Hasso Degner (* 8. September 1924 in Berlin) ist ein deutscher ehemaliger Schauspieler und Hörspielsprecher.
Leben Hasso Degner wuchs in Berlin auf und absolvierte eine professionelle Schauspielausbildung und stand als Bühnendarsteller an verschiedenen Theaterhäusern auf der Bühne.
Er begann seine Bühnenlaufbahn in der Spielzeit 1948/49 am Schauspiel-Theater Marburg.Hasso Degner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1949. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 57. Jg., Berlin 1949, S. 304 und S. 507 (Register). Zur Spielzeit 1952/53 wechselte er an das Theater Osnabrück.Hasso Degner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1953. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 61. Jg., Hamburg 1953, S. 256 und S. 370 (Register). Ab der Spielzeit 1957/58 war er am Staatstheater Oldenburg verpflichtet, zunächst als Schauspieler, später auch als Spielleiter.Hasso Degner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1958. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 66. Jg., Hamburg 1958, S. 316 und S. 456 (Register).Hasso Degner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1959. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 67. Jg., Hamburg 1959, S. 342 und S. 488 (Register). Es folgten Engagements am Ateliertheater Bern (Spielzeit 1961/62), an den Städtischen Bühnen Bremerhaven (1962–1964) und am Theater an der Berliner Allee in Düsseldorf.Hasso Degner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1962. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 70. Jg., Hamburg 1962, S. 437 und S. 501 (Register).Hasso Degner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1963. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 71. Jg., Hamburg 1963, S. 186 und S. 516 (Register).Hasso Degner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1964. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 72. Jg., Hamburg 1964, S. 212/213, S. 235 und S. 551 (Register).Hasso Degner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1965. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 73. Jg., Hamburg 1965, S. 228, S. 441 und S. 549 (Register).
Ab der Spielzeit 1964/65 war er bis 1971 als Regisseur, Schauspieler, und später auch als Oberspielleiter des Schauspiels am Landestheater Linz verpflichtet.Hasso Degner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1965. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 73. Jg., Hamburg 1965, S. 228, S. 441 und S. 549 (Register).Hasso Degner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1968. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 76. Jg., Hamburg 1968, S. 496 und S. 622 (Register).Hasso Degner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1971. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 76. Jg., Hamburg 1971, S. 520 und S. 653 (Register).
Ab der Spielzeit 1971/72 war er in den folgenden Jahren als Regisseur und Schauspieler unter anderem am Theater Aachen-Rheydt, am Kleinen Theater in Bonn-Bad Godesberg, an der Komödie Frankfurt und bis in die 90er Jahre an den Kammerspielen Düsseldorf und an der Komödie Düsseldorf, engagiert.Hasso Degner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1972. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 80. Jg., Hamburg 1972, S. 208/209, S. 289, S. 290 und S. 698 (Register).Hasso Degner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1973. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 81. Jg., Hamburg 1973, S. 206, S. 242/243, S. 268 und S. 669 (Register). 1971 spielte er an der Komödie Düsseldorf unter der Regie von Alfons Höckmann mit Ingrid Braut als Partnerin in der Komödie Die andere Hälfte von Alan Ayckbourn.Theater – Theater. In: Düsseldorfer Heimatblätter „Das Tor“. XXXVII. Jahrgang, Heft 11, Seite 259. In der Spielzeit 1971/72 inszenierte er am Stadttheater Aachen das Lustspiel Der Floh im Ohr von Georges Feydeau.Der Floh im Ohr. Programmheft Stadttheater Aachen 1972. In der Spielzeit 1974/75 war er als Schauspieler gastweise am Theater am Dom in Köln und am Theater Hagen verpflichtet.Hasso Degner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1975. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 83. Jg., Hamburg 1975, S. 284, S. 366 und S. 694 (Register). Im Dezember 1974 gehörte er im Theater am Dom neben Helen Vita, Gabriele Jacoby und Peter Fröhlich zur Besetzung der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicals Frau Warrens Gewerbe von Charles Kálmán.Frau Warrens Gewerbe (La Professión de la Señora Warren). Besetzungsliste. Offizielle Internetpräsenz der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Abgerufen am 24. September 2026. In der Spielzeit 1975/76 war er Gastregisseur am Schauspielhaus Graz.Hasso Degner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1976. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 84. Jg., Hamburg 1976, S. 402 und S. 670 (Register). 1979 spielte er im Theater am Kurfürstendamm an der Seite von Georg Thomalla, Inge Wolffberg und Kristina Nel in der Komödie Vater einer Tochter von Curth Flatow.Vater einer Tochter. Besetzungsliste der TV-Aufzeichnung von 1979. In der Spielzeit 1979/80 gastierte er an der Komödie Düsseldorf neben Paul Hubschmid, Ingrid Braut, Corinna Genest und Malwine Möller in der Komödie Bei Harrods fing es an von John Chapman.Bei Harrods fing es an. Programmheft. Komödie Düsseldorf. Spielzeit 1979/80. 1988 inszenierte er am Landestheater Linz mit Elisabeth Osterberger in der Hauptrolle das Theaterstück Glückliche Umstände des britischen Autors Richard Everett.Glückliche Umstände. Produktionsdetails bei Theapolis.de. In der Spielzeit 1988/89 trat er an der Komödie Düsseldorf neben Inga Abel und Hugo Egon Balder in der Komödie Die kleine Hütte von André Roussin auf.DIE KLEINE HÜTTE. Programmheft Komödie Düsseldorf. Spielzeit 1988/89.
