Ernst Heinrich Gottlieb von Nickisch und Roseneck (auch Nickisch von Rosenegk), kurz Ernst von Nickisch und Roseneck, (geb. 11. November 1766 in Mühlrädlitz (Schlesien); gest. 16. Dezember 1832 in Schwarzau) war ein preußischer Landrat, Justizrat und Landschaftsdirektor.Siehe Literatur: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1907. Jahrgang 1, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 574 f.Siehe Literatur: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Adelsmatrikel D.A.G. Teil B (Briefadel). 1942. Jahrgang 34, Justus Perthes, Gotha November 1941, S. 361.
Herkunft Ernst Heinrich Gottlieb, kurz Ernst von Nickisch und Roseneck war ein jüngerer Sohn von Heinrich Ferdinand Wilhelm von Nickisch und Roseneck (1736–1801), Herr auf Mühlrädlitz und Landrat des Kreises Lüben und dessen Ehefrau (⚭ 13. August 1758) Johanna Eleonore (1737–1817), Tochter des Diprand Oswald von Richthofen.
Leben Er besuchte zunächst von 1778 bis 1779 die Ritterakademie Liegnitz bevor er kurzzeitig im Infanterieregiment von Flemming diente. Am 4. Mai 1786 immatrikulierte er sich an der Universität Halle für ein Studium der Rechte. Bis um die Mitte des Jahres 1800 diente er als Justizrat, bevor er mittels Ordre vom 31. August 1800 zum Nachfolger von Carl George Friedrich von Seidl als Landrat des Kreises Lüben bestätigt wurde. Am 31. Dezember 1805 wurde er von Friedrich Wilhelm III. zum Direktor der Landschaft Liegnitz-Wohlau ernannt. Das Amt als Landrat im Kreis Lüben übte er bis zum Jahr 1821 aus, 1832 erhielt er seine Ernennung zum Landschaftsdirektor.
Persönliches Ernst Heinrich Gottlieb war Erbherr auf Kuchelberg und Schwarzau, auf Klaptau und auf Thiergarten. 1788 wurde Mitglied bei den Freimaurern. Kuchelberg kam über den Enkelsohn und Paten des Ernst Heinrich von Kottwitz, Herrn Ferdinand Wilhelm von Nikisch-Rosenegk in die Familie.Alexander Duncker (Hrsg.): Die ländlichen Wohnsitze, Schlösser und Residenzen der ritterschaftlichen Grundbesitzer in der Preussischen Monarchie nebst begl. Text. Band 16, Selbstverlag, Berlin 1881/1883. Blatt.
Familie Ernst Heinrich Gottlieb von Nickisch und Roseneck heiratete am 13. Oktober 1789 Elisabeth Juliane Erdmuthe Friederike (1770–1810), geb. Freiin von Richthofen. Das Ehepaar hatte Kinder: Charlotte Ernestine Friedrike Henriette, geb./gest. 1791 Karl (1792–1863), Gutserbe auf Kuchelberg, Kammerherr, zweimal verheiratet, Kinder, Enkelkinder In zweiter Ehe vermählte er sich am 7. November 1818 in Breslau mit Friederike Juliane Beate († 20. Oktober 1849), verwittwete Hoffmann, geb. von Rode. Aus dieser Beziehung stammen: Friedrich (1823–1866), Gutsherr auf Kuchelberg, verheiratet, Kinder, Enkelkinder Oswald (1824–1881), Gutsherr auf Bielitz, Staatsanwalt, Landesältester, Kreisdeputierter, verheiratet, keine Kinder Leo (1826–1870), Prem.-Leutnant, nicht vermählt Anna (1829–1829) Agathe (1830–1830) Auszeichnungen Ritter des Roten Adlerordens 3. Klasse
Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1907. Jahrgang 1, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 575 f.</ref Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Adelsmatrikel der D.A.G. Teil B (Briefadel). 1942. Jahrgang 34, Justus Perthes, Gotha November 1941, S. 361. Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 685.
Weblinks Litho Gut Kuchelberg-Provinz Schlesien-RB Liegnitz-Kreis Liegnitz-ZLB
Einzelnachweise
Kategorie:Landrat (Regierungsbezirk Liegnitz) Kategorie:Justizrat Kategorie:Freimaurer (18. Jahrhundert) Kategorie:Freimaurer (19. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse Kategorie:Adliger Kategorie:Person (Schlesien) Kategorie:Preuße Kategorie:Geboren 1766 Kategorie:Gestorben 1832 Kategorie:Mann