Falcatakely ist eine Gattung der ausgestorbenen Enantiornithes. Die einzige Art der bislang monotypischen Gattung ist Falcatakely forsterae aus der Oberkreide (Maastrichtium) der Maevarano-Formation im Nordwesten Madagaskars. Die Erstbeschreibung erfolgte 2020 durch eine Arbeitsgruppe um Patrick M. O’Connor.

Etymologie und Fossilbeleg Der Gattungsname Falcatakely setzt sich zusammen aus dem lateinischen falcata (falcatus = „mit Sichel(n) versehen“) und dem Malagasy-Wort kely („klein“). Er nimmt Bezug auf die ungewöhnliche Schnabelform der Gattung. Der Artzusatz forsterae ehrt Catherine A. Forster für ihre Beiträge zur Erforschung der Paraves Madagaskars.

Der Holotypus (UA 10015) und bislang einzige Fossilbeleg umfasst einen teilerhaltenen Schädel mit Rostrum (Maxilla und Prämaxillare), Palatinum und der Periorbitalregion (Bereich um die Augenhöhlen).

Beschreibung Falcatakely war ein krähengroßes Tier, das sich durch seinen tiefen, langen, ein wenig an einen Tukan erinnernden Schnabel von anderen Vertretern der Enanthiornites unterscheidet. Die rekonstruierte Gesamtlänge des Schädels beträgt etwa 8,5 cm.

Trotz der Ähnlichkeit hatte der obere Schnabel mehr Ähnlichkeit mit dem eines Nicht-Vogel-Theropoden, da er hauptsächlich aus einem großen Oberkieferknochen bestand, während der kleinere Zwischenkieferknochen die Spitze bildete. Dies ist gegensätzlich zu der Anordnung bei modernen Vögeln, wo der obere Schnabel von dem Zwischenkieferknochen dominiert wird, der bei Falcatakely immer noch Zähne aufweist.

Einzelnachweise P. M. O’Connor, A. H. Turner, J. R. Groenke, R. N. Felice, R. R. Rogers, D. W. Krause & L. J. Rahantarisoa: Late Cretaceous bird from Madagascar reveals unique development of beaks. In: Nature, Band 588, 2020, S. 272–276, .

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