Degner wirkte als Schauspieler vor der Kamera von 1973 bis zum Jahr 2001 in mehreren Filmen und Fernsehserien mit. Einem breiten Publikum bekannt wurde Degner vor allem durch seine langjährige Rolle als Prof. Dr. Rudolf Tenge-Wegemann, ein guter Freund und Kollege von Dr. Ludwig Dressler (Ludwig Haas), in der Serie Lindenstraße, wo er von Januar 1986 (Folge 8) bis August 1998 (Folge 663) in unregelmäßigen Abständen auftrat. Nach der Jahrtausendwende wurde die Rolle aus unbekannten Gründen bei weiteren Gastauftritten bis zum Jahr 2019 hinweg mit dem Schauspieler Hartmut Becker neu besetzt. Im April 2001 spielte Degner in der Serie Verbotene Liebe in einigen Folgen die Rolle des Richard Allendorf. Zudem war er häufig als Hörspielsprecher tätig.
Seit 2002 ist Hasso Degner nicht mehr als Schauspieler in Erscheinung getreten. Über seinen weiteren Lebensweg sind keine öffentlichen Informationen bekannt.
Filmografie 1973: Wie wär's denn, Mrs. Markham ? 1980: Bei Harrods fing es an 1980: Zirkus der Verdammten 1980: Spät ins Bett 1981: Locker vom Hocker 1981: Vater einer Tochter 1984: Tränen in Florenz 1986–1998: Lindenstraße (Fernsehserie) 1987: Diplomaten küsst man nicht 1995: Und im Keller gärt es 1996: Familie Heinz Becker (Fernsehserie, 1 Folge) 1997: Das erste Semester 2001: Verbotene Liebe (Fernsehserie, 7 Folgen)
Hörspiele (Auswahl) Die Ö1-Hörspieldatenbank enthält (Stand: Februar 2025) für den Zeitraum von 1965 bis 1980 insgesamt 49 Datensätze, bei denen Hasso Degner als Sprecher geführt wird. Einen weiteren Eintrag aus dem Jahr 1960 enthält die ARD-Hörspieldatenbank. 1960: Fritz Arend: Achter de Steenmuer (De rieke Mann) – Regie: Walter Bäumer (Original-Hörspiel, Mundarthörspiel – RB) 1965: Rolf und Alexandra Becker: Schachmatt – Regie: Ferry Bauer (Originalhörspiel, Kriminalhörspiel – ORF Oberösterreich) 1966: Rose Meller: Leutnant Komma (Brug) – Regie: Hans Krendlesberger (Hörspiel – ORF Oberösterreich) 1966: Lester Powell: Die Dame filmt (8 Folgen) – Regie: Ferry Bauer (Originalhörspiel, Kriminalhörspiel – ORF Oberösterreich) 1967: Menyhért Lengyel: Ninotschka – Regie: Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung – ORF Oberösterreich) 1967: George Bernard Shaw: Man kann nie wissen – Regie: Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung – ORF Oberösterreich) 1967: Michael Gilbert: Der Mann, der nicht schlafen konnte (6 Folgen) – Regie: Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung, Kriminalhörspiel – ORF Oberösterreich) 1968: Philip Levene: Terra Incognita (8 Teile) – Regie: Ferry Bauer (Originalhörspiel, Kriminalhörspiel, Science-Fiction-Hörspiel – ORF Oberösterreich) 1968: Georges Simenon: Die Brüder Rico (2 Teile) – Regie:Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung, Kriminalhörspiel – ORF Oberösterreich) 1969: Cesare Meano: Mutmassungen Über Salome (Tullius Cassius) – Regie: Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung – ORF Oberösterreich) 1969: Wolfgang Hildesheimer: Das Opfer Helena (Menelaos) – Regie: Ferry Bauer (Originalhörspiel – ORF Oberösterreich) 1969: Paul Verhoeven, Toni Impekoven: Das kleine Hofkonzert – Regie: Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung – ORF Oberösterreich) 1970: George Bernard Shaw: Der Kaiser und das kleine Mädchen – Regie: Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung – ORF Oberösterreich) 1970: Eugène Ionesco Die Nashörner – Regie: Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung – ORF Oberösterreich) 1971: Alfred Andersch: Russisches Roulette (Erzähler) – Regie: Ferry Bauer (Hörspiel – ORF Oberösterreich) 1973: Curth Flatow: Scheiden tut nicht weh – Regie: Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung – ORF Oberösterreich) 1975: Peter Ustinov: Das Leben in meiner Hand – Regie: Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung – ORF Oberösterreich) 1975: Françoise Sagan: Valentine – Regie: Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung – ORF Oberösterreich) 1977: Heinrich Böll: Die verlorene Ehre der Katharina Blum – Regie: Ferry Bauer(Hörspielbearbeitung – ORF Oberösterreich) 1980: Noël Coward: Akt mit Geige – Regie: Ferry Bauer (Hörspielbearbeitung – ORF Oberösterreich)
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1924 Kategorie:Mann