahmen der Welt Bühne 2026 - Das Festival für Internationale Gegenwartsdramatik)
Filmografie (Auswahl)
2005: Hölle Hamburg (Kinofilm). Regie: Peter Ott / Ted Galer 2007: Der Winzerkönig (TV-Serie). Regie: Claudia Jüptner-Jonstorff 2009: Klick ins Herz (TV-Spielfilm). Regie: Oliver Dommengel0 2021: Vaterland (TV-Miniserie). Regie: Bettina Oberli 2024: München Mord: A saisonale G’schicht
Hörspiele (Auswahl)
2012: Anja Hilling: Der Garten (Antonia) – Regie: Detlef Meißner (Hörspielbearbeitung – WDR)ARD-Hörspieldatenbank (Der Garten, WDR 2012)
Ehrungen und Auszeichnungen
2016: Österreichischer Nestroy-Theaterpreis mit Ensemble für "Engel in Amerika" als "Beste deutschsprachige Aufführung" 2016: Einladung zum Schweizer Theatertreffen mit Ensemble für "Engel in Amerika"
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Person (Schwerte) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1972 Kategorie:Frau